Zum Hauptinhalt springen

Für eine persönlichere Erfahrung

Stellantis: Künftig Jeep, Ram, Peugeot und Fiat stärker im Fokus?

Konzern will angeblich die Entwicklungsbudgets auf vier Kernmarken konzentrieren. Der Plan wird am 21. Mai veröffentlicht.

Stellantis-Marken (2021)
Bild von: Stellantis

DS, Lancia und Maserati: Diese Marken werden oft als Wackelkandidaten im 14-Marken-Universum des Stellantis-Konzerns eingeordnet. Doch der alte Konzernchef Carlos Tavares wehrte Streichpläne stets ab. Nachfolger Antonio Filosa will nun am 21. Mai ein Strategie-Update geben. Angeblich will auch er keine Marken streichen, sich aber auf die Kernmarken Jeep, Ram, Peugeot und Fiat konzentrieren. 

Der Großteil der Investitionen soll in diese vier Marken fließen, sagten fünf verschiedene Quellen gegenüber Reuters. Während die vier Hauptmarken ein größeres Entwicklungsbudget bekommen sollen, würden Citroën, Opel, Alfa Romeo und andere wohl zurechtgestutzt. Der Plan soll durch den Hauptaktionär Exor unterstützt werden, der von der Fiat-Gründerfamilie Agnelli kontrolliert wird.

Der Aktienkurs von Stellantis ist seit dem Höchststand im März 2024 von knapp 27 Euro auf unter sieben Euro gefallen. Im Februar kündigte der Konzern an, das Angebot bei Elektroautos an die Nachfrage anzupassen, die geringer sei als angenommen. Das führte zu Abschreibungen und einem Nettoverlust im Gesamtjahr 2025 von 22 Milliarden Euro.

Diagramm: Stellantis-Marktanteil in Europa und den USA

Der Stellantis-Marktanteil in Europa und den USA ist rückläufig

Bild von: Reuters (Daten) / InsideEvs

Eine Marke wiederzubeleben, wenn sie einmal eingestellt worden sei, wäre schwierig, sagten einige Quellen. Doch sollen künftig die vier stärksten Zugpferde das meiste Kapital erhalten. Jeep, Ram, Peugeot und Fiat seien wegen der hohen Absätze und Gewinne am wichtigsten. Offenbar sollen nur noch die Kernmarken Plattformen und Technologien entwickeln, die dann von den anderen Marken nur noch in puncto "Look and Feel" angepasst werden. Auch ein "Rebadging" einiger Modelle für bestimmte Märkte werde erwogen.

Schon bisher nutzen die Stellantis-Marken vor allem konzernübergreifende Plattformen wie CMP, EMP2, STLA Medium und STLA Large. Dabei handelt es sich um "Multi-Energy"-Plattformen, die neben dem reinem Elektroantrieb auch andere Antriebe unterstützen. Bei der Anpassung haben die einzelnen Marken aber Freiheiten, die künftig beschnitten werden könnten.

Unter dem Strich

Stellantis plant angeblich, seine Investitionen künftig stärker auf vier Kernmarken zu fokussieren. Dabei dürften Jeep und Ram die Führung in den USA übernehmen, für Europa wären Peugeot und Fiat zuständig. Andere Marken wie Citroën oder Opel bekämen weniger Entwicklungsbudget. Was das genau bedeutet, erfahren wir wohl frühestens am 21. Mai. Dann will Stellantis in Detroit ein Strategie-Update geben. 

Unser Titelbild zeigt die Logos der Stellantis-Marken. Es gibt den Stand von 2021 wieder, Leapmotor fehlt deshalb noch.