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Opel Mokka-e (2023) im Dauertest: Teil 3 und Abschied

Abschlussbilanz nach knapp 6.000 Kilometern und drei Monaten mit dem Elektro-Frosch ...

Opel Mokka-e (2023) im Dauertest, Teil 3

Fabian Grass Fabian Grass

Von: Fabian Grass

17. Jun. 2023 um 11:00 Uhr

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Und schon verlässt uns der kleine, grüne Frosch mit Namen Mokka-e nach etwas über 6.000 Kilometern und drei Monaten wieder. Wobei die aufpreispflichtige Farbe "Ikone Grün Metallic" nicht das Einzige ist, was in Erinnerung bleibt. Auch das markante Design und natürlich die kleinen Tücken des Alltags mit einem Elektroauto – mit all den positiven und negativen Aspekten – werden wir nicht vergessen.

Der Corsa unter den SUVs

Mit seinen Retro-Elementen und der bulligen Front wirkt der Mokka-e, der offiziell ja mittlerweile Mokka Electric heißt, dynamisch und kräftig und scheint dabei größer zu sein, als er tatsächlich ist. Beim Einsteigen wird jedoch schnell deutlich, dass er auf der technischen Basis des Opel Corsa aufbaut. Dadurch bietet der Mokka kaum zusätzliches Innenraumvolumen, vor allem auf der Rückbank ist es doch recht eng.

Opel Mokka-e (2023) im Dauertest, Teil 3

Opel Mokka-e (2023) im Dauertest, Teil 3

Opel Mokka-e (2023) im Dauertest, Teil 3

Opel Mokka-e (2023) im Dauertest, Teil 3

Opel Mokka-e (2023) im Dauertest, Teil 3

Außerdem muss man beim Einsteigen vorne eine relativ hohe Schwelle überwinden, aber wenn man einmal Platz genommen hat, sitzt man sehr bequem auf guten Sitzen mit Blick auf ein einfach zu bedienendes und gut verarbeitetes Cockpit.

Schön ist, dass es immer noch physische Schalter und Hebel gibt, die wichtige Funktionen übernehmen. Am Lenkrad zum Beispiel die typischen kleinen Wippen, in der Mittelkonsole ein konventioneller Lautstärkeregler oder eigene Knöpfe für Einparkhilfe und Spurhalteassistent. Auch die Klimaanlage oder die Sitzheizung haben ein eigenes Bedienelement. Das hat den Vorteil, dass man sich nicht - wie bei anderen Herstellern - erst lange in den Untermenüs des Displays zurechtfinden muss.

Opel Mokka-e (2023) im Dauertest, Teil 3

Opel Mokka-e (2023) im Dauertest, Teil 3

Auch Materialauswahl und Verarbeitungsqualität des Mokka in der Ausstattungslinie Ultimate überzeugen auf ganzer Linie. Zwar mag die Klavierlackoptik beim Gangwahlnippel nicht jedem gefallen – Achtung Fingerabdrücke – und die Fenster im Fond lassen sich zum Leidwesen des Nachwuchses nicht vollständig in die Türen versenken, aber das war es dann auch schon mit den Kritikpunkten im Innenraum.

Verzögerungstaktiken

Apropos Gangschalter: Beim Mokka-e kann die Stufe der Rekuperation nicht beliebig eingestellt werden, es stehen nur die Gänge "D" oder "B" zur Auswahl: Beim "Gaswegnehmen" vergeht zunächst eine gefühlte halbe Sekunde, bis der Mokka-e zu rekuperieren beginnt – das kennt man von anderen E-Fahrzeugen auch anders. Dann aber verzögert der Mokka-e deutlich, was das Bremspedal beinahe obsolet macht, und ein gutes Gefühl gibt die Bewegungsenergie wieder zurück in die Batterie zu speisen.

Opel Mokka-e (2023) im Dauertest, Teil 3

Opel Mokka-e (2023) im Dauertest, Teil 3

Der Antrieb des Opel Mokka-e, der mit einer Leistung von 100 kW/136 PS ausgestattet ist und auf der CMP-Plattform basiert, ist agil und verleiht dem kleinen Crossover in der Stadt eine perfekte Fahrdynamik. Dank der 260 Newtonmeter des Elektromotors, die sofort zur Verfügung stehen, ist ein flotter Start an der Ampel jederzeit möglich – und lässt herkömmliche Verbrennungsmotoren mit ähnlichem Drehmoment locker hinter sich.

