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Porsche will eigenes Schnellladenetz aufbauen – zuerst am Brenner

Ionity-Netz am Brenner wurde erst kürzlich von VW-Chef Diess kritisiert

Porsche plant ein markeneigenes Schnellladenetz mit 100 Standorten in Europa

Stefan Leichsenring Stefan Leichsenring

Von: Stefan Leichsenring

10. Nov. 2021 um 09:13 Uhr

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Über ein eigenes Ladenetz hatte Audi-Chef Markus Duesmann schon Anfang des Jahres einmal laut nachgedacht, und mit den Audi Charging Hubs wird das Projekt realisiert. Nun haut Porsche-Chef Oliver Blume in die gleiche Kerbe und will wiederum ein eigenes Netz auf die Beine stellen, wie die Wirtschaftswoche berichtet.

Einen ersten Standort mit bis zu zwölf Ladesäulen will die Marke danach am Brenner eröffnen. Wie ursprünglich auch bei Teslas Supercharger-Netz sollen diese ausschließlich Porsche-Fahrerinnen und -Fahrern offenstehen.

Insgesamt sind rund 100 Standorte in Europa geplant, wobei idealerweise ein Café eingeplant wird. Die Schnellader sollen bis zu 350 kW bieten. 10 bis 15 Stationen sollen in Deutschland entstehen, und zwar "vor allem in Richtung der alpinen Skigebiete".

Möglicherweise sorgt sich Porsche, dass der Taycan im Winter die Strecke von Süddeutschland in die Alpen nicht ohne Zwischenladen schaffen wird. Nach WLTP-Norm schafft die reichweitenstärkste Version des Taycan 482 Kilometer. Von Stuttgart nach Kitzbühel aber sind es schon etwa 360 Kilometer.  

Ein Tesla Model 3 Performance schafft nach WLTP-Norm 547 Kilometer. Außerdem können Tesla-Fahrer auf dem Weg diverse Supercharger nutzen, und dort die Batterien mit bis zu 250 kW aufladen. Der Taycan kann dank 800-Volt-System mit bis zu 270 kW geladen werden, doch die Ionity-Ladestationen (mit 350 kW) sind nicht so zahlreich wie die Supercharger, und als Porsche-Fahrer muss man sie sich mit anderen Marken teilen. 

Nach einem eigenen Urlaubstrip zum Gardasee im August hatte VW-Chef Herbert Diess das Ionity-Angebot auf LinkedIn kritisiert:

"Zu wenige Ladepunkte am Brenner! Nur 4 - klar, da hält jeder am Shopping Center. Besetzt. Also weitergefahren nach Trento. Auch nach der Kritik im letzten Jahr: kein WC, kein Kaffee, eine Säule außer Bertieb/defekt, traurige Angelegenheit. Das ist alles andere als ein Premium-Ladeerlebnis, IONITY!" (Herbert Diess auf LinkedIn)

Mehr zum Thema Ladenetze:

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Quelle: WiWo

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