Volvo EX30 (2026): Übersicht mit allen Daten und Preisen
Nach Einführung der 110-kW-Version beginnen die Preise für das kleine Elektro-SUV nun bei knapp 35.000 Euro.
Wie von Volvo erwartet, entwickelte sich der EX30 zum meistverkauften Elektroauto der Marke: Im Jahr 2025 wurden rund 4.744 Stück in Deutschland abgesetzt, was etwa die Hälfte aller verkauften Volvo-Stromer darstellt. Zuletzt kam noch eine neue Basismotorisierung hinzu und die Modellbezeichnungen wurden geändert. Grund genug, unsere Modellübersicht zum Volvo EX30 zu aktualisieren.
Der Volvo EX30 ist ein nur 4,23 Meter langes SUV und fungiert als Elektro-Einstiegsmodell des schwedischen Herstellers. Vorgestellt wurde der Wagen am 7. Juni 2023, die ersten Fahrzeuge wurden in Deutschland im November des gleichen Jahres zugelassen, aber die Auslieferung begann erst Anfang 2024.
Exterieur | Antriebe/Akkus | Interieur | Preise | Konkurrenten/Tests
Exterieur und Maße
Als technische Basis für den EX30 dient die Sustainable Experience Architecture (SEA) von Konzernmutter Geely, auf der unter anderem auch der Smart #1 beruht. Der Radstand des Volvo ist allerdings volle zehn Zentimeter kürzer (2,65 statt 2,75 Meter) und die Höhe neun Zentimeter geringer (1,55 statt 1,64 Meter).
| Länge | Radstand | Breite | Höhe | Kofferraum | |
| Volvo EX30 | 4.233 mm | 2.650 mm | 1.837 mm | 1.550 mm | 318-1.000 Liter, 7 Liter Frunk |
| Smart #1 | 4.270 mm | 2.750 mm | 1.822 mm | 1.636 mm | 323-986 Liter, 15 Liter Frunk |
| Volvo EX40 | 4.440 mm | 2.702 mm | 1.863 mm | 1.640 mm | 410-1.286 Liter, 31 Liter Frunk |
| VW ID.3 | 4.261 mm | 2.770 mm | 1.809 mm | 1.562 mm | 385-1.267 Liter |
Wie man sieht, hat der EX30 ähnliche Maße wie der Kompaktwagen VW ID.3. Dennoch wird er von Volvo als SUV eingestuft. Als Grund nannte uns ein Firmensprecher, dass der EX30 größere Räder, eine höhere Sitzposition und eine größere Bodenfreiheit als ein Kompaktwagen hat. Letztere liegt bei 17 cm (Cross Country: 19 cm), während sie beim ID.3 etwa 15 cm betragen soll. Der Kofferraum des EX30 ist mit 318 bis 1.000 Litern spürbar kleiner als beim ID.3. Dafür hat der EX30 aber zumindest einen kleinen Frunk fürs Ladekabel.
Der EX30 hat wie der große Bruder EX40 bzw. EC40 Bügelgriffe, während EX90 und ES90 Muldengriffe besitzen. Keines der fünf Elektromodelle hat einen Grill. Die Scheinwerfer besitzen die markentypische "Thors Hammer"-Optik. Die Felgen sind stets aus Alu; es gibt die Größen 18, 19 und 20 Zoll. Das Dach gibt es optional in Kontrastfarbe Schwarz. Hellblau wird ohne Aufpreis angeboten, außerdem gibt es Beige, Weiß, Grau und Schwarz. Die Launch-Farbe Moss Yellow wird nicht mehr offeriert.
Die Dachlinie fällt sichtbar nach hinten ab. Am Heck dominieren rechteckige Formen.
