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Opel Astra Electric (2026): Neue 454-km-Version jetzt bestellbar

Trotz des größeren Akkus ist die Schräghecklimousine unverändert ab 37.990 Euro erhältlich.

Opel Astra (2026)
Bild von: Motor1.com Deutschland

Das Facelift des Opel Astra Electric und seiner Kombiversion Astra Sports Tourer ist nun bestellbar. Trotz der größeren Batterie und der gestiegenen Reichweite bleibt der Basispreis der gleiche: 37.990 Euro werden für die Basisversion des normalen Fünftürers verlangt. Für den Astra Sports Tourer Electric sind mindestens 39.490 Euro zu zahlen. Die neuen Versionen stehen schon im Konfigurator, und auch eine Preisliste gibt es bereits.

Der Opel Astra Electric kam im Sommer 2023 auf den Markt. Auf die 4,37 Meter lange Schräghecklimousine folgte schon kurz darauf der Astra Sports Tourer Electric, der mit 4,64 Meter deutlich länger ist. Zweieinhalb Jahre später startet nun das Facelift.

Exterieur und Interieur

Für den neuen Astra wurde der sogenannte Opel-Vizor weiterentwickelt. So bezeichnet der Hersteller die schwarze Blende, die an die Stelle des traditionellen Grills tritt. Die neue Optik mit einer horizontalen Lichtlinie und zwei kurzen vertikalen Lichtleisten bildet eine Art Fadenkreuz, in dessen Mitte das Blitz-Logo prangt – die Marke selbst spricht lieber vom "Opel-Kompass". Das Blitz-Logo ist erstmals illuminiert. Beim Vorgänger verschwand das dunkelgraue Logo optisch fast völlig im Schwarz des Vizors:

Opel Astra (2026)

Neuer Astra (2026) mit Leucht-Logo

Bilder von: Opel
Opel Astra Electric (2023) im Test

Alter Opel Astra Electric

Das Leucht-Logo zeichnete bisher nur das Flaggschiff Opel Grandland aus. Davon abgesehen erhält der Astra neue 17- und 18-Zoll-Alufelgen sowie die neuen Metallic-Lackierungen "Kontur-Weiß" und "Klover-Grün". Auf Wunsch gibt es ein Dach in der Kontrastfarbe Schwarz.

Innen wurde den Bildern nach nicht viel geändert. Das Cockpit soll "klarer" gestaltet worden sein. Das bezieht sich offenbar auf die Anzeigen von Instrumentendisplay und Touchscreen. 

Opel Astra (2026)

Neuer Opel Astra (2026)

Bilder von: Opel
Opel Astra Electric (2023) im Test

Das Cockpit im Vor-Facelift-Modell

Akku und Antrieb

Technische Basis ist nach wie vor die Efficient Modular Platform EMP2, die auch die Verbrenner trägt. Diese trägt auch die Schwestermodelle Peugeot E-308 und DS N°4, deren Facelifts bereits vorgestellt wurden. Wie dieser erhält auch der Astra nun eine größere Batterie.

Bisher wurde ein Akku mit 54 kWh brutto und knapp 51 kWh netto eingebaut, künftig sind es 58,3 kWh brutto und 55,4 kWh netto. Das heißt, die Nettokapazität steigt um etwa zehn Prozent. Entsprechend vergrößert sich die Reichweite. Bei der Schräghecklimousine steigt der WLTP-Wert von 419 auf 454 km. 

  Astra Electric Astra Tourer Electric
Antrieb FWD 115 kW, 270 Nm FWD 115 kW, 270 Nm
0-100 km/h / Vmax 9,3 Sek. / 150 km/h 9,5 Sek. / 150 km/h
WLTP-Verbrauch 15,3–15,5 kWh 15,6–15,8 kWh
Akku netto / brutto 55,4 / 58,3 kWh 55,4 / 58,3 kWh
WLTP-Reichweite 432–454 km 422–445 km

Mit Wechselstrom (AC) wird serienmäßig dreiphasig geladen, die maximale Ladeleistung mit Gleichstrom (DC) beträgt nach wie vor 100 kW. Für den Standard-Ladehub von 20 auf 80 Prozent werden nun 32 min angegeben, bisher waren es 30 min. Dabei ist allerdings die größere Speicherkapazität zu bedenken. 

