Hyundai Concept Three: Neuer Kompakt-Stromer als Studie
Sportlich und serienfern wirkendes Modell dürfte den 2026 startenden Ioniq 3 vorwegnehmen
Baut Hyundai Autos für die nächste Mondmission? Wohl kaum. Das Hyundai Concept Three soll zunächst mal die künftige Designrichtung der Marke zeigen. Und wahrscheinlich handelt es sich um einen Ausblick auf den kommenden Hyundai Ioniq 3.
Die auf der IAA 2025 vorgestellte Studie wirkt reichlich serienfern. Doch laut Autocar soll die Serienversion schon 2026 auf den Markt kommen. Die britischen Kollegen berufen sich auf Hyundai-Manager, nach denen die Serienversion wahrscheinlich Ioniq 3 heißen wird, wobei aber auch die Bezeichnungen Ioniq 2 und Ioniq 4 möglich bleiben.
Nach etlichen Teasern zeigt Hyundai auf der IAA nun die komplette Studie. Mit 4,29 Meter Länge ist sie etwa so groß wie ein VW ID.3, die Höhe ist jedoch deutlich geringer. Die Serienversion soll nach einem von Autocar zitierten Hyundai-Designer weniger breit und dafür höher ausfallen.
| Länge | Breite | Höhe | Radstand | |
| Hyundai Concept Three | 4.287 mm | 1.940 mm | 1.428 mm | 2.722 mm |
| VW ID.3 | 4.264 mm | 1.809 mm | 1.564 mm | 2.770 mm |
| Kia EV3 | 4.300 mm | 1.850 mm | 1.560 mm | 2.680 mm |
| Kia EV4 | 4.430 mm | 1.860 mm | 1.485 mm | 2.820 mm |
Die Optik ist deutlich sportlicher als beim ID.3. Das liegt an den großen Rädern, den bulligen Schwellern, dem massiven Heckdiffusor und dem auffälligen Heckspoiler, der bei der Studie offenbar nur aus einer dünnen Plastikscheibe besteht. Das transparente Teil ist wie die Scheiben gelb getönt:
Die gelb getönten Scheiben werden kaum in die Serie eingehen, aber die Grundform der Karosserie dürfte endgültig sein.
Den Karosserietyp bezeichnet Hyundai als "Aero Hatch", was wohl die aerodynamisch günstige Grundform und die große Heckklappe andeuten soll. Ein Hyundai-typisches Designelement sind die "Parametric Pixel"-Leuchten vorne und hinten. Neu ist aber, dass sie einen Farbverlauf zeigen. Die gegenläufig öffnenden Türen gehören dagegen in den Bereich des Studien-Klimbims, genauso wie die kamerabasierten Außenspiegel.
Dünne Plastikscheibe als Spoiler und ein massiver Diffusor: Das Heck des Concept Three
Innen setzt Hyundai auf ein schlichtes Design, aber alles wirkt noch sehr steril und künstlich – wie in einem Krankenhauszimmer. Zu diesem Eindruck tragen die hellen Farben Hellgelb und Hellgrau bei. Noch nicht seriengerecht wirken auch die kleinen Displays, aber vielleicht geben sie einen Hinweis auf eine spartanische Basisversion, bei der das eigene Smartphone zur Navigation herhalten muss. Hyundai bezeichnet diesen Ansatz als "Bring Your Own Lifestyle (BYOL)". An etlichen Stellen sind zudem Easter Eggs in Form einer Figur namens Mr. Pix versteckt.
Das Interieur wirkt noch alles andere als serienreif, und das nicht nur wegen der zitronengelben Sitze.
Zu den technischen Daten hält sich Hyundai noch bedeckt. Aber man muss kein Hellseher sein, um zu vermuten, dass sie ähnlich ausfallen werden wie beim Kia EV3 oder Kia EV4. Das würde bedeuten, dass ein 150-kW-Frontmotor den Antrieb übernimmt und Akkus mit 58 bzw. 81 kWh brutto eingebaut werden.
Bis 2027 will Hyundai von jedem in Europa erhältlichen Verbrennermodell eine elektrifizierte Version anbieten. Bis 2030 soll es weltweit insgesamt 21 batterieelektrische Modelle geben. Außerdem will Hyundai seine Brennstoffzellen-Technik weiterentwickeln, schreibt die Marke.
Bildergalerie: Hyundai Concept Three (2025)
Unter dem Strich
Während Kia mit dem EV3, dem EV4 und dem EV5 schon etliche Modelle auf Basis der Frontantriebs-Version des E-GMP-Baukastens vorgestellt hat, hinkt Hyundai noch etwas hinterher. Die Serienversion des Concept Three dürfte nun das Ende der Zurückhaltung markieren. Wir vermuten, dass die Studie einen Ioniq 3 vorwegnimmt, und dass weitere Modelle wie ein Ioniq 4 und 5 bald folgen werden.
Bildergalerie: Hyundai Concept Three auf der IAA 2025
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