Alle Elektro-Kompaktwagen 2026: Modelle, Preise und Reichweiten
Vom VW ID.3 für 30.000 Euro bis zum Kia EV4 mit 625 km Reichweite: 15 Kompaktstromer in der großen Übersicht mit allen Daten.
Sie wollen einen Kompaktwagen mit Elektroantrieb? So etwas wie einen elektrischen Golf? Dann sind Sie hier richtig. Wir haben unsere Übersicht über alle Fahrzeuge zwischen 4,20 und 4,45 Meter Länge im März 2026 komplett aktualisiert. Danach haben wir im April noch die Facelifts des VW ID.3 (Neo) und des Cupra Born berücksichtigt. Der ebenfalls neue MG4 EV Urban fehlt noch, da er bislang nicht konfigurierbar ist.
Insgesamt gibt es damit nun 15 elektrische Kompaktwagen. Die Grenzen zum Kompakt-SUV sind allerdings fließend. Die Optik ist für uns ein zu subjektives Kriterium, die Bodenfreiheit wird oft nicht angegeben, und so nehmen wir die Karosseriehöhe als Maßstab: Alles bis zu einer Höhe von 1,56 Metern ist für uns noch ein Kompaktwagen, höhere Modelle sind SUVs. Hier sind sie also, die Kompakt-Stromer, geordnet nach Länge:
Renault Megane (4,20 m lang, 1,51 m hoch)
Der Renault Megane Electric oder Megane E-Tech Elektrisch, wie er im Konfigurator heißt, ist das kleinste Modell in unserer Liste. Es gibt ihn inzwischen nur noch mit 160-kW-Antrieb und rund 450 km Reichweite, die Einstiegsversion entfiel. Der Kofferraum fasst 440-1.332 Liter, was ein guter Wert ist. Der aber nicht viel besagt, da Renault sich nicht an die VDA-Norm hält. Wenn man sich mit der – schon recht umfangreich ausgerüsteten – Basisversion begnügt, zahlt man 41.000 Euro. Die Wärmepumpe ist Serie, eine Sitzheizung ist im Paket für 550 Euro verfügbar.
Ford Puma Gen-E (4,21 m lang, 1,56 m hoch)
Ford selbst bezeichnet den Puma Gen-E als SUV, aber mit 1.555 mm Höhe passt er gerade noch in unseren Bezugsrahmen. Mit 124 kW ist die Motorisierung eher bescheiden, die Reichweite stieg Anfang 2026 auf immerhin 417 km. In den Kofferraum passen 523 bis 1.283 Liter; hinzu kommen noch ein 43 Liter großer Frunk und ein großes Unterbodenfach hinten, das weitere 50 Liter fasst. Eine Besonderheit ist auch das geringe Gewicht von unter 1,6 Tonnen, was zum sportlichen Fahrgefühl beiträgt. Die Preise beginnen bei 36.990 Euro nach Liste. Eine Sitzheizung gibt es im Paket für 550 Euro, aber eine Wärmepumpe ist nicht verfügbar.
Volvo EX30 (4,23 m, 1,55 m hoch)
Der Volvo EX30 wird vom Hersteller als SUV bezeichnet, aber auch hier beträgt die Höhe 1.555 mm und liegt damit noch unter unserem Limit. Seit März 2026 beginnt die Palette mit einem P3 mit 110-kW-Heckantrieb. Außerdem werden ein P5 mit 200 kW und der Allradler P8 mit 315 kW angeboten. Die reichweitenstärkste Version, der P5 Long Range, kommt immerhin 475 km weit. Das hohe Gewicht von 1,8 bis 2,0 Tonnen bezahlt man mit Normverbräuchen jenseits von 17 kWh/100 km. Zudem ist der Kofferraum mit 318–1.000 Litern (plus 7 Liter im Frunk) nicht groß. Die Preise beginnen dank der neuen Basisversion nun bei 34.990 Euro.
VW ID.3 Neo (4,27 m, 1,56 m hoch)
Mit fast 32.000 Verkäufen im Jahr 2025 war der ID.3 der beliebteste Kompakt-Stromer Deutschlands. Der im April 2026 vorgestellte VW ID.3 Neo ist die Facelift-Version. Die drei Startversionen mit 125, 140 und 170 kW erhalten alle den neuen APP350-Motor. Dazu kommen Batterien mit 50, 58 bzw. 79 kWh. Damit ergeben sich nun bis zu 626 km Reichweite nach WLTP-Norm. Innen gibt es ein größeres Instrumentendisplay und mehr physische Knöpfe. Die Listenpreise beginnen fast unverändert bei 33.995 Euro, auch hier wird schon ein Herstellerrabatt von 4.000 Euro geboten. Mit 29.995 Euro gehört der ID.3 zu den günstigsten Modellen in dieser Übersicht.
