Ari 458 Pro: Neue Version des Elektro-Leichttransporters
L7e-Kleinlaster mit 850 Kilo Zuladung, vier Euro Stromkosten auf 100 km und Preisen ab knapp 16.000 Euro netto
Ari Motors aus dem sächsischen Borna, bekannt für den Import und die Modifikation chinesischer Elektro-Nutzfahrzeuge, präsentiert den neuen Ari 458 Pro. Dabei handelt es sich um den Nachfolger des Elektro-Leicht-Transporters Ari 458. Die neue Version soll moderner, größer und belastbarer sein als der Vorgänger.
Der Ari 458 Pro hat kompakte Abmessungen von 3,82 Meter Länge, 1,49 m Breite und 1,92 m Höhe. Trotz dieser bescheidenen Größe bietet das Wägelchen eine Nutzlast von bis zu 850 Kilogramm. Die Ladefläche der Pritschenvariante misst 2.015 mal 1.400 mm und bietet damit 2,8 Quadratmeter Platz. Die Ladekante liegt auf 60 cm Höhe.
Bildergalerie: Ari 458 Pro (2026)
Zwei Akkuvarianten werden angeboten, beide mit robuster Lithium-Eisenphosphat-Chemie (LFP). Die Ausführung mit 15 kWh bietet Reichweiten von 120 bis 180 km, die Version mit 23,5 kWh ermöglicht Fahrten von 180 bis 230 km ohne Zwischenladung. Beide Batterien können an der normalen Haushaltssteckdose in rund vier bis sechs Stunden vollständig aufgeladen werden; auf der Fahrzeugseite gibt es eine Typ-2-Buchse wie sie auch Elektro-Pkws besitzen.
Angetrieben wird das Fahrzeug von einem nur 15 kW starken Heckmotor, der eine Höchstgeschwindigkeit von 71 km/h ermöglicht. Als kombinierten Stromverbrauch nennt Ari 13,2 kWh/100 km an, ohne die Norm zu nennen.
Wer mit Haushaltsstrom für 30 Cent lädt, muss also mit Stromkosten von etwa vier Euro je 100 km rechnen. Für den gleichen Preis gibt es lediglich 2,5 Liter Diesel – damit kommen kleine Dieseltransporter wie zum Beispiel der Renault Kangoo Rapid meist nur 50 km weit. Weiteres Sparpotenzial ergibt sich laut Ari durch die mögliche Sonderabschreibung von 75 Prozent. Zudem fällt bis 2030 keine Kfz-Steuer an. Und dank niedriger Wartungs- und Reparaturkosten ist der Ari 458 Pro bei der Versicherung günstig eingestuft.
Wie der Ari 458 ist auch der neue Ari 458 Pro in über 30 verschiedenen Aufbauvarianten erhältlich – zum Beispiel als Verkaufsfahrzeug, Kühlfahrzeug, Foodtruck, Kipper, Koffer, Pritsche und Pritsche mit Plane. Serienmäßig verfügt er unter anderem über elektrische Fensterheber, Zentralverriegelung mit Funkfernbedienung, MP4-Player, Bluetooth, LED-Tagfahrlicht und eine Rückfahrkamera. Optional sind unter anderem Klimaanlage, Servolenkung, Rammschutz, Anhängerkupplung (350 Kilogramm), Winterräder, eine Solaranlage zur Unterstützung der elektrischen Verbraucher oder eine individuelle Folierung verfügbar.
Eine gute Übersicht über das Fahrzeug bietet das oben eingebundene Video, in der der Ari 458 Pro von Ari-Mitgründer Thomas Kuwatsch vorgestellt wird. Ab Anfang September ist der neue Elektro-Transporteur bestellbar. Die Preise beginnen bei 15.790 Euro netto. Zum Vergleich: Der billigste Kangoo Rapid mit Diesel kostet 22.000 Euro netto.
Unter dem Strich
Der Ari 458 Pro ist eine interessante Lösung für alle, die Waren innerhalb der Stadt transportieren wollen. Dann genügen oft schon 100 km Reichweite locker, der kleine Nützling bietet jedoch bis zu 230 km. Auch die 15 kW Antriebsleistung dürften für die urbanen Anwendung ausreichen, denn da reichen 60 km/h, und der 458 Pro schafft 71 km/h. Ein dickes Plus gegenüber kleinen Dieseltransportern ist die hohe Nutzlast und die geringen Betriebskosten. Alles in allem verstehen wir nicht, warum wir in der Münchner Innenstadt nicht häufiger einen Ari-Transporter sehen.
Quelle: Ari (per E-Mail)
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