Beinfreiheit offenbar okay, aber man stößt leicht mit dem Kopf oben an

Noch ist die Option im Tesla-Konfigurator ausgegraut, doch bald wird das Model Y auch in Deutschland mit sieben Sitzen geben. Bei Tesla-Fans in den USA wird bereits intensiv diskutiert, wie viel Platz man auf den schlechten Plätzen (in Reihe drei) haben wird. Ein Video von den Youtubern von Good Drive zeigt das Sitzsystem nun ziemlich genau.

Sie können sich das englischsprachige Video ansehen; die wichtigsten Infos daraus haben wir für Sie zusammengefasst.

In den USA, wo Good Drive herkommt, wurde die Siebensitzer-Option erst vor zwei Wochen vorgestellt. Die beiden Video-Filmer haben diese Version in einem Showroom (im Outlet-Center Fashion Island südlich von Los Angeles) unter die Lupe genommen. Zuvor testen sie jedoch den Fünfsitzer; die ersten drei Minuten des Videos sind den Fahreindrücken gewidmet.

Das Model Y kommt den Testern spürbar schwerer vor als das Model 3, außerdem fällt die höhere Sitzposition auf. Was die Akustik angeht, so wirkt der Bereich der Frontpassagiere leiser (wegen der verbauten Doppelverglasung), während von hinten mehr Lärm nach vorne dringt. Ansonsten sind die Sitze offenbar komfortabler als im Model 3, die Verarbeitung wirkt besser.

Im Siebensitzer setzt sich der Moderator zuerst ganz nach hinten. Bei einer Größe von "Five-Six" (also 5 Fuß, 6 Zoll oder umgerechnet 1,68 Meter) hat man offenbar genug Platz für die Beine. Allerdings stößt der Moderator bei aufrechter Sitzposition mit dem Hinterkopf an das Glas der Heckklappe – bei einer Bodenwelle ist das sicher unangenehm. Außerdem ist der Mechanismus zum Vorklappen der Sitze offenbar nicht so einfach zu finden.

Der Kofferraum ist bei aufrecht stehender dritter Sitzreihe nicht mehr sehr groß; hinzu kommt jedoch noch ein Stauraum unter dem Kofferraumboden. Die zwei Sitze in der hintersten Reihe lassen sich mit einem Handgriff umlegen, es bleibt nur eine kleine Stufe im Ladeboden. Im Video wird auch der Kofferraum des normalen Model Y gezeigt. Bei flachgelegten Sitzen bietet er die Maße eines Full-Size-Betts, reicht also für eine Übernachtung aus – zumindest für den nicht ganz so langen Moderator.

Die Siebensitzer-Option (für die Tesla in Deutschland stolze 3.100 Euro Aufpreis verlangt) ist offenbar eine gute Lösung für gelegentliche, kürzere Fahrten oder eben für Kinder. Bei Hitze könnte es ganz hinten wegen der Glasscheibe und der schlechteren Klimatisierung allerdings warm werden, so die beiden Tester. Für eine Sieben-Personen-Familie wäre das Model Y aber zu klein, finden die beiden.