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LEVC VN5: Range-Extender-Transporter bald auch bei uns

Knapp 100 km Elektro-Reichweite plus Range-Extender-Motor

LEVC führt den Elektrotransporter VN5 nun auch in Kontinentaleuropa ein

Stefan Leichsenring Stefan Leichsenring

Von: Stefan Leichsenring

21. Jun. 2021 um 10:22 Uhr

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Nach der Markteinführung in Großbritannien im November 2020 bringt die Geely-Tochter LEVC (London Electric Vehicle Company) seinen Elektrotransporter VN5 jetzt auch aufs europäische Festland. Der VN5 wird in Ansty (Coventry) entworfen, konstruiert und gebaut.

Die Optik und der Range-Extender-Antrieb des VN5 sind vom elektrisch angetriebenen London-Taxi TX bekannt. Für den Antrieb sorgt ein 110 kW starker Elektromotor. Dessen Strom kommt entweder aus der 31 kWh großen Batterie oder wird von einem 1,5-Liter-Benziner via Generator erzeugt. 

Bildergalerie: LEVC VN5 für Kontinentaleuropa

LEVC VN5 Linkslenker (2021)

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LEVC VN5 Linkslenker (2021) LEVC VN5 Linkslenker (2021)

Die rein elektrische Reichweite wird mit knapp 100 km angegeben. Danach kann der Akku an einer CHAdeMO-Ladesäule mit bis zu 50 kW Gleichspannung aufgeladen werden, was 30 Minuten dauert – das wäre eventuell eine Option für die Mittagspause oder für die Zeit des Be- und Entladens.

Im Arbeitsalltag dürfte aber wohl meist der Range Extender zum Einsatz kommen. Der VN5 glänzt laut Hersteller vor allem da, wo die Reichweite eines Elektrotransporters nicht ausreicht. Als Szenario nennt LEVC ein Lager in der Nähe des Münchner Flughafens und verschiedene Ziele im Zentrum von München. Diese Strecken kann ein voll geladener und betankter VN5 einen ganzen Arbeitstag lang befahren. Die 75 km lange Strecke kann er sechs Mal zurücklegen, bevor getankt werden muss. Insgesamt hat das Auto offenbar ein ähnliches Konzept wie der Ford Tourneo Custom Plug-in-Hybrid.

Besonders stolz ist LEVC auf den kleinen Wendekreis von nur 10,1 Metern. Der Laderaum fasst bis zu 5,5 m³, so dass man zwei Paletten der Größe EUR 2/3 (1.000 x 1.200 mm) untergebracht werden können. Eingeladen werden sie von hinten oder über die seitliche Schiebetür.

Auch wenn die Optik an das Elektro-Taxi TX erinnert: Der Transporter hat einen um neun Zentimeter längeren Radstand (3.886 statt 2.985 mm) und ist 11 Zentimeter höher (1.990 statt 1.880 mm).

LEVC VN5 Linkslenker (2021)

Das Cockpit wird vom TX übernommen. Der Fahrersitz ist ergonomisch geformt, dazu kommt ein zentraler Touchscreen; die grafische Darstellung erinnert an Volvo-Modelle. Auch das Lenkrad und den Automatik-Wahlhebel kennt man von dem schwedischen Hersteller, der ja ebenfalls zu Geely-Konzern gehört.

Der VN5 ist in drei Varianten verfügbar: Business, City und Ultima. Stets an Bord sind ein Anti-Kollisionssystem, ein 9-Zoll-Touchscreen und eine Zweizonen-Klimaautomatik. City besitzt darüber hinaus eine beheizte Frontscheibe, Parkpiepser vorne und hinten und einen Totwinkel-Warner, während die Topausstattung Ultima zusätzlich eine Rückfahrkamera eine Metallic-Lackierung sowie eine 22-kW-Lademöglichkeit umfasst. Zudem gibt es diverse Ausstattungspakete.

Spezialisierte Partnerfirmen wie Bott, Sortimo, Modul-System oder Paneltex rüsten den VN5 bei Bedarf mit Regalsystemen, Dachgepäckträgern, Lichtbalken oder einer Transportgut-Kühlung aus. Die Preise in Euro und das Marktstart-Datum wurden noch nicht bekannt gegeben. In Großbritannien gibt es den VN5 laut Produktbroschüre von der LEVC-Website ab 46.500 Pfund. Umgerechnet sind das rund 54.000 Euro.

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Technische Daten des LEVC VN5

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