Die chinesische Marke Xpeng stellt den P7i vor, eine weiterentwickelte Version des P7. Die Sportlimousine für den chinesischen Markt soll erhebliche Verbesserungen bei Assistenzsystemen, Cockpit, Leistung und Ladeeffizienz bringen.

"Der P7i bringt wichtige Upgrades für unser äußerst erfolgreiches P7-Modell, das bereits von den Kunden begeistert angenommen wird. Mit dem P7i stellen wir jetzt auf dem größten Automarkt der Welt die weltweit fortschrittlichsten EV-Technologien für intelligentes Fahren zur Verfügung," sagte Xpeng-Chef He Xiaopeng, dem die Marke auch ihren Namen verdankt.

Xpeng P7i: Das Exterieur

Der P7i ist mit 4,89 Meter etwas kürzer als der Mercedes EQE. Man hat die Wahl zwischen einem 203 kW starken Heckantrieb und einer Allradversion, die mit ihren 348 kW den Tempo-100-Sprint in nur 3,9 Sekunden schaffen soll.

Zur Speicherkapazität der "ternären" Batterie (mit drei Metallen, also wohl Nickel-Mangan-Cobalt, NMC, oder Nickel-Cobalt-Aluminium, NCA) macht Xpeng keine Angaben. Die Reichweiten betragen 702 km für den Hecktriebler und 610 km für den Allradler – beides allerdings nach chinesischer CLTC-Norm. Die WLTP-Werte dürften deutlich niedriger sein. Der P7i soll in nur zehn Minuten Strom für weitere 240 km nachladen können – wiederum nach CLTC-Norm.

Feinschliff an der Aerodynamik senkte den cW-Wert auf 0,236. Brembo-Bremsen sorgen für die Verzögerung. Zudem wurde das Thermomanagement verbessert. Die maximale Kühlleistung wurde um 89 Prozent erhöht. Dadurch soll der P7i ohne Überhitzung von Batterie oder Antrieb für 30 Minuten 190 km/h halten können. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 200 km/h. Bei winterlichen Bedingungen soll das Wärmemanagement die Reichweite um bis zu 15 Prozent erhöhen.

Der P7i bekommt zudem die neuesten Assistenzsysteme. Dazu gehören ein City Navigation Guided Pilot (NGP), ein verbesserter Highway NGP, Spurführungsassistent (Lane Centering Control, LCC) sowie ein Valet Parking Assist. Dazu erhält der P7i zwei Lidar-Einheiten und mehr Rechenpower zur Verarbeitung der Daten von insgesamt 31 Sensoren. Damit soll der Wagen bestimmten Situationen das autonome Fahren auf Level 4 ermöglichen. Zudem bietet der P7i eine verbesserte Sprachsteuerung für alle vier Sitzpositionen. 

Xpeng P7i: Das Interieur

Auch das Cockpit erhielt ein umfassendes Upgrade. Dazu gehören ein neues Lenkrad und verbesserte Sitze mit Nappaleder-Bezug in einem dezenten Hellgrau. Für das Exterieur wird eine neue Lackfarbe ("Kaitoke-Grün") angeboten, die es nur für den P7i gibt. Neben einem 15-Zoll-Touchscreen gibt es ein 10,3 Zoll großes Instrumentendisplay. 

Xpeng verkündet zudem, dass das markeneigene Ladenetz in China deutlich ausbaut. 180 Ladestationen mit nicht weniger als 480 kW Ladeleistung sollen hinzukommen. Die neuen 480-kW-Lader bieten genug Power für den neuen P7i; mit ihnen soll sich die Ladezeit deutlich verkürzen; einen Wert dafür nennt Xpeng allerdings nicht.

Die Preise für den neuen P7i beginnen bei 249.900 Yuan, umgerechnet rund 34.000 Euro. Die Auslieferung beginnt noch im März.

Technische Daten des Xpeng P7i

  • Antrieb: Heck- oder Allradantrieb (Induktionsmotor vorne, Permanentmagnet-Synchronmotor hinten)
  • Systemleistung / Systemdrehmoment: 203 bzw. 348 kW / 440 bzw. 757 Nm
  • 0-100 km/h / Höchstgeschwindigkeit: 6,4 bzw. 3,9 Sek. / 200 km/h
  • Akku: "ternary" (also wohl NMC oder NCA), keine Angabe zur Speicherkapazität
  • Reichweite: 702 bzw. 610 km nach chinesischer CLTC-Norm
  • Maße: 4.888 mm Länge / 1.896 mm Breite / 1.450 mm Höhe / 2.998 mm Radstand

Bildergalerie: XPeng P7i (2023)