Porsche Cayenne Electric: Erste Bilder von Cockpit und Kofferraum
Neuling bekommt senkrechten Touchscreen mit Knick, ein gebogenes Instrumentendisplay, einen Beifahrermonitor und ein Head-up-Display.
Der Porsche Cayenne Electric wird erst gegen Ende des Jahres unverhüllt gezeigt. Aber nun veröffentlicht Porsche erste Bilder vom Cockpit des großen Elektro-SUVs. Wer wie wir befürchtet hatte, dass der Touchscreen so klein wie beim Macan ausfällt, den können wir beruhigen. Außerdem gibt es erste Bilder und Angaben zum Kofferraum.
Porsche hat sich etwas Neues für das Cockpit des elektrischen Cayenne einfallen lassen. Der Touchscreen wird hier senkrecht eingebaut, und er hat einen abgerundeten Knick im unteren Bereich. So wird die Fläche in einen oberen Anzeigebereich und einen unteren Bedienbereich gegliedert. Von Porsche wird das Ganze als Flow Display bezeichnet.
Porsche Cayenne Electric: Das Cockpit
Darunter gibt es ein Polster, auf der man seine rechte Hand legen kann. Das Polster nennt Porsche Ferry Pad. Denn als Inspirationsquelle für das Polster diente ein Foto vom Sohn des Porsche-Gründers, der das Unternehmen von 1944 bis 1972 leitete. Darauf lässt Ferry Porsche seine Rechte auf der Mittelkonsole ruhen – eine Pose, die das Designteam an einen König auf seinem Thron erinnerte. Praktischer Vorteil: Mit der abgestützten Hand kann man die Tastatur zum Beispiel bei der Eingabe des Navigationsziels gut bedienen.
Das geknickte "Flow Display" mit diversen Einstellmöglichkeiten
Wegen des Knicks gibt Porsche keine Größe für das Flow Display an. Dazu kommen ein 14,25 Zoll großes Display für die Instrumente, ein Head-up-Display wie beim Macan und optional ein 14,9 Zoll großes Beifahrerdisplay.
Wie beim Macan läuft im Cayenne ein Betriebssystem auf Basis von Android Auto. So sind Google Maps, Google Assistant und Google Play verfügbar. Zudem hebt Porsche die konfigurierbaren Widgets hervor sowie die "Persönlichen Einstellungen": Manche Einstellungen müssen beim Systemstart immer wieder zurückgesetzt werden. Über dieses Menü können die individuellen Präferenzen aber mit nur zwei Klicks reaktiviert werden.
Und die Sprachbedienung beantwortet auch komplizierte Anfragen wie: "Ich möchte in einem italienischen Restaurant mit vegetarischen Gerichten und guter Internet-Bewertung essen." Auch bei Fragen zur Fahrzeugbedienung kann das System helfen.
Entriegelt wird auf Wunsch auch per Digital Key. Dazu ist keine eigenen App nötig, sondern man kann den digitalen Schlüssel in der Apple Wallet oder Android Wallet abspeichern. Somit sind auch Smartwatches geeignet, die eine solche Wallet besitzen. Alternativ kann man die May Porsche App verwendet, die dann auch hilft, des Auto zu finden. All das kann auch hilfreich sein, wenn man morgens in der Hektik vor einem wichtigen Geschäftstermin den physischen Schlüssel nicht findet. Natürlich kann man die Zugangs- und/oder Fahrberechtigung auch weitergeben.
Das Glas hat eine Fläche von zwei Quadratmetern. Das elektrochrome Glas kann per Knopfdruck von transparent auf matt umgestellt werden, und zwar nicht nur für die ganze Fläche, sondern auch teilweise. Bei Semi sind 40 Prozent der Fläche matt, bei Bold 60 Prozent. Außerdem lässt sich der vordere Part als Schiebedach öffnen.
Im Fond gibt es serienmäßig elektrisch verstellbare Sitze. Hier lässt sich nicht nur die Lehnenneigung anpassen, sondern man kann die Möbel auch in Fahrtrichtung um 15 cm längs verschieben.
Der Kofferraum fasst 553 bis 1.588 Liter. Die Rücksitze kann man im Verhältnis 40:20:40 umklappen. Das ist auch elektrisch per Knopfdruck vom Kofferraum aus möglich. Dazu kommt noch ein Frunk, dessen Volumen Porsche noch nicht angab. Zudem kann der Wagen bis zu 3,5 Tonnen schwere Anhänger ziehen – das dürfte ein neuer Elektroauto-Rekord sein.
Unter dem Strich
Porsche hat sich für das Cockpit des elektrischen Cayenne etwas Neues einfallen lassen. Zum Fahrerplatz hin gekrümmte Displays kennen wir schon von anderen Marken, aber hier kommt noch ein geknickter Touchscreen hinzu. Auf dem unteren Teil wird die Tastatur angezeigt, auf der man zum Beispiel das Navi-Ziel eingibt. Ruht die Hand auf dem Ferry Pad, einem davor platzierten Pölsterchen, kann man sie besonders gut bedienen.
Quelle: Porsche
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