Antriebe und Akkus
Zur Art der Motoren macht Volvo keine Angaben. Sie werden aber offenbar vom Smart #1 übernommen, wo Permanentmagnet-Synchronmotoren (PSM) eingesetzt werden. Wie beim Schwestermodell gab es zunächst einen 200-kW-Heckantrieb sowie ein 315-kW-Allradsystem, im März 2026 kam noch eine 110-kW-Basisvariante hinzu. Beim Allradler kommt eine mechanische Kupplung zum Einsatz, welche den Vorderachsantrieb abkoppelt, wenn er nicht gebraucht wird – Mercedes und Hyundai/Kia machen das ähnlich, während der Volvo EX40 inzwischen vorne einen Asynchronmotor hat, den man einfach stromlos schalten kann.
Die Akkus sind etwas größer als beim #1: Während die Smart-Batterien 47 bzw. 62 kWh netto speichern, sind es bei Volvo 49 bzw. 65 kWh. Der kleine Akku mit LFP-Chemie wird bei den beiden Basismodellen verwendet, die anderen beiden Varianten besitzen die große Batterie mit NMC-Chemie. Die Modellbezeichnungen wurden analog zum EX60 aktualisiert. Statt Bezeichnungen wie Single Motor Extended Range werden nun kürzere Namen wie P5 Long Range verwendet:
| EX30 P3 electric | EX30 P5 electric | EX30 P5 Long Range electric | EX30 P8 AWD electric | |
| Antrieb | RWD 110 kW, 343 Nm |
RWD 200 kW, 343 Nm |
RWD 200 kW, 343 Nm |
AWD 315 kW, 200 und 343 Nm |
| 0-100 km/h / Höchstgeschwind. |
8,6 Sek. / 180 km/h |
5,7 Sek. / 180 km/h |
5,3 Sek. / 180 km/h |
3,6 Sek. / 180 km/h |
| WLTP-Verbrauch | 17,0–17,8 kWh | 17,0–17,8 kWh | 17,0–17,8 kWh | 17,5–18,0 kWh |
| Akku netto | 49 kWh | 49 kWh | 65 kWh | 65 kWh |
| WLTP-Reichweite | 324–339 km | 324–339 km | 462–475 km | 445–450 km |
| Anhängelast | 1.000 kg | 1.400 kg | 1.600 kg | 1.600 kg |
Aufgeladen wird serienmäßig mit 11 kW, die Ultra-Version bietet einen 22-kW-Bordlader – eine Besonderheit, die sich der EX30 mit dem Smart #1 teilt. Mit Gleichstrom sind je nach Batterie 134 bzw. 153 kW möglich. Als Ladedauer werden 26 bzw. 27 Minuten angegeben:
| EX30 P3 electric | EX30 P5 electric | EX30 P5 Long Range electric | EX30 P8 AWD electric | |
| Ladeleistung AC/DC | bis 11 (opt. 22)/ 134 kW |
bis 11 (opt. 22)/ 134 kW |
bis 11 (opt. 22)/ 153 kW |
bis 11 (opt. 22)/ 153 kW |
| DC-Ladedauer 10–80 % |
26 min | 26 min | 27 min | 27 min |
| DC-Lade- geschwindigkeit |
1,3 kWh/min | 1,3 kWh/min | 1,7 kWh/min | 1,7 kWh/min |
| Reichweite-Nachladen | bis 9,1 km/min |
bis 9,1 km/min |
bis 12,3 |
bis 11,7 km/min |
Da jede Batterie eine andere Ladekurve hat, ist die maximale Ladeleistung als Maß für das Ladetempo untauglich. Zwei für die Praxis wichtigere Daten lassen sich aus den Herstellerangaben errechnen: Aus der Ladedauer mit Gleichstrom (DC) und der Nettokapazität ergibt sich die durchschnittliche Ladegeschwindigkeit in Kilowattstunden pro Minute Ladezeit.
Analog ergibt sich aus der Ladedauer und der Reichweite ein Wert fürs Reichweite-Nachladen. Dieser zeigt an, wie weit man mit dem Strom kommt, den man in einer Minute nachladen kann. Bei beiden Disziplinen sind die Versionen mit dem großen Akku recht gut. Erfreulich auch: Der Volvo EX30 unterstützt Plug & Charge; man braucht sich also am Schnelllader nicht mehr per Ladekarte oder App zu authentifizieren – das geschieht automatisch über das Ladekabel.
