Mini plant eigene E-Bikes in Kooperation mit französischer Marke
Angell baut stylische Pedelecs mit ungewöhnlichen Features
Cooper, Countryman und Aceman: Bei den Autos plant Mini eine Elektrooffensive. In Zukunft will die Marke aber auch E-Bikes verkaufen. Dabei kooperiert man mit der französischen Fahrradmarke Angell Mobility.
Die in Deutschland wenig bekannte E-Bike-Marke wurde erst vor drei Jahren gegründet. Laut Marken-Website bietet sie zwei Modelle an, einen Cruiser und ein Modell namens Rapide. Der Unterschied zwischen diesen Baureihen liegt in der Sitzposition, die beim Rapide sportlicher ausfällt. Außerdem sind die offenbar für Pendler gedachten Cruiser-Varianten mit Schutzblechen, Ständer und Gepäckträger ausgestattet und daher etwas schwerer. Schließlich sind die Reigen bei den Cruiser-Versionen breiter.
Bildergalerie: Angell M Rapide (E-Bike)
Beide Baureihen besitzen ein optisch auffälliges Design, vor allem in den "Herrenversionen" Cruiser M und Rapide M, bei der das Oberrohr nach unten abknickt, bevor es auf das Sattelrohr trifft. Das Rapide M ist für Körpergrößen von 1,70 bis 1,90 Meter gedacht. Für kleinere Personen gibt es die S-Versionen mit tieferem Einstieg, früher meist als "Damenrad" bezeichnet:
Bildergalerie: Angell S Rapide (E-Bike)
Außerdem besitzen die beiden E-Bikes einen "gepfeilten" Lenker mit integriertem Display und integriertem Scheinwerfer. Das Rücklicht ist offenbar in die Batterie eingebaut, deren Befestigung hinten an das Sattelrohr angeschweißt ist. Der 2,1 Kilo schwere Akku enthält 20 Zellen im zylindrischen Format 18600 (18 Millimeter Durchmesser, 60 mm Länge) und speichert 216 Wattstunden. Er lässt sich entnehmen und in der Wohnung aufladen.
Für den Antrieb sorgt ein Elektromotor in der Hinterradnabe. Zu den weiteren Besonderheiten der E-Bikes von Angell gehören Blinker an den Lenkerenden sowie in den Rückleuchten. Zudem gibt es eine Anti-Diebstahlsfunktion. Die Preise beginnen bei 2.740 Euro für die beiden Rapide-Versionen; die beiden Cruiser-Varianten kosten 3.249 Euro. Die Räder sind auf der deutschsprachigen Website bestellbar. In Deutschland gibt es zwei Kaufhäuser, die als "Retailer" (Verkaufsstellen) fungieren. Zudem gibt es Markenbotschafter in Hamburg, Düsseldorf, Berlin und München, bei denen man die Räder testen kann.
Wie Bike Europe und Ebiketips berichten, sollen die Mini-E-Bikes schon ab dem kommenden Winter verkauft werden. Damit bleiben nur noch etwa neun Monate; vermutlich wird es sich daher technisch um die beschriebenen Modelle handeln, aber mit Mini-Branding. Allerdings will Angell seine Angebotspalette auch noch erweitern. Die Kooperation mit Mini ist zunächst auf fünf Jahre begrenzt.
Auch die Partnermarke bietet bereits seit Längerem E-Bikes an, nämlich das BMW Active Hybrid E-Bike und das BMW Urban Active Bike. Darüber hinaus hat auch Porsche eigene E-Bikes angekündigt, die aber erst 2025 auf den Markt kommen sollen.
Quelle: Bike Europe via Ebiketips, BMW (2019)
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