Dritte Generation ab Juni bestellbar, aber nur als Benziner und Diesel

Die dritte Generation des Renault Kangoo Rapid ist ab Juni bestellbar, aber nur als Benziner oder Diesel. Auf die Elektroversion müssen wir noch bis 2022 warten.

Zu den Verbesserungen der Nutzfahrzeugversion des Kangoo zählt die doppelt so breite seitliche Ladeöffnung ohne konventionelle B-Säule – Renault nennt dies Open Sesame by Renault. Außerdem gibt es eine "intelligente Innengalerie" namens Easy Inside Rack, die den Transport langer Gegenstände vereinfachen soll.

Die 1,45 Meter breite seitliche Ladeöffnung rechts ist nur optional und nur für die Standardlänge L1 (4,49 Meter) verfügbar. Sie soll ab 2022 auch in der vollelektrischen Version angeboten werden. Seine Stärke spielt das System vor allem dann aus, wenn es lange Gegenstände von der rechten Seite aus im Fahrzeug unterzubringen und das Öffnen der Hecktüren schwierig ist, zum Beispiel in engen Parklücken.

Bildergalerie: Renault Kangoo Rapid (2021)

Auch die neue Kangoo-Rapid-Generation wird wieder in zwei Längenvarianten erhältlich sein, die längere Version ist aber zum Marktstart noch nicht erhältlich. Als Motorisierungen stehen zum Marktstart drei Turbodiesel und zwei Turbobenziner zur Wahl. Sämtliche Motorisierungen übertragen ihre Kraft über eine Sechsgang-Schaltung an die Vorderräder. Künftig soll auch ein Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe verfügbar sein. Mehr zu den fossilen Versionen lesen Sie bei Motor1.com.

2022 folgt dann wieder eine vollelektrische Variante. Der Kangoo Rapid E-Tech Electric wird von einem 75 kW starken Elektromotor angetrieben. Die Lithium-Ionen-Batterie mit 44 kWh soll rund 265 Kilometer Reichweite bringen, die Norm wird nicht angegeben.

Damit bekommt der Kangoo eine größere Batterie und mehr Leistung als bisher – die in der aktuellen Kangoo-Preisliste verzeichnete, alte Version hat 44 kW Leistung und einen 33-kWh-Akku ("Nennkapazität", also wohl brutto). Dennoch wurde die Reichweite der alten Variante mit 220 bis 230 km (WLTP) angegeben – und zwar sowohl für die normale Länge wie für die Maxi-Variante.

Bei der neuen Version soll es nicht weniger als sechs Fahrmodi geben, darunter ein Eco-Modus, der die Leistungsabgabe des Elektromotors auf 55 kW beschränkt.

Aufgeladen werden kann auch mit Gleichstrom (DC) bis 75 kW. Die Ladezeiten betragen:

  • DC mit 75 kW: 0:42 h (0 bis 80 Prozent)
  • AC mit 22 kW: 2:00 h (0 bis 100 Prozent)
  • AC mit 11 kW: 4:30 h (0 bis 100 Prozent)
  • AC mit 7,4 kW: 7:00 h (0 bis 100 Prozent)
  • AC (verstärkten Green’up-Haushaltssteckdose): 19:00 h (0 bis 100 Prozent)
  • AC (Schuko-Steckdose): 26:00 h

Produziert wird der neue Nutz-Kangoo wie bisher im französischen Maubeuge. Dort soll später auch der neue Elektro-Lieferwagen von Nissan (der Nachfolger des e-NV200) gebaut werden. Auch Mercedes will wieder eine Version des Kangoo bringen, die wie gehabt Citan heißen wird. Auch ein eCitan mit Elektroantrieb ist diesmal geplant.

Die Freizeitversion des Kangoo der dritten Generation wurde bereits im November 2020 vorgestellt. Sie startet im Frühjahr 2021. Auch diese gibt es mit Elektroantrieb. Im Februar schrieben wir, dass diese einen 33-kWh-Akku bekommt, doch die dazugehörige Pressemitteilung ist nun verschwunden. Ob es nun 33 oder 44 kWh sind: Genaues werden wir wohl in Bälde erfahren, wenn der neue Kangoo Z.E. wirklich im Frühling startet.

Bildergalerie: Renault Kangoo (2021)