Rivian wird seinen Elektro-Pick-up R1T und die entsprechende SUV-Version R1S mit Lithium-Ionen-Zellen von Samsung SDI bestücken. Das hat der US-Hersteller nun offiziell angekündigt, wie Reuters und unsere US-Kollegen von InsideEVs.com melden. Die Firmen hatten bereits während der Entwicklung der Fahrzeuge zusammengearbeitet, um passende Zellen zu entwickeln.

Soweit bekannt, wird Rivian Zellen vom Typ 2170 verwenden, also zylindrische Zellen mit dem gleichen Formfaktor wie sie auch im Tesla Model 3 und Model Y verbaut werden. Diese Zellen haben einen Durchmesser von 21 Millimetern und eine Höhe von 70 Millimetern.

Rivian Battery modules being tested in Rivian’s Irvine Ca development center
Batteriemodule von Rivian werden in Rivians Entwicklungszentrum in Irvine (Kalifornien) getestet

Die Batteriemodule haben jeweils eine Kapazität von rund 15 kWh. Sie werden in zwei Schichten zu den Batteriepacks zusammengebaut. Dazu kommt eine Flüssigkeitskühlung. Die Module und Pakete wurden von Rivian entwickelt. Wie viele Batterien Rivian abnimmt, wurde nicht mitgeteilt.

Rivian Skateboard Platform
Die Skateboard-Plattform von Rivian ist extrem dünn

Die Markteinführung des Rivian R1T in den USA ist für Juni geplant, der R1S soll im August folgen. Beim R1T sind drei Versionen angekündigt, die allesamt große oder sehr große Batterien haben: 105, 135 und 180 kWh. Die letztgenannte ist der größte Akku, der uns bislang außerhalb des Lkw-Bereichs untergekommen ist. Die entsprechenden Reichweiten liegen bei bis zu 400, 480 bzw. 640 km. Für den Antrieb sorgen vier Radnabenmotoren; die Systemleistungen liegen bei 300 bis 522 kW.

Zum Marktstart des R1T soll es laut Rivian-Website erstmal nur die 480-km-Version mit 562 kW Leistung geben. Der Preis liegt bei 67.500 Dollar, umgerechnet derzeit etwa 57.000 Euro. Die 640-km-Variante folgt im Januar 2022 und die Basisversion noch danach.

Samsung SDI gehört mit einer produzierten Batteriekapazität von etwa 8 GWh im Jahr 2020 zu den kleineren der großen Batteriehersteller. Zum Vergleich: Spitzenreiter LG Energy Solution lieferte 38 GWh. Die Zellen von Samsung SDI werden in Südkorea, China und Ungarn produziert. Das Werk in Ungarn soll demnächst erweitert werden, wie im Februar bekannt wurde. Samsung SDI liefert unter anderem prismatische Zellen an BMW sowie an VW. Auch der Fiat 500 e soll Zellen von Samsung SDI nutzen.

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