Enorme Nachfrage: BMW startet i3-Bestellungen viel früher als geplant
BMW wollte die Orderbücher für den elektrischen 3er eigentlich erst im Herbst öffnen. Die Kunden hatten andere Ideen
BMW hat ein neues Problem – allerdings eines von der angenehmen Sorte. Nachdem bereits das Neue Klasse-SUV iX3 einen sehr guten Start hingelegt hat, scheint es beim kommenden i3 noch besser auszusehen. Demnach öffnen die Münchner die Bestellbücher für die i3 Limousine nun deutlich früher als geplant. Der Grund: Die Nachfrage nach der elektrischen 3er-Reihe ist schon jetzt enorm.
Laut einem Bericht der Automobilwoche will BMW in Deutschland bereits in dieser Woche Bestellungen für eine „1st Edition“ des i3 annehmen – und damit Monate vor dem ursprünglich für den Herbst vorgesehenen Start. Der Produktionsplan der elektrischen 3er-Reihe soll von der überraschenden Vorverlegung unberührt bleiben: Der Produktionsstart ist weiterhin für August vorgesehen.
Zunächst wird es nur eine Variante geben: den i3 50 xDrive. Der erzielt eine bemerkenswerte Reichweite von 900 Kilometer laut WLTP.
Dieser Wert geht vor allem auf den 800-Volt-Antriebsstrang der nächsten Generation sowie von BMW selbst entwickelte zylindrische Batteriezellen zurück. Der i3 bringt es dank zweier Elektromotoren auf insgesamt 345 kW Leistung und 645 Nm Drehmoment. Der Akku, der 108,7 kWh Energie speichert, lässt sich mit bis zu 400 kW laden – für eine Ladung von 10 auf 80 Prozent in 22 Minuten.
Bildergalerie: Der neue BMW i3
Ähnlich wie beim iX3 dürfte der neue i3 später auch mit einem kleineren Akku und einer effizienteren Auslegung mit Hinterradantrieb angeboten werden. Mit einer Leistung von 235 kW (320 PS, 150 PS weniger als der 50) und einem maximalen Drehmoment von 500 Nm ist der iX3 40 keineswegs untermotorisiert: Der Sprint von null auf 100 km/h gelingt in 5,9 Sekunden, die Höchstgeschwindigkeit wird bei 200 km/h abgeregelt.
Unabhängig von der Akkukapazität soll der i3 serienmäßig über Vehicle-to-Load (V2L) verfügen. Damit lässt sich Energie aus dem Hochvoltspeicher zum Betrieb von Geräten wie Haushaltsgeräten, Werkzeugen oder Elektronik nutzen. Die maximale Leistung über den Ladeanschluss ist auf 3,7 kW begrenzt.
Die Produktion startet im August in München – in dem traditionsreichen Werk, das über Jahrzehnte als zentrale Produktionsstätte der 3er-Reihe diente. Zu den Preisen hält sich BMW noch bedeckt, aber ein paar Tausend Euro weniger als beim mindestens 74.700 Euro teuren iX3 50 xDrive werden es wohl sein. Die Auslieferungen starten im Herbst.
Auch interessant
BMW M Concept Neue Klasse (2026): Vorschau auf den Elektro-M3
VW ID.3 Neo GTX (2026) Erlkönig: Wird auch der Kompakte zum GTI?
BMW iX3: Langversion fährt über 800 km im Reichweitentest
Porsche Taycan (2027) bekommt acht Gänge, die es eigentlich gar nicht gibt
BMW X5 M Electric (2028) zeigt deutliche Unterschiede zum neuen iX5
Tesla Cybercab: Endlich mehr Daten inklusive Reichweite
Vision Alpina: BMW-Manager deuten Elektroversion der Studie an