Interieur und Bedienung
Innen hat der EX30 nur einen senkrecht eingebauten Touchscreen, aber kein Instrumentendisplay. Das soll die Übersichtlichkeit erhöhen und Kosten sparen. Auch ein Head-up-Display wird nicht angeboten.
Geöffnet wird der Wagen per Keycard oder per App auf dem Handy – Volvo bietet keinen konventionellen Schlüssel an. Auch muss man zum Systemstart keinen Startknopf drücken; es genügt, die Bremse zu betätigen und den Getriebemodus D oder R zu aktivieren. Letzteres geschieht mit einem Hebel rechts am Lenkrad. Zieht man den Hebel ganz nach unten, wird der Abstandstempomat aktiviert.
Zu den weiteren Besonderheiten gehören die Edelstahlbügel, die im Innenraum als Türöffner dienen. Da sie nicht mechanisch, sondern elektrisch funktionieren, verhindern sie das Öffnen der Fahrertür, wenn gerade ein Rad vorbeifährt – das sogenannte Dooring.
Ein Instrumentendisplay fehlt beim EX30.
Gebaut wird das Auto in China, und zwar laut Reuters im chinesischen Zhangjiakou, seit April 2025 zusätzlich auch im belgischen Gent.
Preise und Ausstattung
Zum Modellstart gab es den Volvo EX30 ab 36.590 Euro, womit das Auto günstiger war als so manches Auto aus dem Volumensegment. Zwischenzeitlich mussten aber 39.790 Euro für die Basisversion gezahlt werden. Seit Einführung der neuen Basisversion beginnen die Preise bei knapp 35.000 Euro. Zu den Ausstattungen Core, Plus und Ultra kam durch die neue Basisversion noch die Essential-Version hinzu. Zusätzlich gibt es noch diverse Cross-Country-Versionen, die wir hier außen vor lassen.
| EX30 P3 electric | EX30 P5 electric | EX30 P5 Long Range electric | EX30 P8 AWD electric | |
| Essential | 34.990 Euro | 36.990 Euro | — | — |
| Core | — | 38.290 Euro | 43.490 Euro | — |
| Plus | — | 41.090 Euro | 46.290 Euro | — |
| Ultra | — | — | 50.790 Euro | 54.190 Euro |
Das Interieur hat serienmäßig das "Indigo"-Design mit einer jeansstoffartigen "Denim"-Blende am Armaturenbrett. Außerdem gibt es die aufpreispflichtigen Interieurdesigns Pine, Misty und Breeze.
Die neue Version Essential bietet 18-Zoll-Aluräder, LED-Licht, Licht- und Regensensor, elektrisch beheiz-, einstell- und anklappbare Außenspiegel, Klimaautomatik, den 12,3-Zoll-Touchscreen, Spurhalteassistent und Totwinkelwarner, das 360-Grad-Rundumsicht-System sowie Parkpiepser vorn und hinten. Zur Ausstattung Core gehören zusätzlich ein Abstandstempomat (ACC), die Wärmepumpe, der Kofferraum-Einlegeboden, der Frunk und die Alarmanlage.
Bei Plus erhält man außerdem eine Zweizonen-Klimaautomatik, ein Premium-Audiosystem, induktives Handy-Laden, eine sensorgesteuerte Heckklappe und einen assistierten Spurwechsel. Bei Ultra schließlich werden 19-Zöller montiert; außerdem kommen der 22-kW-Bordlader, elektrisch einstellbare Vordersitze, ein Dach in Kontrastfarbe Schwarz, Sitz- und Lenkradheizung, ein Glasdach, ein Einparkassistent, ein Rundumsichtsystem und rahmenlose Außenspiegel hinzu.
