Skoda Peaq (2026): Daten, Preise und Reichweite des Elektro-SUVs
Der neue Skoda Peaq bietet bis zu sieben Sitze, 642 km Reichweite und startet bei 49.900 Euro
Der Skoda Peaq wurde bereits im Juni vorgestellt, inzwischen gibt es auch eine komplette Preisliste. So sind nun alle Daten und Preise bekannt. Wir stellen das neue Siebensitzer-SUV noch einmal in allen Details vor.
Mit 4,87 Metern Länge ist der Neuling der größte Elektro-Skoda, und mit einem Basispreis von knapp unter 50.000 Euro auch der teuerste. Die Technik unterscheidet sich von der des Enyaq und Elroq, da das Modell auf der weiterentwickelten Version des Elektrobaukastens MEB+ basiert. So sind die Akkus größer und auch die Antriebe etwas anders.
Exterieur | Interieur | Antriebe/Batterien | Preise
Bildergalerie: Skoda Peaq (2026)
Exterieur
Mit 4,87 Meter Länge gehört der Peaq zu den großen Elektro-SUVs. Er ist rund 20 Zentimeter länger als der Enyaq, und auch der Radstand ist entsprechend länger. Zudem ist er etwa sechs Zentimeter höher. So passt auch mehr Gepäck hinein. Außerdem hat das Modell einen kleinen Frunk.
| Länge | Breite | Höhe | Radstand | Kofferraum | |
| Skoda Peaq | 4.874 mm | 1.867 mm | 1.664 mm | 2.965 mm | 299–2.150 Liter 37 Liter Frunk |
| Skoda Enyaq | 4.658 mm | 1.879 mm | 1.607 mm | 2.766 mm | 585–1.710 Liter kein Frunk |
| VW ID. Buzz | 4.714 mm | 2.064 mm | 1.923 mm | 2.989 mm | bis 2.977 Liter kein Frunk |
| VW ID.7 Tourer | 4.961 mm | 1.862 mm | 1.536 mm | 2.971 mm | 532–1.586 Liter kein Frunk |
Unsere Vergleichstabelle zeigt jedoch, dass es im Konzern auch andere Elektroautos mit rund drei Meter Radstand gibt – der ID. Buzz hat schon in der Version mit normalem Radstand einen größeren Achsabstand.
Der Peaq besitzt die neue "Modern Solid"-Optik. Dazu gehören wie beim praktisch gleichzeitig startenden Epiq T-förmige Leuchten vorn und hinten. Der Grill (respektive das "Tech Deck") ist nur optional illuminiert. Bei der Sportline-Version ist das Standard; hier gibt es auch sportlichere Schürzen.
Als erster Skoda hat der Peaq außerdem flächenbündig integrierte Türgriffe – während der Epiq traditionelle Bügelgriffe besitzt. Die Griffe fahren automatisch aus, wenn man sich mit dem Schlüssel nähert. Die Energie dafür kommt aus der Starterbatterie. Ist diese durch einen Unfall ausgeschaltet, fließt der Strom aus eigens dafür gedachten Kondensatoren in den Türen, wie wir bei der Fahrveranstaltung erfuhren. Die eigentliche Türöffnung wird dann mechanisch über Bowdenzüge bewerkstelligt. Serienmäßig rollt der Peaq auf 19-Zoll-Alufelgen, optional gibt es 20- und 21-Zöller.
Interieur
Nicht nur die bündigen Türgriffe sind ungewöhnlich; als erstes Elektromodell aus dem VW-Konzern hat der Skoda Peaq auch einen senkrecht eingebauten Touchscreen. Zu diesem 13,6-Zoll-Monitor kommen noch ein 10-Zoll-Instrumentendisplay und optional ein Head-up-Display. Das Infotainmentsystem basiert auf Android Automotive.
Der Peaq ist serienmäßig ein Fünfsitzer. Die Rückbank lässt sich längs verschieben. Der Kofferraum fasst je nach Position der Fondbank bis zu 935 Liter. Die Rücksitzlehnen lassen sich im Verhältnis 40:20:40 geteilt umklappen. Danach bietet der Peak bis zu 2.150 Liter Ladevolumen. Dazu kommt noch ein 37 Liter großer Frunk.
