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Hyundai Ioniq 9: Die Preise beginnen bei 68.500 Euro

Serienmäßig mit 7 Sitzen, optional mit 6. Außerdem 3 Ausstattungen und 3 Motorisierungen

Hyundai Ioniq 9 am Münchner Flughafen
Bild von: InsideEVs

Der Hyundai Ioniq 9 ist ab sofort konfigurier- und bestellbar. Das 5,06 Meter lange Elektro-SUV gibt es serienmäßig mit sieben Sitzen, optional ist ein Sechssitzer erhältlich. Die Preise beginnen bei 68.500 Euro.

Das dritte Elektroauto der Ioniq-Reihe nach dem Ioniq 5 und dem Ioniq 6 wurde schon im November mit den wichtigsten Daten und etlichen Bildern vorgestellt. Nun folgen noch die Preise und die Ausstattung. Auch eine komplette Preisliste gibt es schon. Danach gibt es drei Ausstattungen für die drei Motorisierungen (die alle die gleiche 110-kWh-Batterie erhalten). Da nicht alle Kombinationen angeboten werden, ergeben sich fünf Varianten:

  Ioniq 9 RWD 160 kW Ioniq 9 AWD 226 kW Ioniq 9 AWD 315 kW
Ioniq 9  68.500 Euro
Techniq 77.500 Euro 81.500 Euro
Uniq 84.750 Euro 86.750 Euro

Anders als beim Ioniq 5 und 6, wo nur Ausstattungspakete angeboten werden, gibt es den Ioniq 9 mit richtigen Ausstattungen. Sie tragen die vertrauten Namen Techniq und Uniq, eine Dynamiq-Variante gibt es hier nicht – vermutlich wegen der Charakteristik dieses Familienfahrzeugs. Denkbar ist jedoch, dass noch eine Sportversion analog zum Kia EV9 GT mit mehr Leistung folgt.

Zwischen der Basisversion und dem Techniq liegen 9.000 Euro, zwischen Techniq und Uniq nur 3.250 Euro. Als Sechssitzer ist ausschließlich die Topversion Uniq bestellbar. Er kann entweder mit drehbaren Sitzen oder komfortablen Relax-Einzelsitzen in der zweiten Reihe konfiguriert werden; dazu gibt es ein Relax-Paket und ein Swivel-Paket, die beide mit 1.000 Euro Aufpreis zu Buche schlagen.

Die Basisausstattung umfasst LED-Licht, 19-Zoll-Alufelgen, eine elektrische Sitzverstellung vorne, Sitzheizung in den ersten zwei Reihen sowie zwei 12,3-Zoll-Displays. Auch eine elektrisch bediente Heckklappe, Parkpiepser vorne und hinten, eine Rückfahrkamera, der Autobahnassistent 2.0 sowie ein Notbremsassistent 2.0 sind stets an Bord, genauso wie eine Wärmepumpe. Für 1.350 Euro kann man ein Glas-Schiebedach bestellen. Das gleiche kostet das Technik-Paket (unter anderem Rundumsichtsystem und Bilder aus dem Toten Winkel im Instrumentendisplay).

Die Ausstattungslinie Techniq bietet zusätzlich 20-Zöller, Matrix-LED-Scheinwerfer im Pixel-Design, ein Head-up-Display sowie ein elektrisch einstellbares Lederlenkrad. Die Sitze der ersten zwei Reihen sind belüftet, Fahrer- und Beifahrersitz bieten eine Relax-Funktion. Die dritte Sitzreihe erhält eine elektrisch einstellbare Rückenlehne, zudem gibt es Sonnenrollos an den hinteren Türen sowie eine Massagefunktion für den Fahrersitz. Ein Bose-Soundsystem, das Rundumsichtsystem, fernbedientes Einparken, ein kamerabasierter Innenspiegel, der digitale Fahrzeugschlüssel 2.0 und ein Vehicle-to-Load-Adapter runden die Ausstattung ab. Als einziges Extra ist hier das Glas-Schiebedach bestellbar.

Die Top-Version Uniq bietet zudem 21-Zöller, und spezielle Designelemente an Radläufen und Schwellern sowie einen markant gestalteten "Anfahrschutz" in Schwarz und Silber. Innen gibt es Nappaledersitze und ein Dachhimmel in Wildleder-Optik. Als Extras können neben dem Glasschiebedach noch kamerabasierte Außenspiegel für 1.400 Euro geordert werden.

