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Für eine persönlichere Erfahrung

Hyundai Ioniq 9: Alle Daten, Preise und Reichweiten

Alles zum großen Elektro-SUV: Antriebe, Batterie, Reichweiten, Ladezeiten, Ausstattung und Preise (aktualisierte Übersicht)

Hyundai Ioniq 9 Uniq (2025)
Bild von: Hyundai

Der Hyundai Ioniq 9 ist seit Sommer 2025 auf dem deutschen Markt. Damit hat nun auch Hyundai ein großes Elektro-SUV – die Schwestermarke Kia verkauft ihren EV9 schon seit Ende 2023. Es gibt viele Parallelen zwischen den beiden Modellen, aber die Batterie des Ioniq 9 ist größer und es gibt zwei Allradantriebe, während der EV9 nur einen hat. Im Sommer 2026 erhielt das Modell andere Ausstattungen und Preise. Deshalb haben wir unsere Modellübersicht aktualisiert. 

Wie der Kia EV9 und viele kleinere Modelle basiert auch der Ioniq 9 auf der Plattform E-GMP in der Version mit 800 Volt und Heckantrieb. Mit über fünf Metern Länge sind die beiden Modelle die größten auf Grundlage dieser Plattform. 


ExterieurInterieurAntriebe/Batterien  | Aufladen | Preise


Bildergalerie: Hyundai Ioniq 9 Uniq (2025)

Exterieur

Der Ioniq 9 ist mit 5,06 Metern Länge und 1,79 Metern Höhe mit Abstand der größte Hyundai-Stromer. Die Maße sind auch noch etwas üppiger als beim Kia EV9.

  Länge Breite Höhe Radstand Kofferraum
Hyund. Ioniq 9 5.060 mm 1.980 mm 1.790 mm 3.130 mm 338–2.494 Liter
52–88 L Frunk
Kia EV9 5.010 mm 1.980 mm 1.755 mm 3.100 mm 333–2.393 Liter
52–90 L Frunk

Die Optik der beiden großen Korea-SUV ist deutlich verschieden: Während der Kia EV9 kantig und futuristisch wirkt, sieht der Hyundai Ioniq 9 eher rundlich und traditionell aus. Allerdings polarisiert die Rückansicht.

Zudem unterscheiden sich die Außenfarben: Während der Kia auch in leuchtendem Blau und Rot angeboten wird, gibt es den Hyundai nur in gedeckten Farben. Das Dunkelgrün auf unseren Bildern sowie ein Bronzeton sind schon die gewagtesten Farbtöne. Bemerkenswert sind aber die Mattlackierungen des Hyundai. 

Interieur

Wie den EV9 gibt es den Ioniq 9 als Sechs- und Siebensitzer: Sieben Sitze sind Serie, gegen Aufpreis gibt es einen Sechssitzer, allerdings nur für die Topversionen. Dabei muss man sich zwischen nach außen schwenkbaren Sitzen in der zweiten Reihe und "Relax-Sitzen" mit weit nach hinten stellbarer Rückenlehne entscheiden.

Hyundai Ioniq 9 Uniq (2025)
Bild von: Hyundai

Das Cockpit sieht aus wie gewohnt bei Hyundai und Kia: Es gibt zwei 12,3-Zoll-Displays im Querformat direkt nebeneinander. Hier sind die beiden Monitore aber leicht zum Fahrer oder zur Fahrerin hin gekrümmt. Die Fahrmodi P, N, R und D werden über einen etwas klobigen Hebel am Lenkrad aktiviert. An diesem Hebel befindet sich auch der Startknopf. Unten am Armaturenbrett gibt es noch eine Konsole mit physischen Tasten und Touchflächen für die Klimatisierung und dergleichen.

Antriebe und Batterien

Das Basismodell des Hyundai Ioniq 9 hat Heckantrieb und ist mit 160 kW nicht gerade stark. Vermutlich ist die Version als gemütliche Familienkutsche gedacht. Die allermeisten Ioniq 9 werden mit Allradantrieb bestellt. Hier kann man zwischen 226 und 315 kW wählen. Alle drei Varianten haben eine 160-kW-Maschine im Heck. Bei den Allradlern kommt noch ein Motor vorne hinzu, wobei die Summe der Motorleistungen größer als die Systemleistung ist. Die Rekuperation lässt sich ähnlich wie beim Ioniq 5 mit Lenkradwippen einstellen, wobei das Auto im stärksten Modus auch bis zum Stand verlangsamt. 

