Enyaq Coupé fährt bereits als Erlkönig herum ...

Skoda hat derzeit nur ein Elektroauto auf dem Markt: den Enyaq. Doch das soll sich ändern, und wie zu erwarten, ist die MEB-Plattform die Basis. Nach einem Bericht von Autocar ist zuerst eine Coupé-Version des Enyaq zu erwarten. Danach soll ein Crossover folgen, der auf dem VW ID.3 basiert.

Der seit Ende April ausgelieferte Enyaq ähnelt stark dem VW ID 4 und hat auch den gleichen Radstand (2.770 mm), ist aber immerhin 6,5 Zentimeter länger (4 649 statt 4.584 mm). Auch der Kofferraum ist mit 585-1.710 Liter statt 543-1.575 Liter spürbar größer. Das größere Raumangebot passt zur Produktpolitik der Marke, welche die Alltagstauglichkeit betont. So  waren Skoda-Modelle stets etwas größer als die entsprechenden VWs auf der gleichen Plattform.

Skoda-Designchef Oliver Stefani sagte gegenüber Autocar, dieser Akzent solle auch bei den künftigen Modellen erhalten bleiben. Das widerspricht nur auf den ersten Blick den Plänen für ein Enyaq Coupé. Denn dieses Modell (das möglicherweise Enyaq GT heißen könnte) wird natürlich weniger Kofferraum haben als der Enyaq, dürfte aber mehr Platz bieten als der VW ID.5, der laut VW noch im Jahr 2021 auf den Markt kommen soll. Laut Autocar soll das Enyaq Coupé erst 2022 folgen. Doch dass es nicht mehr allzu lange dauern wird, belegen Erlkönigbilder von dem Auto:

Bildergalerie: Skoda Enyaq Coupé als Erlkönig (September 2020)

Autocar erwartet, dass auf das Enyaq Coupé dann ein Kompaktwagen folgen wird, in der Art des VW ID.3 und Cupra Born. Der ID.3 wird bereits seit September 2020 ausgeliefert, den Born kann man laut Hersteller-Website ab August bestellen; ausgeliefert wird er ab November. Von Audi gibt es dagegen noch kein Derivat.

Wie beim ID.3 soll es den Skoda-Kompaktwagen nur Hinterradantrieb geben, zudem die gleichen drei Akkugrößen und zwei Leistungsstufen. Wie das Auto heißen wird, ist noch nicht bekannt. Die SUV-Namen enden bei Skoda stets mit dem Buchstaben "q", die anderen Modelle (bis auf den Citigo) haben Bezeichnungen mit einem "a" am Ende. Daran angehängt werden dürfte wie beim Enyaq die Bezeichnung "iV" für intelligent vehicle oder innovative vehicle.

Vermutlich wird auch hier der Radstand (2.770 mm, wie beim ID.4) übernommen, die Länge und der Kofferraum werden aber wohl wieder etwas größer sein. Autocar erwartet eine Karosserie mit Crossover-Anmutung. Stefani sagte gegenüber dem britischen Magazin, dass zukünftige Elektro-Skodas ein emotionaleres Design bekommen, das auf dem Look des Enyaq aufbaut, sich möglicherweise aber weiter von der Optik der Verbrenner entfernt:

"Der Enyaq ist eindeutig mit unseren Verbrenner-Autos verwandt, weil er das einzige Elektrofahrzeug ist, das wir haben und wir es zu einem Familienmitglied machen wollten. Sobald wir mehr Elektroautos haben, werden wir die Idee dieser Elektroautos noch viel weiter entwickeln."