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Für eine persönlichere Erfahrung

BMW iX3: Alle Daten, Preise und Reichweiten im Überblick

Der BMW iX3 der Neuen Klasse bietet 800-Volt-Technik, bis zu 805 km Reichweite und zwei Antriebsvarianten

BMW iX3 in Weiß
Bild von: InsideEVs

Der BMW iX3 der Neuen Klasse gehört derzeit zu den am meisten gehypten Elektroautos und wohl auch zu den besten. Damit Sie alles Wichtige zu dem Auto in einem Artikel finden, haben wir die Informationen zu Technik, Daten, Preisen und Ausstattung zusammengestellt.

Die zweite Generation des BMW iX3 (mit dem BMW-internen Baureihencode NA5) war das erste Fahrzeug auf Basis der Plattform der Neuen Klasse. Er wurde am 5. September 2025 vorgestellt und ist seither konfigurierbar; die Produktion im ungarischen Debrecen begann im Oktober 2025, die Auslieferung startete im Januar 2026.


ExterieurInterieurAntriebe/Batterien | Preise


Bildergalerie: BMW iX3 50 xDrive (2026) im Test

Exterieur

Mit knapp 4,80 Meter Länge gehört der iX3 eindeutig in die Mittelklasse. Er ist etwas kleiner als der Mercedes GLC, der Audi Q6 e-tron liegt bei den Abmessungen etwa auf dem gleichen Niveau.

Der Kofferraum ist nach Herstellerangaben etwa so groß wie beim Mercedes, der allerdings einen größeren Frunk besitzt. Der Audi hat im Vergleich ein geringeres Maximalvolumen. Der ADAC ermittelte in seinem Test 440–1.570 Liter beim BMW iX3 und 470–1.520 Liter beim Audi Q6 e-tron; zum GLC gibt es noch keine entsprechenden Daten. Die Rücksitzbank ist im Verhältnis 40/20/40 geteilt umklappbar.

  Länge Breite Höhe Radstand Kofferraum
BMW iX3 4.782 mm 1.895 mm 1.635 mm 2.897 mm 520–1.750 Liter
58 Liter Frunk
Mercedes GLC 4.845 mm 1.913 mm 1.644 mm 2.972 mm 570–1.740 Liter
128 Liter Frunk
Audi Q6 e-tron 4.771 mm 1.939 mm 1.685 mm 2.889 mm 511–1.529 Liter
64 Liter Frunk

Die Optik des BMW iX3 wird durch die ungewöhnlichen Leuchten vorn und hinten bestimmt; der Hersteller wendet sich hier deutlich von seinem bisherigen Design ab. Die Türgriffe sind wie schon beim BMW iX flächenbündig. Der Wagen rollt serienmäßig auf 20-Zoll-Rädern; optional werden 21- und 22-Zoll-Felgen angeboten. Als Karosseriefarbe gibt es Weiß ohne Aufpreis. Alternativ kann man sieben Metallic-Lackierungen für 960 Euro, zwei BMW-Individual-Lackierungen für 2.880 Euro oder eine von zahlreichen Sonderlackierungen für 4.900 Euro wählen. 

BMW iX3 50 xDrive (2026) im Test
Bild von: InsideEVs.de

Interieur und Bedienung

Auch im Interieur sieht der iX3 der Neuen Klasse deutlich anders aus als frühere BMW-Modelle. So wird hier ein Touchscreen in Parallelogramm-Form eingebaut, der mit 17,9 Zoll sehr groß ausfällt. Dazu gibt es das zeilenartige "Panoramic Vision"-Display direkt an der Frontscheibe, das sich über die ganze Cockpitbreite zieht. Optional wird zudem noch ein Head-up-Display angeboten. Ungewöhnlich ist auch das Lenkrad mit seiner X-Optik.

Um die Stärke der Rekuperation einzustellen, muss man den Touchscreen bemühen; zudem gibt es noch eine B-Taste am Getriebeschalter in der Mittelkonsole. Auch echtes One-Pedal-Driving bis zum Stillstand ist möglich. Empfehlenswerter ist nach unserem Test aber der Adaptive-Modus. Hierbei wird automatisch stärker rekuperiert, wenn man auf ein langsameres Fahrzeug aufläuft, aber auch vor Kreisverkehren, scharfen Kurven und dergleichen.

Antriebe und Batterien

Zum Start im Herbst 2025 gab es das Modell nur in der Version iX3 50 xDrive mit einem 345 kW starken Allradantrieb und einer Batterie mit 109 kWh netto. Seit Frühjahr 2026 ist zudem eine günstigere Version bestellbar, der iX3 40 mit 235-kW-Heckantrieb und kleinerer Batterie. Hier die wichtigsten Daten:

  BMW iX3 40 BMW iX3 50 xDrive
Antrieb RWD 235 kW, 500 Nm AWD 345 kW, 645 Nm
0–100 km/h / Vmax 5,9 Sek. / 200 km/h 4,9 Sek. / 210 km/h
WLTP-Verbrauch 14,5–17,3 kWh 15,1–18,1 kWh
Akku netto 82,6 kWh 108,7 kWh
WLTP-Reichweite 534–637 km 673–805 km
Max. Anhängelast 2.000 kg 2.000 kg

Antrieb und Akku gehören zur sechsten Generation des eDrive-Baukastens ("Gen6"), der eigens für die Neue Klasse entwickelt wurde und erstmals bei BMW ein 800-Volt-System ermöglicht. Dazu gehören wie gehabt stromerregte Synchronmotoren (SSM) an der Hinterachse. Die beiden Heckmotoren haben mit 235 kW und 500 Nm beim Hecktriebler sowie 240 kW und 435 Nm beim Allradler ähnliche, aber nicht identische Daten. Beim Allradler kommt erstmals kein zweiter SSM hinzu, sondern eine Asynchronmaschine (ASM); sie bietet 123 kW und 255 Nm.

