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Hyundai Ioniq 9 im Lade-Test: 24 min Ladezeit sind realistisch
An 400-Volt-Säulen dauert es allerdings etwa 40 min

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Stefan Leichsenring 
Von: Stefan Leichsenring
6. Jul. 2025 um 06:12 Uhr
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Der Hyundai Ioniq 9 ist seit wenigen Tagen bestellbar, und in zwei Wochen werden wir das große Siebensitzer-SUV mit großer 106-kWh-Batterie und 800-Volt-Technik selbst testen. Nun sind die ersten Ladetests im Internet erschienen. Sie zeigen, dass die offiziellen Daten realistisch sind: Die angegebenen 24 Minuten für den Standard-Ladehub von 10 bis 80%wurden ebenso erreicht wie die 233 kW Ladeleistung. Allerdings nur an der 800-Volt-Säule.
Das Video von TheIoniqGuy zeigt einen Ladetest des Hyundai Ioniq 9 an einer 350-kW-Säule vom US-Anbieter ElectrifyAmerica, die 800 Volt unterstützt. Der Tester lädt von fünf bis 80 Prozent, und dabei werden die offiziellen Ladedaten ziemlich genau erreicht. Da alle Ioniq 9 einen Akku mit 110 kWh brutto und etwa 106 kWh netto haben, spielt die Version keine Rolle.
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Wir haben aus den Daten das obige Diagramm gemacht. Es zeigt, dass die Ladeleistung schnell auf etwa 225 kW ansteigt. Danach wächst der Wert langsam bis auf 242 kW, die bei 55% Ladestand (SoC) erreicht werden. Danach geht es wieder abwärts. Bei 70% sind es jedoch immer noch 163 kW, bei 80% dann 134 kW. Insgesamt eine sehr ordentliche Ladekurve.
Um die höchste Lade-Performance zu erhalten, könnte man nun den SoC-Bereich zwischen 5 und 55% nutzen und dann den Ladevorgang abbrechen, wie der Tester sagt. Das sollte nach den Daten etwa 16 min dauern. Dabei verwendet man allerdings nur die Hälfte der Batterie, was beim reichweitenstärksten Modell, dem Hecktriebler mit 160 kW, einer Reichweite von nicht einmal 250 km entspricht.
Für den Alltag ist das wohl praktikabel, aber auf Langstrecken doch eher mühsam. Da wird man vermutlich eher von 10 bis 80% laden. Dafür wurden im Test 23 Minuten und 23 Sekunden benötigt – die von Hyundai angegebenen 24 min werden also problemlos erreicht.
Interessant sind auch die Erkenntnisse von Tim Levin von unserer amerikanischen Schwesterseite InsideEVs.com, der sich mit mit einem Hyundai-Experten unterhielt. Thema war das Aufladen des Ioniq 9 am Tesla Supercharger, die Erkenntnisse lassen sich aber wohl auf andere 400-Volt-Säulen übertragen. Hier muss die Spannung der Säule auf das Niveau der Batterie gehoben werden.
Hyundai verwendet dazu einen Aufwärtswandler, berichtet Tim. Der aber verringert die Ladeleistung von 233 auf 126 kW. Dadurch erhöht sich die Ladedauer von 24 auf 40 min. An der 400-Volt-Säule lädt man also deutlich langsamer.
Mehr zum Schnelladen:
Die Elektroautos mit der größten Ladegeschwindigkeit
An welchen Ladesäulen kann man mit 800 Volt laden?
Unter dem Strich
Erste Ladetests aus den USA zeigen: An Säulen, die 800 Volt unterstützen, lädt der Hyundai Ioniq 9 so schnell, wie vom Hersteller angegeben: Sowohl die 233 kW werden erreicht, als auch die Ladedauer von 24 min (10-80%). Das ist schon mal ein Wort, denn daraus und aus der ungefähren Nettokapazität von 106 kWh errechnet sich eine Ladegeschwindigkeit von 3,1 kWh pro Minute. Das reicht für Platz 7 in unserer Top-Ten-Liste (den sich der Ioniq 9 teilt mit dem Ioniq 5 mit dem neuen 84-kWh-Akku).
Aber wie immer bei 800-Volt-Autos beginnt die Krux, wenn nur eine 400-Volt-Säule zur Verfügung steht. Sowohl beim Bankladen des Audi Q6 e-tron und Porsche Macan als auch bei der Verwendung eines Aufwärtswandlers sinkt die Ladeleistung erheblich. Der Ioniq 9 landet dann bei 126 kW und die Ladedauer steigt auf 40 min. Daraus errechnet sich eine Ladegeschwindigkeit von nur noch 1,9 kWh/min, und das schaffen auch viele 400-Volt-Modelle.
Quelle: TheIoniqGuy via InsideEVs.com
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