  Astra Electric Astra Tourer Electric
Max. Ladeleistung AC/DC 11 / 100 kW 11 / 100 kW
DC-Ladedauer 20–80% ca. 32 min ca. 32 min
DC-Ladegeschwindigkeit ca. 1,0 kWh/min ca. 1,0 kWh/min
Reichweite-Nachladen bis ca. 8,5 km/min bis ca. 8,3 km/min

Die Ladegeschwindigkeit betrug bisher 51 kWh x 0,6 / 30 min = 1,0 kWh/min, mit der gestiegenen Nettokapazität und der längeren Ladedauer ergibt sich der gleiche Wert. Fürs Reichweite-Nachladen errechnet sich mit der Maximalreichweite: 454 km x 0,7 / 32 min =  9,8 km/min. Beide Werte sind nicht gut; ähnlich teure VW ID.3 Pro mit einer etwa gleich großen Batterie liegt bei 59 x 0,7 / 24 min = 1,7 kWh/min bzw. 434 km x 0,7 / 24 min = 12,7 km/min. Das heißt, beim Astra kann man pro Minute Strom für weniger als 9 km nachladen, beim VW für fast 13 km.

Opel Astra (2026) im Video

Was den Antrieb angeht, so bleibt es bei den bisherigen 115 kW – analog zum Peugeot E-308. Mehr Leistung gibt es dagegen beim gelifteten DS N°4, der nun 156 kW hat, sowie beim Peugeot E-408, der ebenfalls auf EMP2 beruht und 157 kW bietet.

Wie Peugeot führt auch Opel Vehicle-to-Load (V2L) ein. Ob das auch für Plug&Charge gilt, bleibt offen; weder den Pressemeldungen noch den Preisliste ist dazu etwas zu entnehmen. 

DS N°4 E-Tense (2025): Die Batterie

Während die Batterie bei modernen E-Autos eine Platte im Unterboden bildet, werden die Zellen bei den EMP2-Stromern überall eingebaut, wo es die Verbrennerplattform zulässt. (Bild: DS N°4 E-Tense 2025)

Bild von: DS Automobiles

Preise und Ausstattungen

Die "Intelli-Sitze" sind künftig serienmäßig an Bord. Sie weisen eine mittige Rille auf, die für für mehr Sitzkomfort sorgen soll. Eine weitere Neuheit ist das vom Grandland bekannte "Intelli-Lux HD Licht", das nun erstmals auch im Astra erhältlich ist. Es besteht aus mehr als 50.000 Elementen und soll vorausfahrende sowie entgegenkommende Autos noch schneller und präziser ausblenden als bisherige Matrix-LED-Technologien. 

Die Preise der einzelnen Ausstattungen:

  Astra Electric Astra Tourer Electric
Edition 37.990 Euro 39.490 Euro
GS 40.310 Euro 41.810 Euro
Ultimate 42.860 Euro 44.860 Euro

Zum Vergleich: Den VW ID. 3 Pro mit minimal weniger Reichweite aber 170 kW Antriebsleistung und besserer Ladeperformance kostet nach Liste 36.425 Euro, mit dem aktuell geltenden Herstellerrabatt von 4.000 Euro bleiben noch 32.425 Euro, also über 5.000 Euro weniger, als der Astra kostet.

Bildergalerie: Opel Astra und Astra Sports Tourer (2026)

Unter dem Strich

Bisher liegt der Astra Electric bei den Elektroauto-Verkäufen von Opel nur auf Platz fünf – hinter dem Corsa, dem Frontera, dem Grandland und dem Mokka Electric. Und die Elektroquote beim Astra beträgt nur etwa fünf Prozent – beim Corsa sind es 14 Prozent, beim Frontera sogar 34 Prozent.

Ob sich der Absatz durch eine um zehn Prozent größere Batterie und eine entsprechend gewachsene Reichweite wesentlich steigern lässt? Wir bezweifeln es. Inzwischen hinkt Opel hier deutlich hinterher, vor allem, wenn man sich den VW ID.3 mit bis zu 606 km Reichweite ansieht oder den neuen Kia EV4 mit einem WLTP-Wert bis zu 625 km. So viel ist vermutlich bei der alten Verbrennerplattform mit ihrer arg zersplitterten Batterie nicht möglich. Doch mit einer Umstellung auf die neue Plattform STLA Medium lässt sich Stellantis offenbar Zeit.

Letzte Änderung am 13. März 2026: Werte für die Ladegeschwindigkeit korrigiert; die 32 min Ladedauer beziehen sich auf einen Ladehub von 20 bis 80 Prozent, nicht 10 bis 80 Prozent.