BMW führt neue Assistenzfunktionen für die Stadt ab 2027 ein
BMW iX3, iX4, iX5, i3 und i7 helfen künftig auch beim Abbiegen, Spurwechsel und an Kreuzungen im Stadtverkehr.
BMW führt neue Fahrerassistenzfunktionen für die Stadt ein. Bei aktiver Zielführung der Navigation wird man nun auch bei Abbiegevorgängen, Spurwechseln, Vorfahrtssituationen und Kreisverkehren unterstützt. Automatisiertes Anhalten und Anfahren an Ampeln ist bereits heute mit dem City-Assistenten möglich.
Der Rollout soll 2027 in Deutschland beginnen, weitere Länder folgen schrittweise. Mit dem Autobahn- und City-Assistenten wird damit navigationsgeführtes, teilautomatisiertes Fahren auf Level 2 auch in der Stadt möglich, nicht mehr nur auf Autobahnen und Landstraßen. Voraussetzung ist für alle diese Funktionen, dass man aufmerksam bleibt – was das System per Innenkamera sicherstellt.
Die erforderliche technische Ausstattung ist in den neuen BMW-Modellen serienmäßig an Bord. Dazu gehören der BMW iX3, der BMW iX4 sowie alle Varianten des BMW X5, der 3er- und der 7er-Reihe – also wohl auch der iX5, der i3 und der i7. Die nötige Software wird per Over-the-air-Update aufgespielt. So können die Assistenzfunktionen auch noch nach dem Fahrzeugkauf freigeschaltet werden. Ob das kostenlos ist, erwähnt BMW nicht.
Die neuen Funktionen gehören zu "Symbiotic Drive". So bezeichnet BMW die Kooperation von Mensch und Auto beim Fahren. Bei aktivierter Assistenz soll man Fahrsituationen kooperativ gestalten können. Das heißt, man kann selbst beschleunigen, lenken und bremsen, ohne dass der Assistent deaktiviert wird.
Dieses symbiotische Verhalten soll auch für den Spurhalteassistenten gelten: Das Auto wird nur dann per Warnung und Lenkeingriff aktiv, wenn das Verlassen der Spur wirklich unbeabsichtigt ist. Die Fahrerintention wird anhand des Lenkverhaltens und der Blickrichtung erfasst. Das System greift allerdings auch ein, wenn eine Kollision droht.
Neue Anzeige im Panoramic-Vision-Display
Das Panoramic-Vision-Display, das bei den betroffenen Modellen serienmäßig ist, zeigt bei aktivem Assistenzsystem situationsspezifische Informationen an, die über den Status der Assistenzsysteme informieren.
Neue Ansicht am Touchscreen
Zudem gibt es eine neue Navigationsansicht am Touchscreen, die bei komplexen Verkehrssituationen helfen soll. Dabei werden Routenführung, Fahrzeugumfeld und Fahrerassistenzinformationen zu einer einzigen 3D-Ansicht zusammengeführt. Angezeigt wird der nächste Navigationsschritt, wie das Fahrzeug seine Umgebung wahrnimmt und welche Assistenzfunktionen die Fahraufgabe unterstützen.
Die erforderlichen Zulassungstests im öffentlichen Straßenverkehr wurden von einem unabhängigen technischen Dienst bereits abgeschlossen. Damit sind die technischen Voraussetzungen für die Genehmigung des Systems erfüllt, auch wenn diese erst für Anfang 2027 erwartet wird, so BMW.
Bildergalerie: BMW Symbiotic Drive für die Stadt (2027)
Unter dem Strich
Aus dem Kollegenkreis wissen wir: Assistenzsysteme sind nicht jedermanns Sache. Aber bei unserem Test des BMW iX3 fiel uns der Symbiotic Drive auf der Autobahn und auf der Landstraße schon sehr positiv auf. Man kann sich unterstützen lassen und selbst eingreifen, wenn einem eine Situation kritisch vorkommt. Ist die Lage wieder normal, lässt man einfach die Hände von Lenkrad, Gas und Bremse und der Assistent übernimmt wieder. Wir würden diesen Assistenten immer aktiv lassen. Künftig soll Ähnliches auch in der Stadt möglich sein.
Voraussetzung ist immer, dass man aufmerksam bleibt – das System gehört zu Level 2. Automatisiertes Fahren auf Level 3, wobei man seine E-Mails checken darf und nur nach Aufforderung wieder übernehmen muss, wurde zeitweise angeboten. Das gab es bei BMW in der 7er-Reihe und bei Mercedes im EQS und der S-Klasse. Die teuren Systeme wurden allerdings bald wieder gestrichen – bei BMW wegen der geringen Nachfrage. Aber auch Level 2 kann eine gewaltige Erleichterung auf langen Strecken sein, finden wir.
Quelle: BMW
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