Als Energiespeicher wird stets eine Batterie mit 110 kWh brutto und etwa 106 kWh netto eingebaut. Der große Akku ermöglicht ordentliche WLTP-Reichweiten um die 600 km; die Werte der drei Versionen unterscheiden sich nicht stark. Damit kommt der Ioniq 9 weiter als der Ioniq 5, der bis zu 570 km schafft, gehört aber bei Weitem nicht zu den reichweitenstärksten Elektroautos – es gibt inzwischen etliche Modelle, die mehr als 700 km schaffen, der BMW iX3 liegt sogar bei über 800 km. Ob noch eine Sportversion à la Kia EV9 GT folgt, lässt Hyundai offen. Hier die wichtigsten Daten der drei Ioniq-9-Motorisierungen: 

  Ioniq 9 RWD 160 kW Ioniq 9 AWD 226 kW Ioniq 9 AWD 315 kW
Antrieb RWD 160 kW AWD 226 kW
(70+160 kW)
AWD 315 kW
(160+160 kW)
Drehmoment 350 Nm 605 Nm
(255+350 Nm)
700 Nm
(350+350 Nm)
0–100 km/h 9,4 Sek. 6,7 Sek. 5,2 Sek.
Höchstgeschwindigkeit 190 km/h 200 km/h 200 km/h
WLTP-Verbrauch 19,9 kWh 20,4–20,6 kWh 20,6 kWh
Akku netto / brutto ca. 106 / 110 kWh ca. 106 / 110 kWh ca. 106 / 110 kWh
WLTP-Reichweite 620 km 600–606 km 600 km
Max. Anhängelast 1.600 kg 2.500 kg 2.500 kg

Aufladen

Wegen des 800-Volt-Systems gehört schnelles Laden zu den Hauptvorteilen des Fahrzeugs. So wird die Batterie in nur 24 Minuten aufgeladen (10–80 %). Dass das realistisch ist, zeigten Schnelllade-Tests. In der folgenden Tabelle sehen Sie die Daten zum Aufladen. 

  Ioniq 9 RWD 160 kW Ioniq 9 AWD 226 kW Ioniq 9 AWD 315 kW
Ladeleistung AC / DC bis 11 / 233 kW bis 11 / 233 kW bis 11 / 233 kW
Ladedauer (10–80 %) 24 min 24 min 24 min
Ladegeschwindigkeit ca. 3,1 kWh/min ca. 3,1 kWh/min ca. 3,1 kWh/min
Reichweite-Nachladen 18,1 km/min bis 17,7 km/min 17,5 km/min

Die Ladegeschwindigkeit errechnet sich für alle Versionen zu 106 kWh × 0,7 / 24 min = 3,1 kWh/min. Hier erreicht der Ioniq 9 den gleichen Wert wie der Ioniq 5 mit der 84-kWh-Batterie. Das große SUV lädt aber schneller als der Kia EV9 mit 96-kWh-Akku, der nur auf 2,8 kWh/min kommt. Modelle wie der Xpeng G9 mit 92 kWh (5,2 kWh/min) oder der Zeekr 7X mit 100 kWh (4,3 kWh/min) laden jedoch deutlich schneller.

Ladekurve Hyundai Ioniq 9

Eine exemplarische Ladekurve des Ioniq 9 mit hohen Ladeleistungen bis 60% SoC 

Bild von: InsideEVs

Beim Reichweite-Nachladen errechnen sich Werte von bis zu 620 km × 0,7 / 24 min = 18,1 km/min. Das bedeutet, dass man in einer Minute Ladezeit an der DC-Säule Strom für etwa 18 km nachladen kann. Das ist ebenfalls kein Spitzenwert: Der Audi Q6 e-tron liegt bei bis zu 20,8 km/min, der Smart #5 bei bis zu 22,9 km/min und auch der Ioniq 5 ist mit bis zu 22,2 km/min besser.

Der Ioniq 9 kann auch an 400-Volt-Säulen wie etwa den älteren Tesla-Superchargern geladen werden. Wie beim Kia EV9 wird dazu der hintere Elektromotor als DC-DC-Wandler verwendet. So spart sich Hyundai einen Aufwärtswandler, wie ihn etwa der Porsche Taycan besitzt. Auch müssen die Batteriezellen nicht anders geschaltet werden wie beim Bankladen (Audi A6/Q6 e-tron und Porsche Macan Electric).

