Topversion GT kostet knapp 66.000 Euro

Den Kia EV6 kann man ab sofort bestellen, wie Kia Motor Europe am Mittwoch mitteilte. Das ist allerdings nur beim Händler möglich – auf der deutschen Website konfigurierbar ist das Auto auch derzeit noch nicht. Allerdings hat Nextmove nun die Preise genannt. Woher die Kollegen sie haben, bleibt unklar; möglicherweise hat jemand einen Prospekt vom Händler besorgt.

Beim Kia EV6 hat man die Wahl zwischen einem 58-kWh-Akku ("Standard Range") und einem 77-kWh-Akku ("Long Range") sowie zwischen Heck- und Allradantrieb. Insgesamt sind fünf Motor-Akku-Kombinationen angekündigt; bekannt sind bisher die Preise von vier Varianten:

  Leistung / Drehmoment / 0-100 km/h Akku / WLTP-Reichweite Basispreis
EV6 Standard Range RWD 125 kW / 350 Nm / k.A. 58 kWh / ca. 400 km 44.990 Euro
EV6 Standard Range AWD 173 kW / 605 Nm / 6,2 Sek. 58 kWh / k.A. k.A.
EV6 Long Range RWD 168 kW / 350 Nm / k.A. 77 kWh / ca. 510 km 48.990 Euro
EV6 Long Range AWD 239 kW / 605 Nm / 5,2 Sek. 77 kWh / ca. 490 km 52.850 Euro
EV6 GT AWD 430 kW / 740 Nm / 3,5 Sek. 77 kWh / ca. 400 km 65.990 Euro

Den Basispreis von 44.990 Euro hatte Kia bereits mitgeteilt, die weiteren Preise haben wir aus dem neuesten Nextmove-Video übernommen. Von dort stammen auch die neuen Reichweiten-Angaben; bisher war nur die Maximalreichweite von 510 km bekannt.

Die Auslieferungen des EV6 beginnen laut deutscher Kia-Website im Herbst 2021, die britische Seite ist etwas konkreter und nennt den Oktober 2021 als Datum. Laut Kia Europe gibt es bereits 33.000 Interessenten ("prospects") für den EV6, wovon 7.300 sich schon ein Auto reservieren ließen. Offenbar ist das schon das Dreifache des von Kia erwarteten Verkaufsvolumens:

"Dank dieser bemerkenswerten Leistung sichert sich Kia bereits 300% des erwarteten Verkaufsvolumens für 2021. Kunden können den EV6 ab heute bei ihrem lokalen Händler bestellen, bevor die Produktion Mitte 2021 beginnt." (Kia-Pressemitteilung)

Der Kia EV6 basiert wie der Hyundai Ioniq 5 auf der Plattform E-GMP. Möglicherweise musste Kia vorab seinen Bedarf gegenüber dem Konzernpartner mitteilen. Dass Kia dabei von nur 2.500 Stück weltweit ausgegangen ist (etwa ein Drittel der 7.300 Stück), halten wir für wenig wahrscheinlich. Möglicherweise kann die Plattform generell nicht in ausreichenden Stückzahlen produziert werden, etwa wegen der unzureichenden Versorgung mit Batterien oder wegen des aktuellen Mangels an Elektronik-Chips.

Bildergalerie: Sitzprobe im Kia EV6 (2021)

Jedenfalls könnten Lieferschwierigkeiten drohen – wie schon beim Kia e-Soul, bei dem es zumindest anfangs Lieferzeiten von 12 Monaten gab. Damals sagte uns Kia, man habe die Batterien jahrelang im Voraus bestellen müssen und so früh noch nicht mit einer so großen Nachfrage gerechnet.

In Großbritannien ist anfangs nur die große Batterie (77 kWh) bestellbar, und auch die GT-Version folgt erst 2022, wie dieser Screenshot unserer US-Kollegen beweist:

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