Der Opel Mokka startete bereits 2012, doch die Elektroversion des kleinen SUVs kam erst mit der zweiten Generation im Jahr 2021 auf den Markt. Technische Basis ist wie beim Opel Corsa-e die Common Modular Platform (CMP) des Stellantis-Konzerns. Der Mokka ist rund neun Zentimeter länger als der Corsa, und auch neun Zentimeter höher. Allerdings schlägt sich das kaum in einem größeren Kofferraum nieder: Der Elektro-Mokka liegt bei 310–1.060 Liter, der Elektro-Corsa bei 267–1.042 Liter.

Anfangs hieß die Elektroversion Mokka-e und hatte einen 100-kW-Frontantrieb mit Permanentmagnet-Synchronmotor sowie eine Batterie mit 50 kWh brutto (etwa 45-46 kWh netto). Nach Einführung einer Wärmepumpe, durch andere Reifen und eine geänderte Getriebe-Untersetzung stieg die Reichweite im Herbst 2021 von maximal 324 auf bis zu 338 km.

Opel Mokka-e (2021) im Test

Demnächst mit 115 kW und 51-kWh-Batterie

Nach dem Ende 2022 angekündigten Technik-Update soll der Wagen auf den Namen Opel Mokka Electric hören. Außer der neuen Bezeichnung erhält das Auto den neuen 115-kW-Antrieb des Konzerns und die größere Batterie mit 54 statt 50 kWh brutto (oder 51 statt etwa 45-46 kWh netto). Damit steigt die Maximalreichweite stark, nämlich von maximal 338 auf 406 km nach WLTP.

Wie bisher kann man die Rekuperation nur durch Einlegen des B-Modus (für Brake) verstärken. One-Pedal-Driving bietet der Elektro-Mokka nicht, das heißt, man kommt allein mit Gas-Wegnehmen nicht zum Stillstand.

Opel Mokka-e (2020)

Mokka-e mit der alten 50-kWh-Batterie 

Die alte Batterie hat 18 Module mit jeweils 12 prismatischen Zellen von CATL; das ergibt insgesamt 216 Zellen. Der neue Akku hat nicht mal halb so viele Zellen, wie aus den Informationen zum Jeep Avenger hervorgeht. Dort werden 17 Module mit jeweils sechs Zellen eingebaut, woraus sich 102 Zellen errechnen. Anders als bei der alten Batterie ist nun auch die Chemie bekannt: Es handelt sich um NCM811 (80% Nickel, 10% Cobalt und 10% Mangan). 

Aufladen: Serienmäßig mit dreiphasigem Bordlader

Anders als beim Corsa-e wird der Mokka Electric serienmäßig mit 11 kW Wechselstrom aufgeladen. Alternativ kann man den Akku mit bis zu 100 kW Gleichstrom aufladen. Am Schnelllader soll sich der Akku in knapp 30 Minuten auf 80 Prozent bringen lassen. Für die alte 50-kWh-Batterie haben wir eine Schnelllade-Analyse (e-208, mit gleichem Akku)

Opel Mokka-e (2020)

Das Cockpit des Mokka-e

Preise und Ausstattung

Den Mokka-e gab es Mitte Dezember noch zu Preisen ab 37.650 Euro. Zum Vergleich: Der Opel Corsa-e ist mit seinem Startpreis von 33.895 Euro rund 4.000 Euro günstiger. Wie viel die neue Version kostet, und ob sich die Ausstattung ändert ist noch nicht bekannt, da es noch keine Preisliste gibt. Klar ist bisher nur, dass es bei der serienmäßigen Wärmepumpe bleibt.

Test und Beurteilung

Wir haben den Elektro-Mokka im Oktober 2021 getestet. Unser Fazit war damals: Der Wagen sieht gut aus und fährt auch gut, wenngleich nicht übermäßig sportlich. Seine Stärke ist mehr der Komfort. Beim Platzangebot schimmert die Kleinwagen-Plattform durch, und die Preise sind gemessen an der Reichweite recht üppig. Alles das bezieht sich freilich noch auf die alte Version Opel Mokka-e.

Konkurrenten des Opel Mokka Electric

Zu den Rivalen des kleinen Elektro-SUVs gehören konzernintern der Jeep Avenger, der DS3 E-Tense und der Peugeot e-2008. In der gleichen Klasse treten auch der sehr beliebte Hyundai Kona Elektro, der Kia e-Soul und bald auch der (deutlich stärker motorisierte) Smart #1 an.

Technische Daten des Opel Mokka Electric

  • Antrieb: Frontantrieb mit 1 E-Motor
  • Systemleistung / Systemdrehmoment: 115 kW / 260 Nm
  • 0-100 km/h / Höchstgeschwindigkeit: unter 10 Sek. / 150 km/h
  • WLTP-Stromverbrauch: 15,2 kWh/100 km
  • Akku / WLTP-Reichweite: 54 kWh / 406 km
  • Aufladen: bis 11 kW AC, bis 100 kW DC
  • Ladedauer: ca. 30 min mit DC (0-80%)
  • Maße: 4.151 mm Länge / 1.987 mm Breite / 1.534 mm Höhe / 2.561 mm Radstand
  • Kofferraum: 310–1.060 Liter

(Aktualisiert am 18. Januar 2022)