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Für eine persönlichere Erfahrung

Neue Mercedes E-Klasse Elektro als AMG-Version erwischt

Leistungsdaten von über 600 kW scheinen nicht ausgeschlossen zu sein

Mercedes-AMG E-Klasse EQ (2027) Erlkönig
Bild von: Automedia
Roland Hildebrandt Roland Hildebrandt

Auf der Nordschleife des Nürburgrings wurde ein Erlkönig der künftigen voll elektrisch angetriebenen Mercedes E-Klasse in einer High-Performance-Ausführung von Mercedes-AMG gesichtet. Während die Erprobung des rein elektrischen E-Klasse-Pendants bereits seit vergangenem Jahr läuft, gewährt die nun aufgetauchte, deutlich weniger getarnte Variante detaillierte Einblicke in die spezifischen AMG-Designmerkmale.

Das neue Elektromodell löst die bisherige EQE Limousine ab, deren eigenständiges Cab-Forward-Design am Markt hinter den Absatzerwartungen zurückblieb. Im Rahmen einer angepassten Nomenklatur- und Modellstrategie führt Mercedes die elektrischen Nachfolger wieder enger an die etablierten Modellreihen wie die E-Klasse, die C-Klasse und den GLC heran.

Bildergalerie: Mercedes-AMG E-Klasse EQ (2027) Erlkönig

Der Erlkönig lässt die Performance-Ausrichtung der Affalterbacher Sportwagenschmiede klar erkennen. Zu den prägenden Exterieurdetails gehören auffällige Leichtmetallräder im spezifischen AMG-Styling, deutlich ausgestellte Kotflügel für eine verbreiterte Spur sowie ein tief heruntergezogener Frontstoßfänger. Am Heck sorgt eine Abrisskante für den erforderlichen aerodynamischen Abtrieb bei hohen Geschwindigkeiten.

Technisch nutzt das Performance-Modell der E-Klasse eine adaptierte Variante der eigens entwickelten AMG.EA-Plattform. Diese dedizierte 800-Volt-Architektur dient als Basis für die rein elektrischen AMG-Entwicklungen, nachdem das viertürige AMG GT Coupé als erstes Modell auf dieser Plattform präsentiert wurde.

Leistung wie im elektrischen AMG GT Viertürer?

Anders als das Spitzenmodell der AMG-GT-Reihe, das 860 kW (1.169 PS) leistet, wird für das elektrische E-Klasse-Pendant von AMG eine angepasste Leistungsstufe mit einer Systemleistung zwischen 800 und 900 PS erwartet. Noch offen ist, ob man den GT 55 4Matic+ mit 600 kW (816 PS) als Grundlage nutzt oder gar den GT 53 4Matic+ mit "nur" 400 kW gleich 544 PS.

Mercedes-AMG E-Klasse EQ (2027) Erlkönig

Mercedes-AMG E-Klasse EQ (2027) Erlkönig

Bild von: Automedia

Eine enorme Kraftreserve dürfte aber notwendig sein, um das verhältnismäßig hohe Leergewicht zu kompensieren, das durch das große Batteriepaket unvermeidbar ist. Der neue AMG GT Viertürer beginnt bei 2.375 Kilogramm. Dennoch verspricht das System dank der hohen Leistungsdichte der Motoren und der fortschrittlichen Zellchemie eine ausgeprägte Längs- und Querdynamik.

Die Hochvolt-Architektur mit bis zu 600 kW Ladeleistung ermöglicht zudem extrem kurze Ladezeiten an Ultra-Schnellladesäulen, wodurch das Fahrzeug trotz seiner Sportwagen-Performance eine hohe Alltagstauglichkeit auf der Langstrecke bietet.