VW Golf 9 (2028): Erstes Teaserbild zum elektrischen ID. Golf
Der 2028 startende E-Golf nutzt die SSP-Plattform, bietet 800 Volt und Software von Rivian. Nun gibt es ein erstes Bild.
Erstes Teaserbild des VW Golf 9: Am gestrigen Mittwoch auf einer VW-Betriebsversammlung wurde erstmals die Silhouette der nächsten Generation des Kompaktwagens gezeigt. Mit dem Bild wollte der Hersteller sein Bekenntnis zum Werk Wolfsburg bekräftigen, in dem auch der Golf 9 gebaut werden soll.
Das Bild wurde von der Gesamtbetriebsrats-Vorsitzenden Daniela Cavallo präsentiert, wie die Automobilwoche berichtet. Daraufhin soll es langen Applaus gegeben haben. Die Gewerkschafterin sagte, der Golf gehöre zur Stadt Wolfsburg, zur Marke und zum Konzern. Und deshalb bleibe "der Golf ein Wolfsburger auch in der nächsten, neunten Generation." Neben dem neuen Golf werde auch der elektrische T-Roc-Nachfolger im Stammwerk gefertigt, so Cavallo.
Der Golf 8 wird derzeit noch in Wolfsburg gebaut, doch im Sommer 2027 soll nach dem Bericht die Produktion nach Mexiko verlagert werden, um das Stammwerk auf die neue Scalable Systems Platform (SSP) umzurüsten. Das bedeutet wohl, dass der Verbrenner-Golf auch nach 2028 aus dem Werk Puebla kommen wird, während in Wolfsburg ausschließlich die Elektroversion gebaut wird.
Auf SSP sollen sowohl der Elektro-Golf als auch der elektrische T-Roc-Nachfolger basieren, so Cavallo. Auf dem von Cavallo gezeigten Bild fallen der markante Dachspoiler und ein Heck mit deutlicher Kante auf. Auch sind die Überhänge sehr kurz – das maximiert den Radstand und ermöglicht damit auch eine große Batterie. Erwartet wird auch eine 800-Volt-Architektur. Technische Daten sind ansonsten noch nicht einmal gerüchteweise bekannt. Ohnehin soll der Elektro-Golf erst 2028 auf den Markt kommen. Der Neuling dürfte ID. Golf heißen, analog zum ID. Polo.
Die Software soll zusammen mit Rivian entwickelt werden. Sie soll unter anderem mehr Möglichkeiten bei Over-the-Air-Updates bieten. Das hat der US-amerikanische Elektroautohersteller demonstriert, indem er das Fahrwerk des Rivian R1T per OTA-Update verbesserte.
Den Golf 9 soll es laut Autocar nicht nur als Elektroauto, sondern auch mit Verbrenner geben – letzteres aber nicht auf SSP-Basis, sondern auf der Grundlage des altbekannten Modularen Querbaukastens (MQB). Beim Design soll diese weiterentwickelte Version an das Elektroauto angeglichen werden, so die britische Autozeitschrift. Außerdem dürfte der Wagen nicht mehr als reiner Verbrenner, sondern nur noch mit verschiedenen Hybridsystemen angeboten werden.
Der aktuelle VW Golf der achten Generation ist bereits seit Ende 2019 auf dem Markt, ein Facelift startete 2024. Damit entspräche ein Start der neuen Generation im Jahr 2028 durchaus den üblichen Modellzyklen. Bisher gibt es das Auto aber nur als reinen Verbrenner sowie als Mildhybrid und als Plug-in-Hybrid. Eine erste Elektroversion startete 2014. Der e-Golf hatte 85 kW Antriebsleistung und einen Lithium-Ionen-Akku mit 24 kWh. Damit konnte man 150 km am Stück fahren. Drei Jahre später folgte eine verbesserte Version mit größerem Akku und 200 km Reichweite.
Unter dem Strich
Der elektrische VW Golf auf Basis der Plattform SSP soll 2028 starten, heißt es, also in zwei Jahren. Bis dahin muss der Modulare Elektrobaukasten noch halten. Dazu erhält er ein Update, MEB+ genannt. Damit kommen wohl die neuen Batterien, die VW auf der IAA vorgestellt hat, und der neue Elektromotor APP290, der erstmals im ID. Polo eingesetzt wird. Das dürfte Fortschritte in Sachen Effizienz und Reichweite bringen. Aber nach wie vor hat die Marke VW keine 800-Volt-Technik. Damit fährt die größte deutsche Marke den Koreanern und Chinesen in Sachen Schnellladen weiter hinterher.
Quelle: Automobilwoche (Paywall), Autocar
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