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Renault H1st vision: Elektro-Concept-Car mit 20 Innovationen

Technik-Studie mit Siliciumcarbid-Elektronik, Fahrererkennung, Gesundheitsüberwachung und mehr

Renault zeigt Designstudie H1st

Stefan Leichsenring Stefan Leichsenring

Von: Stefan Leichsenring

15. Jun. 2023 um 15:43 Uhr

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Das erst vor zwei Jahren gegründete Gemeinschaftsinitiative Software République präsentiert auf der Messe Viva Technology 2023 in Paris ein Concept Car, das Renault zusammen mit zahlreichen Technologiepartnern auf die Räder gestellt hat. Die Technik-Demonstrator namens H1st vision ("Human First vision") zeigt insgesamt 20 Innovationen für die (Elektro-)Mobilität der Zukunft.

Dabei gibt es neben der Designstudie noch einen virtuellen Zwilling in einem digitalen Universum. So wird gezeigt, wie Infrastruktur, Energie, öffentliche Dienste sowie Nutzer verschiedener Kategorien künftig miteinander kommunizieren sollen.

Im H1st vision steckt das gesammelte Know-how der Software République sowie verschiedener Start-up-Firmen. Das Fahrzeug wurde von einem 100-köpfigen Team in der Rekordzeit von sechs Monaten entwickelt. Rein äußerlich erinnert die Studie an den Renault Megane Electric. 

Bildergalerie: Renault H1St (Designstudie, 2023)

Renault H1St: Renault-Chef Luca de Meo (vierter von links) und Vertreter der Projektpartner

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Renault H1St: Renault-Chef Luca de Meo (vierter von links) und Vertreter der Projektpartner Renault H1St: Das Exterieur Renault H1St: Das Exterieur Renault H1St: Das Exterieur Renault H1St: Das Exterieur Renault H1st: Eine Kamera erkennt die Fahrerin oder den Fahrer schon bei der Annäherung

Was das elektrische Antriebssystem angeht, so kommt in den Wechselrichtern und im Bordlader Siliciumcarbid-Elektronik zum Einsatz. Da sich damit die Effizienz des Ladevorgangs erhöht, soll das zu einer deutlichen Verkürzung der Ladezeit führen. Auch die Reichweite wird vergrößert. Zum Einsatz kommen soll die Technik bereits in der nächsten Generation von Renault-Modellen.

Der Bordlader des H1st vision ermöglicht Vehicle-to-Grid-Vorgänge (V2G), erlaubt also auch, Strom aus der Fahrzeugbatterie zurück ins Netz zu speisen oder bei Stromausfällen das eigene Haus zu versorgen.

Zu den Technik-Highlights der Studie gehört außerdem eine Fahrer-Authentifizierung per Kamera: Eine Software erkenn bei Annäherung an das Auto die Körperhaltung und das Gesicht von Fahrerin oder Fahrer, und ermöglicht dann Zugang und Start. Jede Person muss sich zuvor per auf einem Tablet für den Dienst anmelden – mit Name, Größe, Foto und einem Video, das die Person beim Gehen zeigt. Diese Daten werden verschlüsselt und im Fahrzeug gespeichert.

Ein Avatar, der auf die Fensterscheibe und anschließend auf die Mittelkonsole projiziert wird, begrüßt den Nutzer und hilft ihm bei der Bedienung. Zusätzlich bewegen sich die Vordersitze automatisch in die richtige Position. Das neuartige Authentifizierungssystem soll auch Autovermietung, Carsharing, Pooling und Führerscheinkontrollen vereinfachen.

Das in Zusammenarbeit mit dem Musiker Jean-Michel Jarre entwickelte Audiosystem mit 16 Lautsprechern soll in Kombination mit einem speziellen Mikrofon für ein räumliches Klangerlebnis auf jedem Sitz sorgen. Besonderheit: Einer der beiden Hochtöner in der Kopfstütze des Fahrersitzes kann akustisch vor einem herannahenden Einsatzfahrzeug warnen.

Renault H1St: Das Interieur (Detail)

Die Lautsprecher in den Kopfstützen sorgen nicht nur für guten Sound, sondern warnen auch vor Einsatzfahrzeugen

Der H1st vision verfügt außerdem über einen intelligenten Parkassistenten. Hier kann man zwischen dem nächstgelegenen Parkplatz, einem Stellplatz in der Nähe öffentlicher Verkehrsmittel oder einer Abstellmöglichkeit an einer Vehicle-to-grid-tauglichen Ladestation suchen, also einer Ladestation, an der man Batteriestrom ins Netz speisen kann.

Renault H1St: Das Interieur (Detail)

Rin Sensor an dem futuristischen Steuerhorn überwacht den Puls

Der H1st vision überwacht zudem den Gesundheitszustand der Insassen. Sensoren im Lenkrad kontrollieren den Puls, ein Sensor im Sicherheitsgurt analysiert die Atemfrequenz. Die Daten werden mit den abgespeicherten Normal-Daten der Person verglichen. Mit einer Kamera und einem Mikrofon wird ferner die Stimmung erkannt. Ist die Fahrerin oder der Fahrer gereizt oder gestresst, schlägt das System eine entspannende Atemübung vor. Alternativ wird eine Fahrpause vorgeschlagen. Im Ernstfall werden die Daten an einen einen Arzt gesendet, eine Videokonferenz mit diesem eingerichtet oder die Rettungsdienste gerufen.

Auch der Verschleiß von Batterie und Reifen wird überwacht. Der H1st vision kann ein fälschungssicheres Zertifikat zum Zustand des Fahrzeugs erstellen. Es enthält Angaben zum Zustand wichtiger Komponenten, zur Anzahl der Besitzer(innen) sowie zu den Inspektionen.

Der H1st vision erhält zudem Echtzeit-Informationen zu den Straßen, von anderen Verkehrsteilnehmern, Wetterdaten usw. So wird man frühzeitig vor Unfällen oder Glatteis gewarnt.

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Die Software République wurde vor zwei Jahren von sechs großen Unternehmen gegründet: Atos, Dassault Systèmes, Orange, Renault Group, STMicroelectronics und Thales. Die Firma will zu einem europäischen Ökosystem für die Zukunftsmobilität beitragen. Außerdem will man Start-ups fördern und weltweit digitale Services anbieten.

Quelle: Renault

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