Die Auslieferung des BMW i4 hat begonnen. Die ersten Exemplare wurden nun in der Münchner BMW Welt an Kundinnen und Kunden übergeben. Der Hersteller bezeichnet das Auto als elektrisches Gran Coupé, was die Sache trifft, weil der i4 technisch viel mit dem fossil angetriebenen 4er Gran Coupé gemein hat. Man könnte aber auch Elektro-Limousine dazu sagen.

BMW-Manager Bernhardt Kuhnt spricht von einer "sehr hohen Nachfrage" nach dem neuen Modell. Er freue sich, die ersten Fahrzeuge drei Monate früher als geplant zu übergeben. Was er damit meint, ist unklar, denn bei der Präsentation im Juni war von einem Marktstart im November die Rede gewesen. Eine Woche vor den ersten i4 wurde auch der erste BMW iX übergeben, so Kuhnt.

BMW i4 M50: Das Exterieur
Der i4 ist ein 4,78 Meter langer Viertürer – mit großer Heckklappe
BMW iX xDrive50 (2021) in Sophisto-Grau
Der iX ist ein fast fünf Meter langes SUV

Aktuell hat jeder vierte BMW, der in Deutschland ausgeliefert wird, einen batterieelektrischen oder Plug-in-Hybrid-Antrieb. Im laufenden Jahr wurden bis Ende September rund 41.900 elektrifizierte BMW und 8.820 elektrifizierte Mini ausgeliefert, so der Konzern. Der rein elektrisch angetriebene Mini Cooper SE hat derzeit einen Anteil von rund 20 Prozent am Absatz der Marke.

Der Konzern hat nun fünf Elektroautos im Angebot: Neben dem Elektro-Mini sowie dem BMW iX und i4 sind das der iX3 und der i3. In den kommenden Jahren folgen Elektro-Versionen des 7er, X1 und 5er. Auch ein rein elektrischer Nachfolger des Mini Countryman und der ausschließlich rein elektrische Rolls-Royce Spectre sind angekündigt.

Schon 2023, also in zwei Jahren will der Konzern in fast allen Marktsegmenten mindestens ein Elektro-Modell auf der Straße haben. Noch keine Elektro-Pläne veröffentlich wurden für die Kompaktmodelle 1er und 2er sowie für den Roadster Z4 und das 5,15 Meter lange SUV namens X7.

Nach den Prognosen von BMW sollen im Jahr 2030 mindestens 50 Prozent des weltweiten Absatzes auf Elektroautos entfallen. Ein Enddatum für die Produktion von Verbrennern hat der Konzern bisher nicht genannt – zuletzt bei der Klimakonferenz in Glasgow.

Bildergalerie: BMW i4 M50 (2022, Test)