Wie kürzlich bei Veröffentlichung der Teaserbilder versprochen, hat Kia den neuen Niro am heutigen 25. November vorgestellt. Ort der Premiere war die Seoul Motor Show. Die zweite Generation des 2016 gestarteten SUV bekommt eine andere Optik und ein komplett neues Cockpit.

Wie gehabt, wird es das Auto wieder als Elektroauto (e-Niro), als Plug-in-Hybrid und Hybrid geben. Alle setzen alle auf der gleichen (Verbrenner-)Plattform auf, der e-Niro basiert also nicht etwa auf der Elektroplattform E-GMP.

Bildergalerie: Kia Niro (2022)

Zu Akkus und Motoren des e-Niro gibt es noch keine offiziellen Informationen, doch nach Gerüchten könnte die Version mit der kleineren Batterie eingestellt werden könnte – sie macht nur einen geringen Teil der Verkäufe aus. Bisher gab es wahlweise 100 kW Antriebsleistung kombiniert mit einem 39-kWh-Akku für 289 WLTP-Kilometer und einen 150-kW-Motor mit einer 64-kWh-Batterie für 455 Kilometer Reichweite.

Kia Habaniro Concept
Kia Niro (2022): Das Exterieur

Das Äußere ist von der 2019 vorgestellten Habaniro-Studie beeinflusst. Übernommen wird sogar die ungewöhnliche Bicolor-Lackierung, bei der nicht das Dach, sondern der Bereich an der C-Säule andersfarbig ist. Dazu kommen Offroad-Elemente wie eine schwarze Schutzbeplankung.

Die Front kombiniert eine durchgehende Lichtleiste, wie sie auch das EV9 Concept besitzt, mit der charakteristischen, U-förmigen Lichtsignatur des Habaniro. Weil LED-Tagfahrlicht nachts natürlich nicht ausreicht, kommen noch Scheinwerfer hinzu, die über den U-Elementen platziert sind. Am Heck gibt es bumerangförmige Rücklichter, die schon auf den Teaserbildern zu sehen waren.

Kia Niro (2022)

Auch das neue Cockpit war auf den Teaserfotos schon gut zu erkennen. Hier gibt es zwei große, nebeneinander platzierte Displays, die aussehen wie eines. Darunter ist offenbar die gleiche Multifunktions-Bedienleiste integriert wie beim Kia EV6. Neu ist das blaue Leuchtelement vor dem Beifahrer, das möglicherweise Teil der Ambientebeleuchtung ist.

Kia Niro (2022): Die umschaltbare Bedienleiste und das Drehrad für die Getriebemodi
Wie beim EV6 kann man die Belegung der Bedienleiste per Fingertipp ändern. Hier sind die Klima-Einstellungen aktiviert (orangefarbenes Symbol)

Die Mittelkonsole hat eine asymmetrische Optik, doch von der Grundform her ist sie konventionell. Darauf gibt es ein blau illuminiertes Drehrad für die Auswahl der Getriebemodi. Vom EV6 übernommen wurde auch die Idee, einen Kleiderbügel in die Vordersitze zu integrieren. 

Markteinführung für den neuen Niro ist 2022, also sechs Jahre nach der ersten Generation. Die Details zu Antrieben und Preisen dürften in den nächsten Monaten verkündet werden.