Der aktuelle Mercedes EQC ist tot; schon im Frühjahr 2023 lief die Produktion des Elektro-SUVs aus, bestellbar ist das Auto schon länger nicht mehr. Doch der Nachfolger ist in Sicht: Unsere Erlkönig-Jäger haben die nun viel rundlicher erscheinenden Crossover bereits erwischt. Anders ist das mit der Limousinenversion. Doch auch die ging nun unseren Spezialisten ins Netz.

Ein elektrisches Äquivalent zur C-Klasse bestätigte Mercedes-Technikvorstand Markus Schäfer schon im März 2021 – zumindest beinahe. Schäfer sagte damals, so ein Auto würde wohl auf der Mercedes Modular Architecture (MMA) basieren und frühestens 2024 starten. Ob das Auto EQC Limousine heißen wird oder als elektrische C-Klasse vermarktet wird, bleibt unklar.

Bildergalerie: Mercedes EQC Limousine (C-Klasse) als Erlkönig

Die Bilder zeigen ein Auto mit einem recht kurzen, steil abfallenden Heck. Ein großer Kofferraum ist von einem solchen Modell wohl nicht zu erwarten. Ob das Auto wie der EQS eine große Heckklappe oder nur einen kleinen Kofferraumdeckel à la EQE hat, ist aufgrund der Tarnung nicht auszumachen.

Mercedes EQC Limousine als Erlkönig

Mercedes EQC Limousine als Erlkönig

Mercedes CLA auf MMA-Basis als Erlkönig

Mercedes CLA auf MMA-Basis als Erlkönig

Wohl durch das kurze Heck wirkt das Modell gedrungener als der Erlkönig des Mercedes CLA, obwohl die elektrische C-Klasse ja eine Klasse höher antritt. Die Fronthaube ist weit nach unten gezogen, die Scheinwerfer wirken konventionell – von der sternförmigen Lichtsignatur, wie sie am CLA Concept (und auch am Erlkönig) zu sehen war, ist hier nichts zu bemerken. Auch die Rückleuchten sind auffällig unauffällig. Möglicherweise handelt es sich bei beidem noch um Fakes. 

Auch dass die Felgen vorne und hinten unterschiedlich sind, deutet noch auf ein serienfernes Modell hin. Die Türgriffe sind konventionell ausgeführt, außerdem hat das Auto ein Glasdach, das etwa von der B- bis zur C-Säule reicht.  

Während der CLA auf der Mercedes Modular Architecture (MMA) basiert, wird die elektrischen C-Klasse wohl die neue Plattform MB.EA als technische Basis nutzen. Damit erhält das Auto 800-Volt-Technik und kann dementsprechend schnell laden. Für den Antrieb dürften die neuen Axialflussmaschinen der Mercedes-Tochter Yasa genutzt werden. Der Strom könnte wie beim Mercedes EQXX aus einer 100-kWh-Batterie kommen. 

Im Jahr 2021 deutete Mercedes an, dass MMA im Jahr 2024 startet, und dass bis 2025 auch die EA-Plattformen auf dem Markt sein würden. Demnach wäre die elektrische C-Klasse wohl erst für übernächstes Jahr zu erwarten. Als Mittelklassemodell wird der Neuling gegen das Tesla Model 3, den BMW i4 und den Hyundai Ioniq 6 antreten, oder auch gegen den VW ID.7. Der Preis wird aber wie bei Mercedes üblich höher sein. Unter 60.000 Euro wird man das Auto wohl nicht bekommen.