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Xpeng G6 (2026) nun auch als Standard Range bestellbar

Damit stehen nun alle Preise für die neuen 800-Volt-Modelle mit LFP-Akkus fest.

Xpeng G6 AWD Performance (2026): Das Exterieur
Bild von: Xpeng

Die neuen Versionen des Xpeng G6 und G9 wurden schon im Juli 2025 vorgestellt. Fast alle Varianten der beiden 800-Volt-SUVs sind schon seit dem 11. Juli bestellbar. Nun steht auch die sechste Variante im Konfigurator, der Xpeng G6 Standard Range für 43.600 Euro. Damit stehen auch alle technischen Daten für die Basisversion fest. Wir geben Ihnen den Überblick.

Bildergalerie: Xpeng G6 AWD Performance (2026)

Xpeng G6

Beim Xpeng G6 sind nun alle drei Motorisierungen bestellbar. Die Version RWD Standard Range erhält eine etwas größere Batterie. Nach wie vor hat sie eine LFP-Chemie, aber die alte besaß eine Bruttokapazität von 66 kWh, während die neue laut Pressemeldung 68,5 kWh bietet. Das ist offenbar der Bruttowert, denn im Konfigurator werden 67,8 kWh netto genannt. Durch den größeren Akku steigt die WLTP-Reichweite leicht von 435 auf 455 km.

Erheblich vergrößert sich die maximale Ladeleistung, sie nimmt von 215 auf 382 kW zu. Wie bei den anderen G6-Varianten soll der Ladevorgang von 10 auf 80 Prozent damit nur 12 Minuten dauern. Allerdings sinkt die Antriebsleistung des Heckantriebs leicht von 190 auf 185 kW. Die Preise sind unverändert gegenüber den alten Versionen des Modelljahres 2024 (die weiter angeboten werden). Hier die Daten aus dem Xpeng-Konfigurator

  Xpeng G6
RWD Standard Range
Xpeng G6
RWD Long Range
Xpeng G6
AWD Performance
Antrieb  RWD 185 kW RWD 218 kW AWD 358 kW
0-100 km/h / Spitze 6,9 Sek. / 200 km/h 6,7 Sek. / 200 km/h 4,1 Sek. / 200 km/h
WLTP-Stromverbrauch 17,3 kWh 17,5 kWh 18,4 kWh
Batterie netto 67,8 kWh (LFP) 80 kWh (LFP) 80 kWh (LFP)
WLTP-Reichweite 455 km 525 km 510 km
Max. DC-Ladeleistung 382 kW 451 kW 451 kW
DC-Ladedauer 10-80 % 12 min 12 min 12 min
Preis 43.600 Euro 47.600 Euro 51.600 Euro

Bei der Version RWD Long Range stieg die Antriebsleistung von 190 auf 218 kW, die Sprintzeit verbesserte sich entsprechend von 6,9 auf 6,7 Sekunden. Da sich die Speicherkapazität der Batterie hier von 87,5 auf 80 kWh netto verringert, der Stromverbrauch aber gleich bleibt, reduziert sich die WLTP-Reichweite von 570 auf 525 km.

Beim Allradler AWD Performance erhöhte sich die Antriebsleistung leicht (von 350 auf 358 kW), die Sprintzeit blieb konstant. Hier stieg der Verbrauch von 17,9 auf 18,4 kWh; auch durch die kleinere Batterie schrumpft die Reichweite von 550 auf 510 km.

Bei den Versionen mit großer Batterie wird statt der NMC-Batterie mit 87,5 kWh netto nun ein LFP-Akku mit 80 kWh netto eingebaut. Hier verringert sich die Ladedauer von 20 auf nur noch 12 Minuten (10-80 %). Mehr zu Ladeleistung und Ladedauer weiter unten. 

Bildergalerie: XPeng G6 (2026) und Xpeng G9 (2026)

Xpeng G9

Das Flaggschiff Xpeng G9 ist anders als der G6 ein normales SUV; zudem ist er mit 4,89 Metern fast 15 cm länger. Hier waren von vornherein, das heißt seit Juli, alle drei Versionen bestellbar; die Preise beginnen unverändert bei 59.600 Euro. Hier wieder die Daten aus dem offiziellen Konfigurator:

  Xpeng G9 RWD
Standard Range
Xpeng G9 RWD
Long Range
Xpeng G9 AWD
Performance
Antrieb RWD 258 kW RWD 258 kW AWD 423 kW
0-100 km/h / Spitze 6,6 Sek. / 200 km/h 6,4 Sek. / 200 km/h 4,2 Sek. / 200 km/h
WLTP-Verbrauch 18,4 kWh 18,6 kWh 20,1 kWh
Batterie netto 78,2 kWh (LFP) 92,2 (LFP) 92,2 (LFP)
WLTP-Reichweite 502 km 585 km 540 km
Max. DC-Ladeleistung 445 kW 525 kW 525 kW
DC-Ladedauer 10-80 % 12 min 12 min 12 min
Preis 59.600 Euro 63.600 Euro 72.600 Euro

Beim G9 steigt die Antriebsleistung der Hecktriebler von 230 auf 258 kW. Die Basisversion sprintet aber minimal langsamer (6,6 statt 6,4 Sekunden); dafür hat sich der Verbrauch um eine Kilowattstunde auf 18,4 kWh/100 km verbessert. Statt der Batterie mit 75,8 kWh netto wird jetzt eine mit 78,2 kWh eingebaut. Wenn das die Netto-Kapazität ist (im Konfigurator heißt es Batterie-Bruttokapazität netto (kWh): 78,2), gibt es hier also eine etwas größere Batterie. Zusammen mit dem niedrigeren Verbrauch führt das dazu, dass die Reichweite von 460 auf 502 km steigt.