Anders verhält es sich bei einer dynamischeren Fahrweise. Dann leiden sowohl der Verbrauch als auch das Fahrverhalten. Auf der Autobahn genehmigt sich der Opel Mokka-e gerne mal 25 Kilowattstunden, wenn man sich in der Nähe der Richtgeschwindigkeit bewegt. Dadurch sinkt die Reichweite mit Klimaanlage außerorts auf knapp 200 Kilometer, während man im Stadtverkehr in der Regel eine Reichweite von rund 300 Kilometern erreicht.

Opel Mokka-e (2023) im Dauertest, Teil 3

Opel Mokka-e (2023) im Dauertest, Teil 3

Opel Mokka-e (2023) im Dauertest, Teil 3

Auch wenn ein Head-up-Display selbst in der teuersten Ausstattungsvariante nicht an Bord ist, können sich die Serienausstattung und die Assistenzsysteme sehen lassen. Das von uns getestete Ultimate-Modell verfügt über ein gut ablesbares 12-Zoll-Fahrerinfodisplay hinter dem Lenkrad, ein 10-Zoll-Multimediadisplay mit Navigationssystem von TomTom und natürlich Android Auto oder Apple CarPlay. Für viel Fahrkomfort sorgen auch das in der Ultimate-Version serienmäßige LED-Matrixlicht mit Fernlichtassistent, die 180-Grad-Rückfahrkamera und die adaptive Geschwindigkeitsregelanlage.

Es werde Licht

Das LED-Matrixlicht ist eines der Besten auf dem Markt und macht die Nacht zum Tag. Der entgegenkommende Verkehr wird selbst bei Fernlicht nicht geblendet, weil der Lichtkegel die Autos in einem schönen Oval aus dem Verkehr zieht. Bemerkenswert dabei: Das Fernlicht schaltet nicht einfach abrupt ein oder aus, sondern dimmt extrem schnell und weich.

Opel Mokka-e (2023) im Dauertest, Teil 3

Opel Mokka-e (2023) im Dauertest, Teil 3

Zusätzlich zur Ultimate-Ausstattung hatte unser Testwagen das Technologie-Paket (1.900 Euro Aufpreis) mit kabelloser Handy-Ladestation, Ambientebeleuchtung und automatischem Parkpilot an Bord. Letzterer parkt den Mokka selbstständig in Längs- und Querparklücken und warnt natürlich auch beim manuellen Einparken. Und last but not least in unserem grünen Mokka: das Winterpaket (420 Euro Aufpreis) mit Sitzheizung für Fahrer und Beifahrer sowie beheizbarem Lenkrad.

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Fazit

Wer ein Mini-SUV für die Stadt sucht, liegt mit dem Opel Mokka-e genau richtig. Mit dem kleinen Stromer macht das Fahren in der Stadt einfach Spaß und die gute Übersicht durch die leicht erhöhte Sitzposition in Verbindung mit dem leisen Elektroantrieb sorgen für entspanntes Cruisen. Das Auto zeigt aber auch deutlich, dass es zwar ein cooles Lifestyle-SUV ist, aber im Fond und im Kofferraum unter seinen recht kurzen Abmessungen leidet. Das Reisen mit Frau und Kind sowie dem Hund und dem Gepäck im Kofferraum erweist sich dann doch als eine ziemliche Herausforderung.

Bildergalerie: Opel Mokka-e (2023) im Dauertest, Teil 3

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Opel Mokka-e (2023) im Dauertest, Teil 3

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Bild von: Fabian Grass

Opel Mokka-e (2023)

Leistung 100 kW (136 PS), 57 kW (77 PS) (30-Minuten-Leistung)

Max. Drehmoment 260 Nm

Batterie 50 kWh

Beschleunigung 0-100 km/h 9,2 Sek.

Höchstgeschwindigkeit 150 km/h (elektronisch begrenzt)

Länge 4.151 mm

Breite 1.791 mm

Höhe 1.534 mm

Kofferraumvolumen 310 - 1.060 Liter

Leergewicht 1.598 kg

Zuladung 417 kg

Elektrische Reichweite bis zu 324 km (WLTP)

Verbrauch 15,8 - 16,2 kWh/100 km (WLTP)

Aufladezeit 5:15 h (AC dreiphasig bei 11 kW), ca. 30 Min. (80 Prozent bei ca. 100 kW DC)

Basispreis 40.650 Euro

Preis des Testwagens 46.890 Euro (Ultimate Ausstattung)

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