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Für eine persönlichere Erfahrung

Opel bestätigt: Mokka GSE wird in Serie gehen

Die Rallye-Version war schon ein Ausblick auf die Opel-Version des Alfa Junior Veloce

Opel Mokka GSE (2026) Prototyp
Bild von: Automedia

Update vom 18. Juni 2025: Nach Teasern und Erlkönigbildern war es zu erwarten. Jetzt hat Opel offiziell bestätigt, dass ein Mokka GSE in Serie gehen wird.

"Bei der Entwicklung des Opel Mokka GSE Rally war uns schnell klar: Dieses unglaubliche Feeling wollen wir nicht nur den Motorsport-Profis vorbehalten. Auch die Opel-Kunden sollen in den Genuss dieses besonders starken, direkten und kompromisslosen Fahrerlebnisses kommen. Deshalb bringen wir den Mokka GSE in Serie", kündigt Opel Vice President Current Product Marc Fetzer an. Ein passendes Video liefert man gleich mit:

Update vom 3. Juni 2025: Nach der kürzlich erfolgten Präsentation eines starken Opel Mokka Electric im Rallye-Trimm wird ein künftiger Mokka GSE immer konkreter. Das zeigt jetzt ein abgelichteter Erlkönig. Auch er trägt die OMG!-Folierung (OMG = Oh My God!) samt passender Felgen. Allzu lange dürfte die finale Enthüllung also nicht mehr auf sich warten lassen. Publikumspremiere könnte dann im September auf der IAA in München sein.

Bildergalerie: Opel Mokka GSE (2026) Prototyp

Der Alfa Junior Veloce hat ihn, der Lancia Ypsilon HF soll ihn bekommen, und nun deutet sich an, dass auch Opel ihn bekommen wird, und zwar für den Mokka Electric: den 207 kW starken Frontantrieb. Offiziell geht es in der neuen Pressemitteilung um ein Rallye-Fahrzeug. Es trägt eine "OMG! GSE"-Folierung, und da Opel vor wenigen Tagen elektrische Performance-Modelle mit der Bezeichnung GSE angekündigt hat, verstehen wir das Ganze als Teaser.   

Die Pressemeldung konzentriert sich auf den Rallye-Sport. Die mitgeschickten Bilder des Opel Mokka GSE Rally sollen auf einen Elektro-Rallye-Fahrzeug hindeuten, der ab 2026 im elektrischen Markenpokal "ADAC Opel Electric Rally Cup powered by GSE" eingesetzt werden könnte. Mit 207 kW und 345 Nm Drehmoment hat der Antrieb die gleichen Daten wie der Alfa-Romeo Junior Elettrica 280, und die Batterie ist der bekannte 54-kWh-Akku (netto 50,8 kWh).

Bildergalerie: Opel Mokka GSE Rally (2025)

Vieles soll vom aktuellen Opel Mokka Electric übernommen werden, anderes ist Rallye-spezifisch. In ein mögliches Serienmodell übernommen werden könnten aber die gelben Bremssättel an den Vorderrädern. Die gelben Felgen hinten sowie der Lufteinlass auf dem Dach sind wohl unter dem Thema Motorsport zu verbuchen.

Der Rallye-Opel besitzt eine Lamellen-Differenzialsperre, während der Alfa eine Torsen-Differenzialsperre hat – Letzteres ist eine andere Technik, die auf Zahnrädern statt Lamellen basiert. Dazu kommt beim Rallye-Mokka ein "Renngetriebe". Dahinter könnte sich ein besonders robustes Untersetzungsgetriebe verbergen oder aber ein anderes Untersetzungsverhältnis oder beides. Dazu kommen ein modifiziertes Fahrwerk und ein Leichtbau-Chassis.

Elektronische Fahrhilfen und Assistenten fehlen bei der Rallye-Version. Dafür werden ein Überrollkäfig, Rallye-Sitze mit Sechs-Punkt-Gurten, eine spezielle Löschanlage, eine zusätzliche Kapselung der Batterie und ein starker Unterfahrschutz installiert. Das Fahrzeug wird nach dem neuen eRally5-Reglement der FIA entwickelt.

So könnte es ab der Rallye-Saison 2026 im Kundensport eingesetzt werden, zum Beispiel im erwähnten ADAC-Opel-Cup, wo bislang der Opel Corsa Rally Electric gefahren wird. Der Prototyp des Opel Mokka GSE Rally soll bei der nächsten Runde des Cups am 23. und 24. Mai in den Niederlanden gezeigt werden. 

Unter dem Strich

Mit einem Rallye-Prototypen teasert Opel offenbar eine neue Top-Motorisierung für den Mokka Electric an. Den 207-kW-Frontantrieb mit 54-kWh-Akku kennen wir allerdings schon aus dem Alfa Romeo Junior Elettrica 280. Der Opel Mokka GSE scheint eine Badge-Engineering-Version davon zu sein. Stellantis dekliniert seine eCMP-Plattform mit ihren Spielarten weiter durch seine Markenwelt.

Das macht der VW-Konzern mit seiner MEB-Technik auch nicht viel anders, aber eCMP ist technisch mit zwei Akkus und eigentlich immer dem gleichen Antrieb (wenn auch in vier Leistungsstufen) doch arg eingeschränkt. Warten wir ab, was die nähere Zukunft dem Mokka bringen wird.