Preise und Ausstattung

Ende Juli 2026 haben sich die Preise und Ausstattungen für den Ioniq 9 verändert. Die mittlere Version heißt nun nicht mehr Techniq, sondern Centriq, zudem gibt es eine vierte Variante namens Blackline, die als Topversion eingestuft wird, aber eigentlich nur ein schwarzes Sondermodell ist. Die Preise stiegen moderat und beginnen nun bei knapp 71.000 Euro. Für das Topmodell werden fast 90.000 Euro verlangt.

  Ioniq 9 RWD 160 kW Ioniq 9 AWD 226 kW Ioniq 9 AWD 315 kW
Ioniq 9  70.850 Euro
Centriq 78.850 Euro 82.850 Euro
Uniq 86.100 Euro 88.100 Euro
Blackline 89.950 Euro

Die Basisversion Ioniq 9 (ohne Zusatzbezeichnung) bietet LED-Licht, 19-Zoll-Alufelgen, elektrisch einstellbare Vordersitze und Sitzheizung in den ersten beiden Reihen. Auch eine elektrisch bediente Heckklappe, Parksensoren vorn und hinten, eine Rückfahrkamera sowie eine Wärmepumpe sind Standard. Für 1.350 Euro kann man ein Glas-Schiebedach bestellen. Die beiden Sechssitzer-Pakete kosten jeweils 1.000 Euro, sind aber nur für die Topversionen Uniq und Blackline erhältlich.

Hyundai Ioniq 9 Uniq (2025)

Sechssitzer in Vis-à-vis-Konfiguration

Bilder von: Hyundai
Hyundai Ioniq 9 Uniq (2025)

Laderaum des 6-Sitzers mit umgeklappten Rücksitzen

Bilder von: Hyundai

Die neue Centriq-Version bietet 20-Zöller, Matrix-LED-Scheinwerfer, ein Head-up-Display, ein elektrisch einstellbares Lenkrad, eine Lederausstattung, Sitzbelüftung für die erste und zweite Reihe, Sitzheizung auch in der dritten Reihe und mehr. Die Serienausstattung der darüber positionierten Variante Uniq umfasst 21-Zöller, Radhausverkleidungen und Schweller in Wagenfarbe sowie Nappaleder-Sitze. Zu den ungewöhnlichen Extras gehören kamerabasierte Außenspiegel (1.400 Euro), die aber wieder nur für Uniq und Blackline verfügbar sind.

Die Alternativen mit sieben Sitzen sind nicht allzu zahlreich. Hier eine kleine Übersicht über die Rivalen der schwächeren Allradversion:

  Antrieb Reichweite DC-Ladetempo Preis ab
Hyundai Ioniq 9 AWD AWD 226 kW 606 km 3,1 kWh/min 82.850 €
Kia EV9 AWD AWD 283 kW 521 km 2,8 kWh/min 70.690 €
Skoda Peaq 90x AWD 220 kW 609 km 2,2 kWh/min 60.400 €
Peugeot E-5008 AWD AWD 239 kW 463 km 1,5 kWh/min 53.650 €
Volvo EX90 Twin Motor AWD 205 kW 620 km 3,3 kWh/min 96.190 €

Nimmt man mit fünf Sitzen vorlieb, kommen auch noch Chinamodelle wie der Xpeng G9 (ebenfalls mit 800 Volt) oder der BYD Tang in Frage sowie Premiummodelle wie der Lexus RZ (als Allradler ab 63.000 Euro), BMW iX (ab 83.500 Euro) oder Polestar 3 (als Allradler ab 87.900 Euro).   

Unter dem Strich

Auch wenn Hyundai vor allem Geschäftskunden ansprechen will: Der Ioniq 9 ist unserer Ansicht nach ein nobles Fahrzeug für die große Familie. Dazu passt das Fahrwerk, das komfortabel ist, sich aber kaum zum sportlichen Fahren eignet, wie wir bei unserem Test feststellten. Wie bei den anderen E-GMP-Fahrzeugen mit 800-Volt-Technik gehört das schnelle Laden zu den Hauptvorteilen, während die Reichweiten eher mittelmäßig sind. Preislich liegt der Hyundai Ioniq 9 zwischen den kleineren Modellen Peugeot E-5008 und Skoda Peaq einerseits und teureren Premiumfahrzeugen von Volvo, BMW oder Polestar.

Letzte Änderung am 15. August 2026: Umfassende Aktualisierung mit neuen Preisen und Konkurrenten