Ssangyong Korando e-Motion nicht mehr konfigurierbar
Nun KGM heißende Korea-Marke bietet nur noch ein Elektromodell an, den Torres EVX
Adé SsangYong, adé Korando e-Motion: Wir müssen uns nicht nur an den neuen Namen der Korea-Marke gewöhnen, sondern auch daran, dass der Korando e-Motion nicht mehr konfigurierbar ist. Letztes Jahr wurden von dem 4,47 Meter langen Kompakt-SUV immerhin noch rund 210 Stück in Deutschland verkauft.
Wenn ein Modell aus dem Konfigurator fällt, kann das allerdings auch bedeuten, dass es nur vorübergehend nicht bestellbar ist. Dennoch: Berichtenswert ist es allemal. Derzeit jedenfalls hat die Marke KGM nur mehr ein Elektromodell im Programm, den Torres EVX. Dabei handelt es sich um ein 4,72 Meter langes Mittelklassemodell, also sozusagen den großen Bruder des Korando e-Motion.
Den Korando gibt es noch, allerdings nur als Benziner. Der Korando e-Motion basierte offenbar auf dem Verbrennermodell. Für den Antrieb sorgte ein 140-kW-Elektromotor vorne, der Strom kam aus einem 62-kWh-Akku. Damit schaffte der Wagen 346 km nach WLTP-Norm – nicht gerade viel für diese Klasse. Ähnlich große Modelle wie der elektrische Renault Scenic oder der Ford Explorer schaffen bis zu 600 km mit einer Ladung.
Mit Wechselstrom konnte man den e-Motion auch nur mit maximal 6,6 kW aufladen, mit Gleichstrom waren schwache 80 kW möglich. Damit sollte sich der Akku in rund 33 Minuten von 20 auf 80 Prozent aufladen lassen. Die Preise begannen bei etwas mehr als 42.000 Euro.
- Basispreis: 42.490 Euro (Ausstattung Bronze)
- Frontantrieb mit 140 kW
- 0-100 km/h / Höchstgeschwindigkeit: k.A. / 156 km/h
- Akku / WLTP-Reichweite: 62 kWh brutto, ca. 58 kWh netto / 346 km
- Ladeleistung: bis 6,6 kW AC, bis 80 kW DC
- DC-Ladedauer: ca. 36 min (inoffiziell, laut EV-Database)
- Maße: 4,47 m Länge / 2,68 m Radstand / 1,65 m Höhe
- Kofferraum: 551-1.248 Liter
Bildergalerie: SsangYong Korando e-Motion (2022)
Mit 42.490 Euro lag der Wagen zwar auf dem Niveau der genannten Konkurrenten Explorer und Scenic in der jeweiligen Einstiegsversion. Aber angesichts des Markenimages und der Daten war der Preis doch etwas ambitioniert. Den Scenic gibt es ab 41.400 Euro mit 125 kW und 430 km Reichweite, den Explorer nun schon ab knapp 40.000 Euro mit ebenfalls 125 kW und 378 km Reichweite.
Auf den Preislisten und der Website erscheint nun überall der neue Markenname KGM Mobility. Dass die Marke in KGM umbenannt werden soll, wurde bereits vor zwei Jahren verkündet. Das hat mit dem neuen Eigentümer der Marke, der KG Group zu tun, welche die insolvente Marke übernahm. Doch bis Februar prangte zum Beispiel auf der Preisliste des Korando e-Motion noch der alte Name SsangYong. Die Website erscheint nun unter kgm.de.
Unter dem Strich
Die Elektroversion des SsangYong Korando (neuerdings KGM Korando) scheint Geschichte zu sein. Das Modell ist jedenfalls nicht mehr konfigurierbar. Dabei waren die Verkaufszahlen zuletzt mit rund 210 Stück gar nicht mal so gering – der Bestseller von Xpeng (G9) verkaufte sich letztes Jahr auch nur rund 220 Mal.
Einziges Elektromodell der Marke ist nun der KGM Torres EVX, der seit einem Jahr bestellbar ist und seither etwa 120 Mal gekauft wurde. Geringere Stückzahlen also, aber vielleicht höhere Margen? Wohl kaum, denn der größere Torres EVX kostet in der Basis sogar ein bisschen weniger als der Korando e-Motion, nämlich 41.990 Euro. Vielleicht ist das der Grund, warum es den Korando e-Motion nicht mehr gibt.
Quelle: kgm.de
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