Mercedes GLA EQ erhält offenbar rund gerahmte Rücklichter
2026 startender Nachfolger des EQA wird diesen deutlich übertreffen – mit 800-Volt-Technik und über 700 km Reichweite.
Der neue Mercedes CLA als erstes Derivat der Mercedes Modular Architecture (MMA) ist bereits auf dem Markt, 2026 folgt nicht nur die Kombiversion namens CLA Shooting Brake, sondern wohl auch der GLA EQ sowie der GLB EQ. Einen davon, den GLA, haben nun die Erlkönig-Fachleute von Automedia fotografiert. Zum zweiten Mal. Und diesmal wird klarer, wie die Rücklichter aussehen werden.
Die neuen Bilder sehen so aus, als würden die Heckleuchten eine rundliche Umrahmung erhalten. In der Mitte der Leuchten wird wohl der vom CLA bekannte dreizackige Stern prangen, aber darum herum zeigen die Bilder einen spangenförmigen Bogen – siehe unser Titelbild. Dieser Bogen war auf den älteren Bildern nur zu erahnen.
Bildergalerie: Mercedes GLA EQ als Erlkönig (9/2025)
Ansonsten bieten die neuen Bilder kaum einen Mehrwert gegenüber den Bildern vom August. Allerdings ist die Sicht diesmal nicht von einem Verkehrsschild eingeschränkt und das Auto wurde offenbar aus geringerer Distanz fotografiert.
Der GLA EQ erhält offenbar eine ähnliche Silhouette wie der Vorgänger Mercedes EQA und der aktuelle GLA mit Verbrenner. Vielleicht wird die Karosserie etwas flacher als beim 1,62 Meter hohen aktuellen Verbrenner und beim 1,61 m hohen EQA. Die Türgriffe sind wie beim CLA und beim GLC plan integriert.
Mercedes GLA (2023) als Verbrenner: Die Front
Mercedes GLA EQ als Erlkönig (August 2025)
Schon 2023 gelangen WalkoArt erste Videoaufnahmen eines Erlkönigs. Doch die Bilder von Automedia zeigen mehr, insbesondere bei den Leuchten. Die Scheinwerfer erinnern mit ihrer Tropfenform an den Smart #1 und #3; über den Leuchten ist jeweils ein LED-Strich zu erkennen, der auch als Blinker dient:
Mercedes CLA 250+ EQ mit vielen Sternen an der Front
Mercedes GLA EQ als Erlkönig mit LED-Lidstrich
Vorne erhält der GLA eine sternförmige Lichtsignatur wie der CLA. Beim Grill wird der Neuling wohl ebenfalls dem Vorbild des CLA folgen. Das heißt, es wird einen zentralen großen Mercedes-Stern und viele kleine Sterne auf schwarzem Grund geben – beides illuminiert, damit man die Marke auch bei Nacht erkennt. Die Radläufe sind bei den Erlkönigen vom August wie bei denen vom September mit schwarzem Hartplastik ausgekleidet.
Wie den Mercedes CLA und den GLB wird es auch den GLA als Mildhybrid und als Elektroauto geben. Die Technik dürfte vom CLA übernommen werden. Das heißt unter anderem: Zwei Batterien werden angeboten. Der Akku mit NMC-Chemie auf der Kathodenseite und erhöhtem Siliciumanteil in der Graphit-Anode bietet 85 kWh Nettokapazität, während die Einstiegsvariante einen LFP-Akku mit 58 kWh erhält.
Nach einem Artikel von JesMB könnte es zudem noch den 64-kWh-Akku mit LFP-Chemie aus dem GLC geben. Danach gibt es angeblich insgesamt vier neue Batterien mit vier Modulen. Sie unterscheiden sich in der Batteriechemie sowie in der Höhe des Akkus:
| 58 kWh | 85 kWh | 64 kWh | 94 kWh | |
| Chemie | LFP | NMC | LFP | NMC |
| Batteriehöhe | 17,6 cm | 17,6 cm | 19,0 cm | 19,0 cm |
Die hohen Versionen kommen bisher nur im GLC EQ zum Einsatz, die niedrigeren im CLA. Da der GLA höher als der CLA ist, könnten hier auch die höheren Batterien passen. Die große 94-kWh-Batterie dürfte aus Kostengründen in diesem Segment allerdings nicht eingesetzt werden, argumentiert die auf Mercedes spezialisierte Website.
Während der CLA mit der 85-kWh-Batterie fast 800 km schafft, wird die Reichweite beim strömungstechnisch nicht so günstigen GLA geringer sein. Automedia spricht von rund 720 km nach WLTP. Eine 800-Volt-Architektur sorgt für schnelles Laden mit bis zu 320 kW. Damit lässt sich der große Akku in 22 Minuten von 10 auf 80 Prozent aufladen.
Auch bei den Antrieben wird sich der GLA etliches beim CLA abgucken. Vermutlich wird sowohl der 200 kW starke Heckantrieb des 250+ übernommen als auch der 260 kW starke Allradantrieb der Version 350 4Matic. Der Innenraum erhält natürlich den MBUX-Superscreen mit serienmäßig zwei, optional drei Monitoren.
Das Cockpit des Mercedes CLA 250+ mit drei Bildschirmen
Die Produktion soll wie gehabt im modernisierten Werk Rastatt erfolgen, wo auch der CLA EQ vom Band läuft. Laut Automedia soll der Bezeichnung GLA mit EQ-Technologie Ende 2026 auf den Markt kommen. Zu den Rivalen des etwa 4,40 Meter langen Neulings dürften der Mini Countryman Electric (4,43 m lang), der BMW iX1 (4,50 m lang) und der Volvo EX40 (4,44 m) gehören, während der Audi Q4 e-tron fast 20 cm länger ist.
Bildergalerie: Mercedes GLA EQ als Erlkönig (8/25)
Unter dem Strich
Der Mercedes EQA wird im Laufe des nächsten Jahres vom GLA mit EQ-Technologie abgelöst. Zu erwarten ist eine ähnliche Karosserie, aber substanziell verbesserte Technik. Dazu gehören Batterien mit bis zu 85 kWh – statt 70 kWh beim EQA. Der sparsame Antrieb dürfte für Reichweiten jenseits von 700 km sorgen, während es beim EQA maximal 561 km sind.
Von den Rivalen wird sich der Mercedes mit seiner hohen Reichweite und schnellem Laden absetzen – zumal Audi, BMW/Mini und Volvo im Segment bislang nur 400-Volt-Technik bieten. Insofern ist dem GLA EQ eine Sonderstellung gewiss. Und da der Vorgänger EQA bislang das meistverkaufte Elektroauto mit Stern darstellt, ist der Neuling auch für Mercedes selbst extrem wichtig.
Quelle: Automedia (Erlkönigbilder), JesMB (64-kWh-Akku)
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