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Neuzulassungen: Elektroauto-Anteil sinkt trotz neuer Prämie

Gesamtmarkt wächst, aber Elektro-Anteil sinkt leicht auf 21,9 Prozent. Und das trotz der neuen 6.000-Euro-Förderung und hoher Rabatte.

Diagramm: BEV-Anteile in Deutschland nach Monaten bis Februar 2026
Bild von: InsideEVs

Der Anteil von Elektroautos am Gesamtabsatz in Deutschland, kurz BEV-Anteil genannt, sank im Februar 2026 minimal auf 21,9 Prozent. Das geht aus einer Pressemeldung des Kraftfahrt-Bundesamts (KBA) hervor. Im Vormonat hatte der Wert noch bei 22,0 Prozent gelegen.

Im Vergleich zum Februar 2025 aber lässt sich eine deutliche Steigerung feststellen, denn damals lag der BEV-Anteil noch bei 17,7 Prozent. Überhaupt steigerte sich die Messzahl in den letzten Monaten fast kontinuierlich, wie aus dem obigen Diagramm auf Basis der KBA-Zulassungszahlen hervorgeht. 

Die neue Förderung für Elektroautos, die für alle Neuzulassungen rückwirkend ab 1. Januar gilt, schlägt sich in den neuen Daten nicht oder nur wenig nieder. Auch die enormen Rabatte, welche die Hersteller seit Januar gewähren, machen sich noch nicht bemerkbar.

Citroën e-C3 (2024)

Den Citroën e-C3 gibt es derzeit schon für unter 8.000 Euro, wenn man die maximale Staatsförderung von 6.000 Euro und den ebenso hohen Herstellerrabatt einbezieht

Bild von: Citroën

In den Jahren seit 2020 stieg der BEV-Anteil an den Neuzulassungen von Jahr zu Jahr. Allerdings gab es 2024 einen herben Einbruch, der wohl auf die Ende 2023 gestrichene Elektroauto-Förderung zurückzuführen ist. 2025 erholte sich der Elektroauto-Anteil, obwohl der Staat nichts zugab.

Diagramm: BEV-Anteil in den letzten Jahren

In den letzten Jahren schwankte der BEV-Anteil stark. Im Jahr 2024 war er wegen der gestrichenen Förderung deutlich niedriger als zuvor und danach

Bild von: InsideEVs

Über alle Antriebsarten hinweg wurden im Februar 2026 genau 211.262 Pkw neu in Deutschland zugelassen, was einem Anstieg von 3,8 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat entspricht. Davon wurden rund zwei Drittel gewerblich, nur ein Drittel privat zugelassen.

Von den rund 211.000 Neuzulassungen entfielen 46.275 auf batterieelektrische Autos (BEVs), woraus sich der genannte Anteil von 21,9 Prozent errechnet. Im Vorjahresmonat, also im Februar 2025, wurden nur 35.949 BEVs und 203.434 Pkw insgesamt zugelassen.

Smart als rein elektrische Marke verzeichnete gegenüber dem Vorjahresmonat ein Plus von 27 Prozent. Die Zahlen von Tesla führt das KBA anders als sonst in seiner Mitteilung nicht auf. Die genauen, nach Marken und Modellen aufgeschlüsselten Elektroauto-Neuzulassungen will das KBA erst am 6. März veröffentlichen, also am Freitag. 

Unter dem Strich

Seltsam, wir hatten eigentlich gedacht, dass die Elektroauto-Verkäufe dieses Jahr deutlich höher sein müssten als Ende 2025. Schließlich gibt es bis zu 6.000 Euro vom Staat dazu. Dazu kommen erhebliche Rabatte: VW gewährt je nach Modell 4.000 oder 5.000 Euro Nachlass, Ford gibt 5.000 Euro zu, Citroën verdoppelt die Staatsprämie – und das sind nur einige Beispiele.

Das scheint die Kundschaft aber nicht wirklich zu beeindrucken. Halten die Leute einfach wegen der vielen geopolitischen Krisen ihr Geld zusammen? Das auch nicht, denn der Gesamtabsatz stieg gegenüber dem Februar 2025 moderat. Möglicherweise wartet die Kundschaft ab, bis die genauen Förderrichtlinien veröffentlicht werden. Gerüchteweise ist zu hören, dass möglicherweise doch nur Fahrzeuge aus europäischer Produktion gefördert werden.