Zum Hauptinhalt springen

Stellantis: Elektro-Transporter nun auch als Basis für Wohnmobile

Fiat E-Ducato und Schwestermodelle werden nun auch als Cargo Box BEV produziert

Fiat Ducato Cargo Box BEV
Bild von: Fiat Professional

Fiat E-Ducato, Citroen e-Jumper, Peugeot E-Boxer und Opel Movano Electric: Die großen Elektrotransporter von Stellantis sind praktisch baugleich. Sie werden allesamt im italienischen Atessa rund 250 Auto-Kilometer östlich von Rom gebaut. Der normale Kastenwagen ist bereits seit März 2023 auf dem Markt. Nun kommt die Version Cargo Box BEV hinzu, die insbesondere als Basis für Wohnmobile dient.

Die Version Cargo Box BEV bietet ein Ladevolumen von 18,3 Kubikmetern; der Innenraum misst 4.230 mm in der Länge, 2.032 mm in der Breite und 2.150 mm in der Höhe. Alternativ ist die Version L4 mit 20,5 Kubikmetern Ladevolumen bei einer Innenlänge von 4.500 mm und einer Höhe von 2.300 mm erhältlich.

Der Fiat Ducato inklusive der Schwestermodelle tritt in der gleichen Klasse wie der Mercedes Sprinter, VW Crafter, Renault Master oder Ford Transit an. Er fällt in die Verantwortung von Stellantis Pro One, der Ende 2023 gegründeten Nutzfahrzeugsparte des Konzerns. Für den Antrieb des E-Ducato sorgt ein 200 kW starker Elektromotor an der Vorderachse, der sich den Strom aus einer 110-kWh-Batterie holt. Die WLTP-Reichweite des Kastenwagens beträgt bis zu 424 km, beim Cargo Box BEV wird sie mit bis zu 323 km angegeben.

Aufgeladen wird serienmäßig mit bis zu 150 kW Gleichstrom oder 11 kW Wechselstrom. Optional wird nun auch ein 22-kW-Bordlader angeboten. Damit halbiert sich die Ladedauer an der Wallbox auf sechs Stunden.

Bildergalerie: Stellantis-Transporter-Fertigung in Atessa

Das Werk in Atessa entstand Ende der 70er-Jahre und produzierte zunächst als Società Europea Veicoli Leggeri (Sevel) Transporter für ein Joint-Venture von Fiat und PSA. Seither hat die in den Abruzzen gelegene Produktionsanlage über sieben Millionen Fahrzeuge gefertigt und gilt als größtes Werk für leichte Nutzfahrzeuge in Europa. In Atessa entstehen mehr als 2.500 Versionen von Stellantis-Transportern, von Campingfahrzeugen bis zu reinen Warentransportern, vom Verbrenner bis zum Elektroauto. 

Atessa ist auch der Sitz von Stellantis CustomFit, das die Transporter an den jeweiligen Einsatzzweck anpasst. Die Werksumrüstungen sind die Basis für weitere Anpassungen, die dann von einem globalen Netzwerk von über 550 zertifizierten Partnern vorgenommen werden. So werden Kipper oder Transporter mit optimiertem Laderaum für die Bedürfnisse von Einzelunternehmen oder Flotten möglich.

"Insbesondere der Fiat Ducato sticht als absoluter Marktführer mit großem Bekanntheitsgrad und Auszeichnungen hervor. Ab heute ist er auch mit BEV-Antrieb erhältlich." (Stellantis)

Besonders wichtig sind die Campervans und Wohnmobile auf Basis der Stellantis-Fahrzeuge, denn sie sind seit Jahren unangefochtene Marktführer in Europa mit einem Marktanteil von über 50 Prozent. Als Campingfahrzeug bekannt und beliebt ist besonders der Fiat Ducato und seine Elektroversion.

Unter dem Strich

Stellantis bietet den Elektro-Ducato und seine Schwestermodelle nun auch in der Version Cargo Box BEV an. Diese Variante dient insbesondere als Basis für Wohnmobile. Da ist der Ducato seit Jahren Marktführer – auch wenn das Fiat-Logo nicht immer am Wagen bleibt, wenn ihn die Camping-Umrüster in der Mangel hatten. Bislang sind Elektro-Wohnmobile auf Campingplätzen nach unserer Einschätzung noch selten, aber vielleicht ändert sich das in den nächsten Jahren.