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BMW iX4 (2026) erwischt: Neue Klasse, die Dritte

Die Münchener legen beim Elektro-Coupé offenbar mehr Wert auf Design als Platzangebot

BMW iX4 (2026) Erlkönig
Bild von: Automedia

Wer beim Autokauf auf Alltagstauglichkeit und maximales Kofferraumvolumen setzt, sollte beim neuen BMW iX4 besser wegschauen. Die Münchener schicken den nächsten Ableger ihrer "Neuen Klasse" auf die Straße und machen damit eines unmissverständlich klar: Design schlägt Nutzwert. Der iX4, der jetzt als Erlkönig gesichtet wurde, richtet sich wohl vor allem an jene Käuferschicht, die eine sportliche Optik über reine Zweckmäßigkeit stellen.

Wie bereits vor einigen Monaten berichtet, ist die Verwandtschaft zum praktischen iX3 nicht zu übersehen. Die Frontpartie wirkt fast identisch, doch ab der Windschutzscheibe beginnt der visuelle Unterschied: Die A-Säulen wölben sich stärker, das Dach fällt in einem aggressiven Schwung nach hinten ab und mündet in einer kantigen Heckklappe. BMW zielt mit diesem Modell offenbar bewusst auf eine Klientel, die bereit ist, für die Optik Kompromisse einzugehen.

Bildergalerie: BMW iX4 (2026) Erlkönig

Am Heck übernimmt der iX4 die Aussparung für das Kennzeichen im Stoßfänger vom iX3. Die Rückleuchten wirken allerdings weiter voneinander entfernt, wobei es sich dabei noch um provisorische Leuchteinheiten oder optische Effekte durch die Tarnfolie handeln könnte.

Auch bei den Rädern dürfte es Überschneidungen zwischen beiden Modellen geben. BMW könnte dem iX4 allerdings exklusive Felgendesigns sowie spezielle Lack- und Interieurfarben spendieren, um das Coupé stärker von seinem deutlich praktischeren Bruder iX3 abzugrenzen.

Innenraum des iX4 nahezu identisch mit dem iX3

Im Cockpit wird der neue iX4 aber weitgehend das Layout des iX3 übernehmen. Dazu gehören das extrem breite Panoramadisplay am unteren Rand der Windschutzscheibe sowie der große zentrale Touchscreen. Hinzu kommen versteckte Lüftungsdüsen, ein reduziertes Armaturenbrett, das neue Vierspeichen-Lenkrad und die neu gestaltete Mittelkonsole.

BMW iX4 (2026) Erlkönig
Bild von: Automedia

Der wichtigste Unterschied zwischen dem iX3 und seinem neuen Bruder iX4 bleibt die coupéhafte Dachlinie, die dem Modell zwar eine dynamischere Silhouette verleiht, gleichzeitig aber zulasten von Kopffreiheit im Fond und vor allem dem Kofferraumvolumen geht.

Bis zu 645 Nm und 644 Kilometer Reichweite

Aus technischer Sicht werden sich iX3 und iX4 stark ähneln. Zum Marktstart dürfte der BMW iX4 50 xDrive mit zwei Elektromotoren antreten. Die Systemleistung soll bei 463 PS (345 kW) liegen, das maximale Drehmoment bei 645 Nm. Damit sprintet das Modell voraussichtlich in 4,7 Sekunden von 0 auf 100 km/h und erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von 209 km/h.

Die angepeilte Reichweite liegt laut EPA-Schätzung (Verbrauchstest der US-Umweltbehörde, der als realistischer gilt als etwa unser WLTP-Zyklus) bei rund 644 Kilometern, wobei dem iX4 die abfallende Dachlinie etwas entgegenkommen dürfte. Dank 400-kW-Ladetechnik soll der Akku in nur 21 Minuten von 10 auf 80 Prozent geladen werden können.

Marktstart des neuen BMW iX4 wohl erst 2027

Der neue iX4 ersetzt künftig den bisherigen BMW X4 und wird ausschließlich als Elektroauto angeboten. Die Premiere dürfte vermutlich gegen Ende 2026 erfolgen, der offizielle Marktstart anschließend im Laufe des Jahres 2027. Preise sind natürlich noch nicht bekannt.