  Ioniq 9 RWD 160 kW Ioniq 9 AWD 226 kW Ioniq 9 AWD 315 kW
Antrieb RWD 160 kW AWD 70+160 kW AWD 160+160 kW
Drehmoment 350 Nm 255+350 Nm 350+350 Nm
0-100 km/h 9,4 Sek. 6,7 Sek. 5,2 Sek.
Höchstgeschwindigkeit 190 km/h 200 km/h 200 km/h
WLTP-Verbrauch 19,9 kWh 20,4-20,6 kWh 20,6 kWh
Akku brutto / netto 110 / ca. 106 kWh 110 / ca. 106 kWh 110 / ca. 106 kWh
WLTP-Reichweite 620 km 600-606 km 600 km
Ladeleistung AC/DC 11 / 233 kW 11 / 233 kW 11 / 233 kW
Ladedauer (10-80%) 24 min 24 min 24 min
Basispreis (Ausstattung) 68.500 Euro
(Basis)
81.500 Euro
(Techniq)
86.750 Euro
(Uniq)

Bei der Batteriekapazität von 110 kWh dürfte es sich um den Bruttowert handeln; netto werden es wohl etwa 106 kWh sein. Damit sind beim Hecktriebler 620 km nach WLTP möglich, bei den Allradlern ist es mit rund 600 km nicht viel weniger. Dank 800-Volt-System wird mit bis zu 233 kW aufgeladen. An schnellen DC-Säulen soll man den Akku in nur 24 Minuten laden können (10-80%). Daraus errechnet sich eine Ladegeschwindigkeit von stattlichen 3,1 kWh/min. Beim Reichweite-Nachladen ergeben sich bis zu 18,1 km/min, das heißt, im üblichen Ladebereich (10-80% kann man pro Minute Strom für etwa 18 km nachladen.

Anders als beim Ioniq 5 und 6 kann man die Batterie-Vorkonditionierung nun manuell aktivieren. Auch die Routenplanung wurde verbessert. Dabei kann der gewünschte Batterieladestand am Ziel individuell festgelegt werden.    

Der Kofferraum fasst mit vollständiger "Bestuhlung" 338 Liter hinter der dritten Reihe; legt man die hinterste Sitzreihe um, bleiben 908 Liter. Tut man das gleiche auch mit der zweiten Reihe und belädt den Wagen bis zum Dach, kann man 2.419 Liter beim Siebensitzer bzw. 2.494 Liter beim Sechssitzer verstauen. Dazu kommt noch ein Frunk mit 88 Litern beim Hecktriebler bzw. 52 Litern bei den Allradmodellen. Auch die eine Anhängelast hängt vom Antrieb ab: Der Hecktriebler zieht bis zu 1,6- Tonnen, die Allradler sogar 2,5 Tonnen. 

Bildergalerie: Hyundai Ioniq 9 (2025)

Als erster Hyundai erhält der Ioniq 9 eine Spracherkennung, das per Sprachbefehl "Hey Hyundai" aktiviert wird. Darüber kann man die Navigation starten, die Klimaanlage und die Sitzheizung, aber auch Nachrichten versenden und die Fenster öffnen oder schließen. Auch der Ladestand oder die Restreichweite lassen sich abfragen.

Für den Ioniq 9 stehen insgesamt zehn Außenfarben zur Wahl; neben diversen Silber- und Grautönen, sowie Schwarz und Weiß gibt es auch ein Dunkelgrün sowie ein Braun.

Mit dem Ioniq 9 hat nun auch Hyundai ein großes Elektro-SUV im Angebot. Für die Schwestermarke gilt das schon seit Herbst 2023: Die ersten Exemplare des Kia EV9 wurden schon im Oktober 2023 zugelassen. Der mit 5,01 Meter etwas kürzere Kia ist serienmäßig ein Siebensitzer. Hier beginnen die Preise schon bei 63.190 Euro. Dafür gibt es wie beim Ioniq 9 einen 160-kW-Hecktriebler, die Batterie ist hier mit 72 kWh brutto deutlich kleiner. Für 3.000 Euro Aufpreis (also ab 68.190 Euro) gibt es eine 100-kWh-Akku für bis zu 563 km Reichweite.

Unter dem Strich

Die Preise für den Hyundai Ioniq 9 beginnen bei knapp 70.000 Euro. Dafür gibt es 620 km Reichweite und einen 160-kW-Heckantrieb sowie jede Menge Platz für Kinder und Gepäck. Der schon vor anderthalb Jahren gestartete Kia EV9 ist günstiger, er kann aber bei der Reichweite nicht mithalten. Beiden Modellen gemeinsam ist die typische Stärke der E-GMP-Modelle mit 800 Volt: Das schnelle Laden. Damit qualifiziert sich das Auto für die Urlaubsfahrt mit langen Autobahnetappen. Wie sich der Wagen fährt, können wir in etwa zwei Wochen berichten – dann testen wir das neue Modell.  

Unser Titelbild zeigt den Ioniq 9 am Münchner Flughafen, wo man den Neuling seit Montag schon begutachten kann.