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Renault prüft Batterietausch-System für seine Elektroautos

Will Renault-Chef Luca de Meo das Better-Place-Experiment wiederholen?

Renault-Chef Luca de Meo prüft die Einführung eines Batterietausch-Systems

Stefan Leichsenring Stefan Leichsenring

Von: Stefan Leichsenring

12. Mai 2021 um 11:22 Uhr

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Renault-Chef Luca de Meo prüft die Einführung eines Batterietausch-Systems. Das sagte er am gestrigen Dienstag auf dem "Future of the Car Summit" gegenüber der Financial Times. Damit scheint die Wiederbelebung einer Idee möglich, die Renault Anfang der 2010er-Jahre schon einmal verfolgt hat – zusammen mit dem israelischen Startup-Unternehmen Better Place von Shai Agassi. 

De Meo hat danach seine Ingenieure beauftragt, eine technische Lösung für den Batterietausch zu finden. "Vielleicht werden wir das Ding in einigen Autos sehen", so der Renault-Chef.

"Es ist noch nicht entschieden, aber ich sehe es als eine interessante Möglichkeit. Wir müssen eine pragmatische Lösung finden, aber aus geschäftlicher Sicht ist es sinnvoll, die Batterie vom Auto zu trennen." (Luca de Meo)

Die Battery-Swapping-Technik würde lange Ladezeiten auf Langstrecken unnötig machen – denn ein Batterietausch dauert im Idealfall nur wenige Minuten. De Meo hat aber offenbar einen anderen Vorteil im Blick, nämlich einen ökonomischen: Die Technik ermöglicht niedrigere Anschaffungskosten: Man muss nur das Auto kaufen, er Akku wird nur gemietet. Eine solche Batterie-Miete hatte Renault anfangs auch beim Zoe angeboten, allerdings ohne Swapping-Möglichkeit. 

Mit dem Swapping wird zudem ein besonderes "Battery as a Service"-Modell (BaaS) möglich, bei dem die strenge Zuordnung "ein Auto - eine Batterie" entfällt. Man tauscht einfach den leeren Akku gegen einen vollen. Damit behält der Hersteller die Kontrolle über den Zustand der Akkus, kann sie nach belieben durch frischere Batterien oder durch Batterien mit leistungsfähigerer Chemie austauschen, was auch zu mehr Reichweite führen kann.

Mehr zum Batterietausch:

Battery Swapping: Rückkehr der Austausch-Batterien?

Farizon AD21: Tesla-Semi-Konkurrent mit Austausch-Batterien

Ein solches Modell hatte auch Better Place bei seinem Pilotprojekt im Sinn. Als Auto wurde damals die kompakte Stufenhecklimousine Renault Fluence von 2009 verwendet, die es in einer Version mit Wechsel-Batterie gab. Dabei übernahm Better Place die Kosten für Akku und Strom, die Kundin oder der Kunde zahlte für die Fahrstrecke, also pro gefahrenem Kilometer.

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Ein Batterietausch-System hatte Renault auch bei der Studie Morphoz von 2020 vorgesehen. Dabei sollte das Auto sich in die Länge strecken, um den Batteriewechsel zu ermöglichen, wie es das folgende Video zeigt:

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Bisher verwenden die chinesischen Hersteller Nio und Geely das Batterietausch-System. Nio hat in China bereits mehrere Hundert Tauschstationen in Betrieb und will die Zahl im laufenden Jahr auf 500 erhöhen. Auch in Norwegen will Nio das System einführen und bis Ende des Jahres die ersten vier Tauschstationen aufstellen. Mit dem System von Nio soll der Wechsel eines leeren Akkus nur drei Minuten dauern. Geely verspricht sogar einen Tausch in nur einer Minute:

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Bei den Geely-Tauschstationen fährt man offenbar (im Gegensatz zu denen von Nio) auf einer Seite hinein und auf der anderen hinaus. Geely bietet den Batterietausch derzeit nur für einen Anbieter von Mietwagen mit Chauffeur namens CaoCao an, es könnte aber auf private Besitzer von Geely-Elektroautos ausgeweitet werden, wie InsideEVs Italien berichtet.

Quelle: Financial Times via InsideEVs Italien

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