Es gibt nur wenige Extras. Empfehlenswert ist das Winterpaket mit Sitz- und Lenkradheizung für 325 Euro. Als Zubehör angeboten werden eine Anhängerkupplung und ein Fahrradträger für diese.
Konkurrenten und Tests
Zu den Konkurrenten gehören im Fall der Basisversion die kleinen SUVs von Stellantis wie der Jeep Avenger oder der Peugeot E-2008 sowie der Hyundai Kona Elektro. Die höheren Versionen konkurrieren mit dem Smart #1 und dem Kia EV3. Der Smart und der EX30 gehören auch zu den wenigen kleinen SUVs mit Allradantrieb. Ebenfalls einen Blick wert sind die Kompaktwagen VW ID.3, MG4 EV und Renault Megane Electric.
Der EX30 wurde von uns bereits mehrmals getestet:
- Test des Twin Performance im Januar 2025
- Test des Single Motor Extended Range im August 2024
- Test beider Versionen bei der Fahrvorstellung im November 2023
- Test der Cross-Country-Version im Juli 2025
Uns störte das fehlende Instrumentendisplay und dass die Spiegel per Touchscreen eingestellt werden müssen. Unpraktisch ist auch, dass es für die vier Fensterheber nur drei Knöpfe gibt (in der mittleren Armlehne). Wirklich schick ist allerdings die Google-Earth-Karten-Darstellung. Das Infotainmentsystem basiert generell auf Google-Technik (inklusive Sprachbedienung) und ist dementsprechend vertraut und praktisch. Sehr gut ist auch, dass das System für lange Strecken eine komplette Ladestrategie erstellt. Dabei wird genau angegeben, welche Ladestationen man anfahren sollte und wie lange dort zu laden ist.
Was die Antriebe angeht, so reicht der 200-kW-Heckantrieb völlig aus; wirklich sportlich wirkt das Auto aber selbst mit dem Allradantrieb nicht. Laut Volvo hat man nur bei voller Batterie und bis etwa 80 Prozent Ladestand die volle Power, was beim Testwagen nicht der Fall war. Bei der Rekuperation kann man One Pedal Driving aktivieren. Das bedeutet hier, dass der Kriechgang deaktiviert wird; ansonsten ist die Rekuperation aber schwach. Das Fahrwerk machte einen guten Eindruck.
Technische Daten des Volvo EX30
- Heck- oder Allradantrieb, wohl mit Permanentmagnet-Synchronmotoren (PSM)
- Systemleistung / Drehmoment: 110, 200 bzw. 315 kW / 343 bzw. 200 und 343 Nm
- 0–100 km/h / Höchstgeschwindigkeit: 8,6 bis 3,6 Sek. / 180 km/h
- WLTP-Stromverbrauch: 17,0 bis 18,0 kWh/100 km
- Akku netto / WLTP-Reichweite: 49 bzw. 65 kWh / 324-475 km
- Ladeleistung: bis 11 kW AC (optional 22 kW), bis 134 bzw. 153 kW mit DC
- DC-Ladedauer 10–80 %: 26 bzw. 27 min
- Maße: 4.233 mm Länge / 1.837 mm Breite / 1.550 mm Höhe / 2.650 mm Radstand
- Kofferraum: 318–1.000 Liter plus 7 Liter Frunk
- Basispreis: 34.990 Euro
- Marktstart: Anfang 2024
Letzte Änderung am 9. April 2026: Neue Basisversion mit 110 kW eingefügt
Quelle: Preisliste, Technische Daten
Auch interessant
Volvo EX30: Neue 110-kW-Basisversion P3 für 34.990 Euro bestellbar
Jeep Avenger (2027): Neues Modelljahr mit beleuchtetem Grill
Volvo EX30 Cross Country (2025) im ersten Fahrbericht
"Pleos Connect": Neues Infotainment für Hyundai, Kia, Genesis
Volvo EX30: Produktion in Europa nun angelaufen
Leapmotor B05 Ultra: Startet die Sportversion bald bei uns?
Volvo EX30 Cross Country (2025): Erstkontakt auf Eis