Für 990 Euro Aufpreis gibt es eine dritte Sitzreihe, womit der Wagen zum Siebensitzer wird. Stehen alle Sitzlehnen aufrecht, bleiben noch 399 Liter Stauraum, hinter der zweiten Sitzreihe bleiben hier 890 Liter und bei komplett umgelegten Sitzen sind es bis zu 2.075 Liter. Die Rücksitze lassen sich vom Kofferraum per Fernentriegelung umklappen. Ungewöhnlich: Das Gepäckraumrollo hat eine elektrische Entriegelung.
Antriebe und Batterien
Den Skoda Peaq gibt es mit Heck- und Allradantrieb. Hinten wird stets eine Permanentmagnet-Synchronmaschine (PSM) eingesetzt, beim Allradler kommt vorn noch eine Asynchronmaschine (ASM) hinzu, bei der es sich nach wie vor um den Motor von Magna handelt. Sie dürfte stromlos geschaltet werden, wenn sie nicht gebraucht wird.
Beim Peaq 90 wird hinten der APP550 eingebaut, der im ID.7 erstmals zum Einsatz kam. Die anderen beiden Varianten haben hinten um den APP350, eine neue Maschine mit 350 Nm Drehmoment. Diese wird bereits mit Siliciumcarbid-Invertern kombiniert, wie wir auf Nachfrage beim Fahrevent erfuhren. Diese sorgen für eine besonders effiziente Umwandlung des Gleichstroms aus der Batterie in den Wechselstrom für den Motor. Bisher setzt Skoda diese Technik nur in Kombination mit dem neuen APP350 ein, bei den anderen Antrieben ist die Technik in Vorbereitung.
| Peaq 60 | Peaq 90 | Peaq 90x | |
| Antrieb | RWD 150 kW, 350 Nm |
RWD 210 kW, 545 Nm |
AWD 220 kW, 484 Nm (134 Nm vorn, 350 Nm hinten) |
| 0–100 km/h / Vmax | 8,4–8,5 Sek. / 160 km/h | 7,1 Sek. / 180 km/h | 6,7–6,8 Sek. / 180 km/h |
| WLTP-Verbrauch | 14,9–17,5 kWh | 15,1–17,6 kWh | 16,0–18,5 kWh |
| Akku netto / brutto | 59 / 63 kWh | 86 / 91 kWh | 86 / 91 kWh |
| WLTP-Reichweite | 389–456 km | 553–642 km | 526–609 km |
| Max. Anhängelast | 1.800 kg | 1.800 kg | 2.000 kg |
Die kleinere Batterie hat 59 kWh netto und 63 kWh. Damit ist sie etwas größer als beim Elroq 60 und Enyaq 60. Der 59-kWh-Akku ist nicht etwa neu, sondern stammt noch aus dem alten Enyaq. Er besteht laut Skoda aus neun Modulen und hat eine NMC-Chemie. Bei dem größeren Akku mit 86 kWh netto und 91 kWh brutto dagegen handelt es sich um die Batterie aus dem VW ID.7 und VW ID. Buzz – die größte Batterie im Elektrobaukasten des Konzerns. Damit ergibt sich beim Peaq 90 eine maximale Reichweite von 642 Kilometern.
| Peaq 60 | Peaq 90 | Peaq 90x | |
| Max. Ladeleistung AC / DC |
11 / 160 kW | 11 / 199 kW | 11 / 199 kW |
| DC-Ladedauer 10–80 % | 27 min | 28 min | 28 min |
| Ladegeschwindigkeit | 1,5 kWh/min | 2,2 kWh/min | 2,2 kWh/min |
| Durchschn. DC-Ladeleistung | 90 kW | 129 kW | 129 kW |
| Reichweite-Nachladen | bis 11,9 km/min | bis 16,1 km/min | bis 15,2 km/min |
Aufgeladen wird beim kleineren Akku mit bis zu 160 kW in einer Standard-Ladezeit von 27 Minuten. Damit errechnet sich eine Ladegeschwindigkeit von 59 kWh × 0,7 / 27 min = 1,5 kWh/min. Durch Multiplizieren mit 60 min/h erhält man die durchschnittliche Ladeleistung on 90 kW.