MG4 EV (4,29 m, 1,52 m hoch)
Im Frühjahr 2026 wurde der MG4 Electric durch den MG4 EV ersetzt. Neben dem neuen Namen erhielt der chinesische Kompaktstromer neue Batterien und auch die Antriebspalette änderte sich. Angeboten werden nun zwei Hecktriebler mit 140 und 180 kW mit 61 bzw. 72 kWh netto und ein Allradler mit 320 kW und 72 kWh netto. Mit 545 km nach WLTP kommt die mittlere Variante am weitesten, aber die Basisversion lädt schneller. Der Kofferraum fasst 388–1.164 Liter und die Preise beginnen bei ambitionierten 42.990 Euro.
Kia EV3 (4,30 m, 1,56 m hoch)
Aufgrund seiner Optik hätten wir den Kia EV3 zu den SUVs gezählt, doch das Modell ist nur 1,56 m hoch und unterscheidet sich damit kaum vom ID.3. Angeboten wird ausschließlich ein 150-kW-Fronttriebler, aber man kann zwischen zwei Batterien wählen. Damit ergeben sich Reichweiten von bis zu 436 bzw. bemerkenswerten 605 km. Die Preise beginnen bei knapp 36.000 Euro, die reichweitenstarke Variante gibt es ab rund 41.000 Euro. Der Kofferraum fasst 460 bis 1.251 Liter, ist also etwas größer als beim ID.3.
Peugeot E-2008 (4,30 m, 1,52 m hoch)
Auch den Peugeot E-2008 hätten wir subjektiv zu den SUVs gezählt, aber mit 1,52 Metern Höhe (ohne die optionale Dachreling) passt er in unser Beuteschema. Für den Antrieb sorgt stets der altbekannte 115-kW-Frontmotor, der in Kombination mit dem 54-kWh-Akku (netto 51 kWh) WLTP-Reichweiten von bis zu 398 km ermöglicht. Die Preise beginnen erst bei 40.700 Euro – das heißt, die Basisversion ist schlappe 10.000 Euro teurer als beim ID.3. Der Kofferraum ist mit 434bis 1.467 Litern allerdings spürbar größer.
Cupra Born Facelift (4,34 m lang, 1,54 m hoch)
Der Cupra Born erhielt im Frühjahr 2026 ein Facelift. Die neue Lichtsignatur mit Dreieckselementen erinnert deutlich an den Tavascan und den Raval. Innen gibt es eine verbesserte Bedienung mit mehr physischen Knöpfen sowie ein größeres Instrumentendisplay. Die Topversion VZ mit 240 kW und 79-kWh-Batterie unverändert bleibt, sie bietet nun aber 630 statt 594 km WLTP-Reichweite. Die Varianten mit 140 und 170 kW erhalten den neuen APP350-Motor. Beim Einsteigermodell ersetzt ein 58-kWh-Akku die 60-kWh-Batterie. Die Preise beginnen bei knapp 36.000 Euro, wobei der Cupra-Tribe-Bonus von 4.000 Euro schon abgezogen ist.
Neuer Nissan Leaf (4,35 m, 1,55 m hoch)
Der neue Nissan Leaf ist knapp 1,56 m hoch, und damit passt der Wagen in unsere Definition. Technisch ist er ein Verwandter des Elektro-Megane, mit dem er sich die Plattform CMF-EV alias AmpR Medium teilt. Auch die Antriebe mit 130 bzw. 160 kW sind bekannt, aber erfreulicherweise hat sich Nissan für größere Batterien entschieden: Sie speichern 53 bzw. 75 kWh. So betragen die Reichweiten hier 436 bzw. 604 km. Der Kofferraum fasst 437 bis 1.052 Liter. Die Preise beginnen bei 35.950 Euro, die Version mit großer Reichweite gibt es ab 41.200 Euro.
Citroën e-C4 (4,36 m lang, 1,53 m hoch)
Der Citroën e-C4 erhielt Anfang 2025 ein Facelift und hat seitdem eine Optik à la Citroën e-C3 mit vielen horizontalen LED-Tagfahrlichtern. An der Technik änderte sich aber nichts. Basis ist nach wie vor die Plattform eCMP, die auch den Peugeot E-2008 trägt. Anders als bei diesem wird neben dem 115-kW-Antrieb auch noch der ältere 100-kW-Motor angeboten. So beginnen die Preise hier schon bei 31.900 Euro. Auch die 115-kW-Version ist mit einem Basispreis von 34.100 Euro deutlich günstiger als bei Peugeot. Allerdings ist der Kofferraum mit 380 bis 1.250 Litern etwas kleiner.
