Maserati Grecale Folgore: Mehr Reichweite durch Disconnect-System
Das Elektro-SUV mit dem 410-kW-Allradantrieb kann künftig die Vorderachse abkoppeln, wenn nicht die ganze Kraft nötig ist.
Die Elektroversion des Maserati Grecale erhält zum Modelljahr 2026 neue technische Lösungen für mehr Effizienz, Reichweite und Performance. Die wichtigste Neuheit ist das AWD-Disconnect-System: Wenn kein Allradantrieb erforderlich ist, kann damit die Vorderachse abgekoppelt werden, sodass nur noch die Hinterachse angetrieben wird. Das reduziert den Stromverbrauch und erhöht die Reichweite auf bis zu 580 Kilometer – bisher wurden 431-501 km angegeben.
Der Wechsel zwischen Allrad- und Hinterradantrieb erfolgt in nur 500 Millisekunden durch die Trennung der vorderen Antriebswellen von den Radnaben – vermutlich mit einer mechanischen Kupplung wie bei Mercedes oder Hyundai.
Die Kupplung und damit das An- und Abkoppeln wird automatisch gesteuert. Dazu nutzt das Traktionsmanagement diverse Sensoren. Pro Sekunde werden Tausende Parameter berücksichtigt, darunter Daten zu Drehmomentbedarf, Bremstemperatur, Straßengefälle, momentane Geschwindigkeit und Beschleunigung, Fahrmodus, Außentemperatur sowie Fahrdynamiksystemen wie ABS, ESP, ASR und Torque Vectoring. Die vorausschauende Analyse soll jederzeit die effizienteste Antriebskonfiguration sicherstellen, ohne Kompromisse bei Traktion und aktiver Sicherheit einzugehen.
Bildergalerie: Maserati Grecale Folgore (2026)
Der Elektro-Grecale 2026 besitzt außerdem eine automatische Vorkonditionierung, welche die Batterie thermisch aus Schnellladen vorbereitet, wenn man eine DC-Ladestation als Navi-Ziel eingibt. Auch eine Laderoutenplanung bietet das Modell. Nach wie vor berücksichtigt es Ladestand, Fahrstil und Höhenprofil, integriert automatisch alle Ladestopps und minimiert die Reise- inklusive Ladezeit. Neu ist eine visuelle Darstellung der dynamisch ermittelten Restreichweite am Display.
Mit dem Modelljahr 2026 wird zudem das Angebot für die gesamte Grecale-Modellreihe noch breiter – mit spezifischen Ausstattungsmerkmalen, einer umfangreicheren Farbpalette und eine Reihe exklusiver Individualisierungsoptionen. Für den Grecale sind damit 32 Außenfarben möglich, darunter sechs neue. Hinzu kommen acht verschiedene Interieurs und vier verschiedene Bremssattelfarben.
Drei Innenausstattungen aus dem Fuoriserie-Indvidualisierungsprogramm sind ab sofort serienmäßig erhältlich: Premium Pelle Ghiaccio, Sportleder Nero/Rosso und Sportleder Nero/Giallo. Hinzu kommen acht Optionen für die Sitze.
Unter dem Strich
Der Maserati Grecale Folgore hat einen 410 kW starken Allradantrieb, mit dem der Sprint auf Tempo 100 in nur 4,1 Sekunden erfolgen soll. Die 105-kWh-Batterie sorgte bisher für maximal 501 km WLTP-Reichweite, was für ein 4,87 m langes Mittelklasse-SUV wirklich etwas wenig ist. Nun erhält das Modell eine Kupplung, mit der die Vorderachse abgekoppelt werden kann. Dadurch steigt die Reichweite auf bis zu 580 km.
Allgemein kann man bei einem elektrischen Allradler die Vorderachse auf verschiedene Weise stilllegen, wenn nicht die ganze Kraft und Traktion erforderlich sind. So kann man einen Elektromotor einbauen, dessen Rotor-Feld induktiv oder durch Elektromagnete erzeugt wird, wie einen Asynchronmotor (ASM) oder einen elektrisch erregten Synchronmotor (EESM).
Wenn man einen Permanentmagnetmotor (PSM) einsetzen will, kann man ihn entweder immer leicht bestromen, damit er nicht bremst – so ist es zum Beispiel beim Porsche Macan. Das kostet natürlich Reichweite. Oder man baut eine mechanische Kupplung ein wie Mercedes oder Hyundai. Maserati hat sich für die letztgenannte Lösung entschieden und spart damit offenbar ordentlich Strom: 580 statt 501 km sind eine wirkliche Verbesserung.
Quelle: Maserati
Auch interessant
Maserati Grecale Folgore erhält 400 kW starken Allradantrieb
Peugeot-Löwentage: Bis zu 6.100 Euro Rabatt auf Elektro-SUVs
Maserati Grecale Folgore bekommt 105-kWh-Akku und 800 Nm
Tesla Model Y (2026): Übersicht mit allen Daten und Preisen
Stellantis veröffentlicht neuen Modell-Fahrplan für 2022/2023
MAN eTGM: Neuer elektrischer 16-Tonnen-Lkw vorgestellt
Mercedes-AMG GT 4-Türer EQ: Premiere am 20. Mai deutscher Zeit