Bei den beiden Varianten mit großer Batterie wird statt eines NMC-Akkus mit 93,1 kWh nun eine LFP-Batterie mit nur 92,2 kWh verbaut. Dafür sinkt der Verbrauch etwas, was etwas höhere Reichweiten ergibt, nämlich 585 statt 570 km beim RWD Long Range bzw. 540 statt 520 km beim AWD Performance.

Ladeleistung und Ladedauer

Wer öfter InsideEVs.de liest, wird angesichts der hohen Ladeleistungen der neuen Xpeng-Modelle vermutlich stutzig. Bis zu 525 kW sollen möglich sein. So hohe Ladeleistungen sind an vielen Säulen gar nicht abrufbar: Wenn sich der Ladeanbieter an das Maximum von 500 Ampere Ladestrom hält, für das der CCS2-Anschluss ausgelegt ist, sind bei einem 800-Volt-Auto nur 500 Ampere x 800 Volt = 400.000 Watt möglich, also maximal 400 kW.

Doch manche Gleichstrom-Anbieter sind nicht ganz so streng bei der 500-Ampere-Grenze und erlauben rund 650 Ampere. So erreicht der bisher noch mit 400 Volt arbeitende Polestar 3 eine Ladeleistung von 250 kW (statt 500 A X 400 V = 200 kW) und das 800-Volt-Modell Smart #5 nutzt ebenfalls 650 Ampere. Wir haben uns einige Ladetests zum Xpeng G9 angesehen, wonach einige Kollegen wirklich sehr hohe Ladeleistungen und kurze Ladezeiten erzielten. 

Bei beiden neuen Modellen spricht der Hersteller von 5C-Laden, wie bereits vor einem Monat gemeldet. Die Angabe von 5C bezieht sich auf die sogenannte C-Rate: Diese gibt die Ladedauer an: 1C bedeutet, der Akku lässt sich in einer Stunde laden, 2C bedeutet eine halbe Stunde, 3C steht für 20 min, 4C für 15 min und 5C für 12 min. So gibt Xpeng an, dass sich die Akkus innerhalb von nur zwölf Minuten von zehn auf 80 Prozent aufladen lassen. 

Weitere Änderungen bei Xpeng G6 und G9

Neben der neuen Technologie bekommen die beiden SUV-Modelle von Xpeng weitere Verbesserungen – darunter eine aufgefrischte Optik außen wie innen. Diese haben wir bereits im oben verlinkten Artikel zum Facelift beschrieben. 

Neu sind jedoch die optionalen "Black Edition"-Varianten von Xpeng G6 und Xpeng G9. In Midnight Black lackierte Leichtmetallfelgen in 20 (Xpeng G6) bzw. 21 Zoll (Xpeng G9), schwarze Zierleisten sowie ein schwarzes Logo und Schriftzug gehören zu den Besonderheiten. Für den Xpeng G6 gibt es darüber hinaus eine "Starlight Wing" genannte LED-Lichtleiste, die sich über die gesamte Fahrzeugbreite bis in die Flanke zieht, und eine neue Metallic-Lackierung in "Stellar Purple“, bei dem der Farbton je nach Lichteinfall changiert.

Die alten Varianten von G6 und G9 sind nach wie vor konfigurier- und bestellbar. Die Preise sind wie erwähnt die gleichen wie bei den neuen Versionen. Alternativ gibt es auch besondere Leasingangebote: Den Xpeng G6 des auslaufenden Modelljahres 2024 gibt es für die Privatkundschaft für monatliche Raten ab 329 Euro brutto (48 Monate, 10.000 km jährlich, Anzahlung 4.010 Euro). Den alten Xpeng G9 offeriert die chinesische Marke für 499 Euro brutto pro Monat. Dieser Preis gilt für die Privatkundschaft mit den gleichen Konditionen, aber einer Anzahlung von 4.470 Euro.

Unter dem Strich

Lithiumeisenphosphat (LFP) ist auf dem Vormarsch. Xpeng baut nun bei seinen 800-Volt-SUVs G6 und G9 auch bei den höherpreisigen Varianten keine NMC-Batterie mehr ein, sondern eine mit LFP-Chemie. So wird deutlich schnelleres Laden möglich, was wohl an der hohen chemischen Stabilität von LFP liegt. Damit ist bei einem gleich guten Kühlsystem eine höhere Ladeleistung als bei NMC möglich. Außerdem dürften die Batterien für den Hersteller günstiger sein; den Preisvorteil gibt er allerdings nicht an die Kundschaft weiter.

Als Nachteil von LFP gilt die geringere Energiedichte. So sank beim Xpeng G6 mit großer Batterie die Reichweite. Der G9 kompensiert das mit sparsameren Antrieben. Schade, dass das beim G6 nicht auch möglich war, aber vielleicht ist hier das letzte Wort noch nicht gesprochen – bei chinesischen Herstellern dauern Veränderungen oft nicht so lang wie bei traditionellen aus Europa.