Update vom 24. März 2022: Der Hopper kann jetzt vorbestellt werden. Probefahrten sind laut Hersteller ab Juli 2022 möglich, im Oktober sollen die ersten Auslieferungen beginnen. Die eigentliche Serienproduktion startet Anfang 2023. Der Kaufpreis eines Hopper in der Basisvariante wird bei 7.299 Euro liegen.

Für die ersten Bestellenden bietet man eine priorisierte Auslieferung und Rabatte. Damit kann der Preis auf 6.499 Euro sinken. Vom Umweltbonus für Elektroautos profitiert der Hopper nicht.

Der Hopper ist ein dreirädriges Kleinstfahrzeug mit der Technik eines E-Bikes und Dach. Nun gibt es Neues zu dem ungewöhnlichen Vehikel: Der Augsburger Hersteller Hopper Mobility hat eine erste Finanzierungsrunde abgeschlossen: Eine Gruppe von Investoren beteiligt sich mit einer hohen sechsstelligen Summe an dem Unternehmen.

Mit diesem Kapital rückt die Verwirklichung des seit 2019 entwickelten Fahrzeugs näher. Ende 2022 soll die Auslieferung von ersten Vorserienfahrzeugen für ausgewählte Pilotprojekte beginnen.

Bildergalerie: Hopper (Bilder von 2021)

Der Hopper soll die Vorteile von Auto und Fahrrad miteinander verbinden. Am Feierabend-Stau in der Stadt geht es auf dem Radweg vorbei, und dank der kompakten Bauart findet man leichter einen Parkplatz. Aber wie bei einem Auto ist man durch eine Windschutzscheibe und ein Dach vor Wind und Wetter geschützt. Optional lassen sich auch die Seiten mit durchsichtigen Planen verschließen. 

Der dreirädrige Aufbau mit Hinterradlenkung soll für eine gute Wendigkeit sorgen. Gesteuert wird per Lenkrad. Der Hopper bietet Platz für zwei Erwachsene oder einen Erwachsenen und zwei Kinder. Der Kofferraum hat eine Kapazität von 70 bis 220 Litern.

Hopper Mobility spricht von einem Elektroantrieb, doch wenn das Vehikel auf dem Fahrradweg fahren darf, dann muss es sich eigentlich um E-Bike-Technik handeln. Ein Führerschein wird nicht benötigt, auch Anmeldung, Steuern und Versicherung fallen weg.

Die Reichweite liegt bei bis zu 60 Kilometern und wird durch einen optionalen Zusatz-Akku auf bis zu 120 Kilometer verdoppelt. Die Batterien sind herausnehmbar und können an jeder Steckdose aufgeladen werden. Als Erweiterung ist ein Solar-Panel auf dem Dach für einen nahezu energieautarken Betrieb geplant (bis zu 5 km zusätzliche Reichweite pro Sonnenstunde).

Bisher gibt es nur ein Testmodell, doch sind bereits Anfragen für über 200 Fahrzeuge eingegangen, so Martin Halama, einer der vier Hopper-Gründer. Als Zielgruppen stellt man sich innerstädtische Pendler und Pendlerinnen vor, aber auch Sharing-Unternehmen. 

Mit dem Geld der ersten Finanzierungsrunde will Hopper die Prototypenentwicklung abschließen und die ersten Testfahrten ermöglichen. Außerdem soll das Team ausgebaut werden. Für 2023 plant Hopper Mobility eine zweite Finanzierungsrunde, um die Serienproduktion aufzubauen. Diese soll in Deutschland stattfinden. Zum Marktstart oder zum Preis macht die Firma noch keine Angaben. 

Der Hopper wurde bereits vor einem Jahr vorgestellt - wir berichteten damals noch auf Motor1. Auf den Bildern von Oktober 2020 ist unter anderem auch das Solardach und das Lenkrad zu sehen:

Bildergalerie: Hopper (Lasten-E-Bike mit Dach, 2020)