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Elektroauto-Förderung läuft zum 17. Dezember 2023 aus
Bundeswirtschaftsministerium bestätigt Medienbericht

Stefan Leichsenring 
Von: Stefan Leichsenring
Aktualisiert: 16. Dez. 2023 um 15:30 Uhr
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Anträge auf eine Elektroauto-Förderung werden nur noch bis zum morgigen Sonntag (17. Dezember) angenommen. Bereits eingegangene Anträge werden weiter bearbeitet, zugesagte Förderungen werden auch gewährt.
Das geht aus übereinstimmenden Medienberichten hervor, die sich auf eine Mitteilung des Bundeswirtschaftsministeriums berufen, unter anderem bei FAZ.net und bei n-tv.de. Bereits am Donnerstag hatte das Handelsblatt berichtet, dass Neuanträge auf den Umweltbonus nur noch bis zum Jahresende entgegengenommen würden. Das gehe aus einem Übersichtspapier zum Klima- und Transformationsfonds (KTF) der Bundesregierung hervor. Möglicherweise in Reaktion auf den Medienbericht wurde der Förderungs-Stopp offenbar nochmal um zwei Wochen vorgezogen.
Nach der Einigung der Ampel-Regierung zum Haushalt 2024 am Mittwoch sagte Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck, die Förderung für Elektroautos solle früher auslaufen als geplant. Bislang sollte es den Umweltbonus bis 2025 geben, für 2024 war eine reduzierte Förderung geplant.
Nach dem Urteil des Bundesverfassungsgerichts musste die Bundesregierung in aller Eile ihre Haushaltspläne für 2024 umstellen. Denn nun fehlten plötzlich etliche Milliarden. Ein Punkt in der Liste der Einsparungen ist ein früheres Aus für die E-Auto-Förderung. Diese hat seit der Einführung im Sommer 2016 fast 10 Milliarden Euro an Steuermitteln gekostet – für reine Elektroautos (BEVs) und Plug-in-Hybride (PHEVs) zusammen. Vor allem die Förderung der PHEVs wurde oft kritisiert – weil diese oft gar nicht im Elektromodus unterwegs waren.
Wirkung gezeigt hat die Förderung durchaus, wie an dem beeindruckenden Hochlauf der Elektromobilität zu sehen ist. Inzwischen fahren rund 1,3 Millionen reine Elektroautos auf deutschen Straßen. Ob es auch ohne Förderung so weiter geht, müssen wir wohl abwarten. Das Ziel der Bundesregierung, bis zum Ende des Jahrzehnts auf 15 Millionen Stromer zu kommen, gilt allerdings schon länger als unerreichbar.

Auch viele Branchen-Fachleute befürchten nun ein Einknicken der Verkaufszahlen. Der Absatz von reinen Elektroautos könnte 2024 erstmals schrumpfen. Ferdinand Dudenhöffer vom Center Automotive Research (CAR) in Duisburg glaubt, dass der Verkauf nun 90.000 bis 200.000 Fahrzeuge geringer ausfällt. Der BEV-Anteil am Gesamtmarkt könnte von rund 18 Prozent im laufenden Jahr auf nur noch elf Prozent 2024 fallen, so der Experte.
Andere Fachleute waren nicht ganz so pessimistisch. Der Marktforscher Benjamin Kibies von Dataforce rechnete wegen der ohnehin verringerten Förderung nur mit einem kleinen Plus. Mit dem kompletten Wegfall der Förderung wäre aber ein Rückgang der Zulassungen zu erwarten.
Auch andere Akteure der Branche äußerten sich entsetzt. So sprach der Zentralverband des Deutschen Kraftfahrzeuggewerbes wie auch der ADAC von einem Dämpfer für den Hochlauf der Elektromobilität in Deutschland. Die Chefin des Verbands der deutschen Autoindustrie VDA hält das Ende des Umweltbonus für eine Fehlentscheidung.
Von Januar bis November 2023 wurden nach der Neuzulassungs-Statistik des Kraftfahrtbundesamts (KBA) rund 470.000 Elektroautos verkauft. Bei einem Gesamtmarkt von 2,6 Millionen Autos in den ersten elf Monaten des Jahres ergibt sich ein BEV-Anteil von 18 Prozent. Gegenüber dem Gesamtjahr 2022 änderte sich der BEV-Anteil nur hinter dem Komma. Zufällig waren auch die absoluten Zahlen für das Gesamtjahr 2022 fast identisch mit den Zahlen für die ersten elf Monate 2023: Rund 470.000 BEVs wurden verkauft, bei einem Gesamtmarkt von 2,6 Millionen Autos.
Mehr zur Elektroauto-Förderung:
Elektroauto-Förderung in der EU: So viel gibt es anderswo
Missbrauch des Umweltbonus bei fast jedem vierten Tesla
Unser Titelbild zeigt das meistverkaufte Elektroauto in Deutschland, das Tesla Model Y.
Quelle: Handelsblatt, FAZ.net, n-tv.de
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