Obwohl die maximale Ladeleistung viel größer ist als bei der bekannten 58-kWh-Batterie aus dem VW ID.4 Pure, die nur 105 kW nutzen kann, ist die Ladegeschwindigkeit im Bereich zwischen 10 und 80 Prozent sogar etwas geringer (1,5 statt 1,6 kWh/min). Bei der großen Batterie ergeben sich 86 kWh × 0,7 / 28 min = 2,2 kWh/min, was ein sehr guter Wert für ein 400-Volt-Fahrzeug ist.
Beim Nachladen von Reichweite errechnet sich für den Peaq 90 ein Maximalwert von 642 km × 0,7 / 28 min = 16,1 km/min. Das bedeutet: Pro Minute Wartezeit an der Säule kann Strom für durchschnittlich etwa 16 WLTP-Kilometer nachgeladen werden – ebenfalls ein guter Wert.
Preise und Ausstattung
Bei allen drei Motorisierungen darf man zwischen den Ausstattungen Selection und Sportline wählen. Die Preise beginnen bei 49.900 Euro:
| Peaq 60 | Peaq 90 | Peaq 90x | |
| Selection | 49.900 Euro | 57.900 Euro | 60.400 Euro |
| Sportline | 54.800 Euro | 62.800 Euro | 65.300 Euro |
Zur Serienausstattung der Selection-Variante gehören 19-Zoll-Alufelgen, LED-Licht mit dynamischer Leuchtweitenregulierung, Licht- und Regensensor, schlüsselloses Zugangssystem, elektrisch einstell-, beheiz- und anklappbare Außenspiegel, Heckklappe mit sensorgesteuerter Öffnung, Dreizonen-Klimaautomatik, Sitz- und Lenkradheizung, Navigationssystem und Isofix-Verankerungen hinten außen sowie auf dem Beifahrersitz. Ebenfalls Standard sind Parksensoren vorn und hinten, Rückfahrkamera, Abstandsregeltempomat (ACC), Spurhalteassistent, Totwinkelwarner und eine Wärmepumpe.
Optional gibt es das Clever-Paket (elektrisch einstellbare Vordersitze mit Memory-Funktion, Außenspiegel mit Memory-Funktion, induktives Laden für zwei Smartphones usw.) für 1.600 Euro und das Plus-Paket (wie Clever, aber zusätzlich Matrix-LED-Scheinwerfer, dynamische Blinker hinten, illuminierter Grill und Rundumsichtsystem).
Bei Sportline ist das Plus-Paket serienmäßig. Außerdem kommen noch 20-Zöller, Memoryfunktion für die Außenspiegel, Lenkradwippen zum Einstellen der Rekuperation, eine 230-Volt-Steckdose im Kofferraum und der Travel Assist (assistierter Spurwechsel, Stauassistent usw.) hinzu.
Das Head-up-Display gibt es nur im Rahmen des Advanced-Paketes. Dieses baut auf dem Plus-Paket auf und bietet neben dem Head-up-Display zusätzlich noch einen Einparkassistenten, das fernbediente und das trainierte Parken. Für den Sportline kostet es 1.150 Euro Aufpreis. Schließlich gibt es noch ein Maxx-Paket (3.410 Euro für den Sportline) mit adaptiven Dämpfern (DCC), "Ergo-Komfortsitze" vorn mit Beinauflagen, Kissen für die vorderen Kopfstützen, Massagefunktion vorn, ein Sonos-Soundsystem und einen Klapptisch für die Mittelkonsole.
Das Maxx-Paket bietet Kissen à la S-Klasse, Ergo-Komfortsitze und einen Klapptisch auf der Mittelkonsole
Für 990 Euro Aufpreis gibt es die dritte Sitzreihe. Das Panoramaglasdach für 1.820 Euro ist nur für den Sportline bestellbar. Aber die Preisliste enthält noch zahlreiche weitere Optionen.
Unter dem Strich
Der Skoda Peaq ist prädestiniert als Reiseauto für die Familie: Er bietet viel Innen- und Kofferraum, in der 90er-Version deutlich mehr Reichweite als der Enyaq und etwas schnelleres Laden. Für einen Skoda hat der Peaq auch sehr viel Ausstattung und noch mehr Extras – schließlich tritt das Modell in der Mittelklasse an. Die Preise sind allerdings dementsprechend hoch. Unser Vergleich des Peaq 90 mit drei Konkurrenten zeigte jedoch, dass der Preis angemessen ist.
Letzte Änderung am 2. September 2026: Details zu den Türgriffen und zur Batterie hinzugefügt
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