Opel Astra Electric Facelift (4,37 m lang, 1,49 m hoch)
Der Opel Astra Electric misst auch nach dem Facelift 4,37 Meter und ist damit rund 17 cm länger als der ID.3. Aber in den Kofferraum passt mit 352-1.268 Litern nicht mehr als in den Rivalen. Technische Basis ist die alte EMP2-Plattform. Für den Antrieb sorgt wie gehabt der 115-kW-Motor, doch es wird ein neuer Akku mit 55 kWh netto (58 kWh brutto) eingebaut. Damit stieg die WLTP-Maximalreichweite von 419 auf immerhin 454 km. Welch ein Unterschied: Der VW-Konkurrent bietet bis zu 240 kW und maximal 605 km. Die Preise sind angesichts der geringen Leistung und Reichweite ambitioniert: Los geht es erst bei 37.990 Euro.
Peugeot E-308 Facelift (4,37 m lang, 1,44 m hoch)
Der Peugeot E-308 ist das Schwestermodell des Opel Astra und hat die gleichen Nachteile: eine ziemlich schwache Motorisierung mit nur 115 kW und einen recht kleinen Akku. Auch hier wurde die Batterie mit dem Facelift etwas größer und die Reichweite stieg auf bis zu 450 km. Der Basispreis bleibt so ambitioniert wie bisher: Mit 42.435 Euro ist er sogar noch höher als bei Opel. Das Facelift brachte außerdem den Drei-Krallen-Look. Wärmepumpe sowie ein 11-kW-Bordlader sind nun serienmäßig.
DS N°4 (4,40 m lang, 1,47 m hoch)
Wie der Astra und der 308 gehört auch der im Juni 2025 vorgestellte DS N°4 (sprich "Nummer 4") zu den EMP2-Modellen von Stellantis. Die Elektroversion E-Tense erhält aber einen stärkeren Antrieb mit 157 kW. Dazu kommt eine Batterie, die 58,3 kWh netto und 61,0 kWh brutto speichert, also mehr als bei den Schwestermodellen. Die Normreichweite ist mit maximal 449 km aber nicht größer. Der Kofferraum fasst 390 bis 1.260 Liter und liegt damit im Mittelfeld des Segments. DS-typisch hoch sind jedoch die Preise: Die Basisversion kostet unglaubliche 46.490 Euro.
Smart #3 (4,40 m lang, 1,56 m hoch)
Nein, man macht nichts falsch, wenn man den Smart #3 als Coupé-SUV oder als Crossover bezeichnet, aber von den Maßen her passt er in unsere Kompaktwagen-Definition. Da Smart zur Hälfte zum chinesischen Geely-Konzern gehört, der auch Eigentümer von Volvo ist, teilt sich der "Hashtag 3" die Technik mit dem Volvo EX30. So gibt es auch hier Antriebe mit 200 bzw. 315 kW. Die Reichweiten sind weniger berühmt, mehr als 455 km sind nicht drin; der Stauraum ist mit 370 bis 1.160 Litern klassentypisch. Die Preise beginnen bei 40.490 Euro, doch dank des Herstellerrabatts von derzeit 6.000 Euro werden daraus 34.490 Euro.
Kia EV4 (4,43 m lang, 1,49 m hoch)
Noch neu im Segment ist der Kia EV4, der gleichzeitig auch das größte Modell ist, das wir noch als Kompaktwagen klassifizieren: Mit 4,43 Metern Länge ist er 12 cm länger als der Kia EV3, die Höhe ist mit 1,49 m aber deutlich geringer. Technisch gleichen sich die beiden Modelle stark: Auch den EV4 gibt es ausschließlich mit 150-kW-Frontantrieb und man kann zwischen den gleichen zwei Batterien wählen. Mit der größeren sind stolze 625 km möglich – der Bestwert im Segment. Auch der Kofferraum fällt mit 435 bis 1.415 Litern groß aus. Die Preise beginnen bei etwa 38.000 Euro, die Long-Range-Variante gibt es ab etwa 43.000 Euro.
Unter dem Strich
Zugegeben, bei Elektro-SUVs gibt es mehr Wahlmöglichkeiten, aber auch bei den elektrischen Kompaktwagen ist die Vielfalt inzwischen groß. Die Palette reicht vom VW ID.3 Pure mit 125 kW, der mit knapp 30.000 Euro inklusive Herstellerrabatt das günstigste Modell ist, bis zum 52.000 Euro teuren Volvo EX30 mit 315-kW-Allradantrieb. Bei der Reichweite bildet der Kia EV4 mit 625 km die Speerspitze. Und Modelle wie der Peugeot E-2008 oder der Kia EV4 zeigen mit über 1.400 Liter Kofferraum, dass schon in dieser Klasse Stauvolumina möglich sind, die kaum geringer sind als beim fast fünf Meter langen Audi A6 Avant e-tron mit seinen 1.422 Litern.
Letzte Änderung am 20 April 2026: Cupra Born durch Facelift-Modell ersetzt.
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