Die Akkus bestehen erstmals nicht aus prismatischen Zellen, sondern aus zylindrischen. Beim iX3 haben sie den Formfaktor 4695, das heißt, sie haben einen Durchmesser von 46 und eine Länge von 95 Millimetern. Wie bisher haben die Zellen eine NMC-Chemie. Gekühlt werden sie von einem Kühlband, das sich in jeder zweiten Zellreihe durch die Batterie schlängelt.

Die Zellen werden im Cell-to-Pack-System ohne den Umweg über Module direkt zum Batteriepaket zusammengestellt. Die Batterie wird dann von unten in die offene Karosserie eingesetzt ("Pack-to-open-body"); sie dient als Karosserieboden. Die Batteriekonfiguration des großen Akkus gibt batterydesign.net mit 192s5p an, das heißt, die Batterie besteht aus 960 Zellen, wobei fünf Stränge à 192 Zellen parallel geschaltet sind. Die Spannung der Batterie liegt bei etwa 699 Volt.

  BMW iX3 40 BMW iX3 50 xDrive
Max. Ladeleistung AC / DC 11 (optional 22) / 300 kW 11 (optional 22) / 400 kW
DC-Ladedauer 21 min 21 min
DC-Ladegeschwindigkeit 2,8 kWh/min 3,6 kWh/min
Reichweite-Nachladen bis 21,2 km/min bis 26,8 km/min

Beide Batterien lassen sich an der 800-Volt-Säule in 21 Minuten von 10 auf 80 Prozent laden. Beim größeren Akku errechnet sich eine Ladegeschwindigkeit von 108,7 kWh × 0,7 / 21 min = 3,6 kWh/min. Das ist ein guter Wert, reicht aber nicht mehr für die Top Ten. Beim Nachladen von Reichweite errechnet sich analog 805 km × 0,7 / 21 min = 26,8 km/min. Das heißt, pro Minute Ladezeit an der DC-Säule kann man durchschnittlich Strom für etwa 27 Kilometer nachladen. Hier gehört das Auto derzeit zu den besten zehn Elektroautos. Auch mit 400 Volt kann serienmäßig geladen werden; BMW verrät aber nicht, mit welcher Leistung.

Bidirektionales Laden wird ebenfalls unterstützt, es gibt sogar ein Angebot für V2G (Vehicle-to-Grid), also das Zurückspeichern von Strom ins Hausnetz gegen Entgelt.

Preise und Ausstattung

Die Allradversion des BMW iX3 gab es zum Start für 68.900 Euro, doch inzwischen kostet das Auto 70.900 Euro. Der Hecktriebler ist 7.500 Euro günstiger. 

  BMW iX3 40 BMW iX3 50 xDrive
Listenpreis 63.400 Euro 70.900 Euro

Das sind die Listenpreise; im Konfigurator erscheinen beim ersten Aufruf deutlich höhere Preise, da hier standardmäßig das "M Sportpaket" gewählt ist:

Im Konfigurator erscheinen zunächst höhere Basispreise, doch wer genau hinsieht entdeckt in der Ecke links oben, dass standardmäßig das M Sportpaket gewählt ist
Bild von: BMW

Zur Serienausstattung gehören wie erwähnt 20-Zoll-Aluräder. Die größte Reichweite erzielt man allerdings mit den 20-Zoll-Aerodynamikrädern für 350 Euro Aufpreis.

Zum Serienumfang gehören LED-Licht inklusive Fernlichtassistent, eine Heckklappe mit sensorgesteuertem Öffnungsmechanismus, ein Digital Key samt automatisch ausfahrenden Türgriffen, elektrisch einstell-, beheiz- und anklappbare Außenspiegel, elektrisch einstellbare Vordersitze mit Memoryfunktion, ein Navigationssystem, Zweizonen-Klimaautomatik und Wärmepumpe. Auch Parksensoren und eine Rückfahrkamera sowie Abstandsregeltempomat (ACC), Spurhalteassistent und Totwinkelwarner sind Standard.

Unter dem Strich

Der BMW iX3 ist ein sehr gutes Elektro-SUV. Mit Reichweiten bis zu etwa 800 Kilometern und schnellem 800-Volt-Laden ist er sehr gut für die Langstrecke geeignet. Im Test beeindruckte uns die nahtlose Zusammenarbeit von Abstandsregeltempomat und adaptiver Rekuperation. Die Bedienung fanden wir allerdings teilweise übermäßig kompliziert und das Lenkrad mit seinen Plastikelementen wenig ansprechend. Der Preis ist für ein 800-Volt-Modell des Premiumsegments angemessen. Günstiger kommt man weg, wenn man ein 800-Volt-Modell aus China wie den Xpeng G6 kauft oder mit 400-Volt-Technik wie dem Tesla Model Y vorlieb nimmt.