Die belgische Marke Cowboy ist für stylische E-Bikes bekannt. Bisher gab es zwei Modelle – eines mit klassischem "Herrenrad"-Rahmen, neudeutsch Step-Over-Variante genannt, und eine Step-Through-Modell. Bisher hießen diese C4 bzw. C4ST, nun nennt Cowboy diese Modelle Classic bzw. Cruiser ST. Für Leute, die zwar ein hohes Oberrohr, aber keine allzu sportliche Geometrie haben möchten, wird nun eine Cruiser-Variante nachgeschoben.

Wie das normale Cowboy Classic hat auch das Cowboy Cruiser eine schicke Optik, doch der Lenker des E-Bikes ist höher positioniert, so dass sich einer weniger buckelige Sitzhaltung ergibt. Zudem ist er zum Sattel hin gebogen. Auch ist der Sattel breiter. So soll sich ein Bike im Hollandrad-Stil ergeben.

Cowboy Cruiser (E-Bike)

Gebogener Lenker und Handy-Halterung statt Display: Das Cockpit des Cowboy Cruiser

Mit einer Aufzählung der Komponenten hält sich Cowboy auf seiner Website nicht auf; offenbar soll auch hier alles "clean" und unkompliziert sein. Für die elektrische Unterstützung sorgt ein von Cowboy selbst entwickelter Motor in der Hinterradnabe. Er bietet 45 Newtonmeter Drehmoment. Auch die Batterie mit einer Speicherkapazität von 360 Wattstunden ist ein "eigenes Design von Cowboy", wie es im technischen Datenblatt heißt. Damit sollen 40 bis 80 Kilometer möglich sein. Der Akku ist am Sattelrohr in den Rahmen integriert; zum Aufladen kann man ihn abnehmen.

Die eher kleine Batterie und die geringe Reichweite passen zum primären Einsatzzweck als urbanes Rad. Da die Cowboy-Bikes für die Stadt gemacht sind, gibt es auch keine Gangschaltung. 60 Zähne am vorderen Zahnrad und 20 hinten ergeben eine Übersetzung von 3:1. Damit ist die Übersetzung das Rad etwas kürzer übersetzt als das Classic, das mit 60 Zähnen vorn und 21 Zähnen hinten auf 2,8:1 kommt. Die Kraftübertragung übernimmt ein Carbonriemen von Gates.

Wie das normale Cowboy rollt auch der Cruiser auf 27,5-Zoll-Rädern mit 42 Millimeter breiten Reifen. Gebremst wird mit hydraulischen Scheiben. Insgesamt wiegt das Cowboy Cruiser 19,3 Kilo und ist damit etwas schwerer als das Classic, das 18,9 Kilo auf die Waage bringt. 

"Mit integriertem Cockpit": Diese Angabe im Cowboy-Konfigurator ist etwas irreführend. Ein Display am Lenker gibt es bei Cowboy nämlich nicht; stattdessen wird (wie beim Classic) nur eine Halterung für das Handy installiert. Das Smartphone wird dort auch geladen. Die App von Cowboy zeigt nicht nur die Fahrdaten an, sondern bietet nach der Website zum Thema auch eine Google-Maps-Navigation sowie einen Wetterbericht. Auch eine Vernetzung mit anderen Cowboy-Fahrerinnen und -Fahrern ist vorgesehen. Zur Ausstattung gehören zudem Lichter vorne und hinten sowie Schutzbleche. Optional gibt es einen Heck-Gepäckträger und einen Anhänger-Adapter.

Der Preis für das Cowboy Cruiser liegt bei 2.990 Euro; damit ist es exakt gleich teuer wie das Classic und die Step-through-Variante Cruiser ST. Wie dort gibt es nur eine Größe; für welche Körpergröße sie geeignet ist, geht aus den technischen Daten noch nicht hervor. Das Classic ist für Personen von 170 bis 195 cm optimiert. Fünf verschiedene Farben werden angeboten, darunter Schwarz, ein Sandton und drei rötliche Pastelltöne.