Der VW ID.3 kam bereits 2020 auf den Markt, diesen Sommer folgte ein Facelift. Dieses hat aber offenbar nicht genügt, um den elektrischen Kompaktwagen beliebt zu halten, denn kürzlich stellte VW die Produktion in Zwickau für 2023 ein – mangels Nachfrage.

Ein Sportmodell könnte den Enthusiasmus für das Auto wieder entfachen. Schon lang wird über eine GTX-Variante geredet, und im September gab es auch Erlkönigbilder von dem Wagen. Nun wurde erneut ein Exemplar erwischt, beim Testen im tiefen Schnee.

Bildergalerie: VW ID.3 GTX als Erlkönig

Wie auf den Bildern zu sehen, sind die optischen Unterschiede zum normalen ID.3 nicht groß. Auf der Fronthaube nahe der Windschutzscheibe gibt es beim GTX eine schwarze Blende; ob sie eine Funktion hat, wissen wir nicht. Es scheint auch so, als läge das Auto ein wenig tiefer – vermutlich durch ein Sportfahrwerk. Außerdem sind die tief angeordneten Lufteinlässe vorne deutlich größer:

VW ID.3 GTX als Erlkönig
VW ID.3 Facelift (2024): Das Exterieur

Was den Antrieb angeht, herrscht noch große Unsicherheit. Wird es ein Allradantrieb sein oder ein stärkerer Hinterradantrieb? Wir könnten uns gut vorstellen, dass das Auto den neuen 210-kW-Motor erhält, der bei den meisten anderen ID-Modellen bereits an der Hinterachse arbeitet und die 150-kW-Maschine ersetzt. 

Ob VW den altbekannten Induktionsmotor mit 80 kW dazu packt wie bei den GTX-Versionen von VW ID.4 und ID.5? Zu vermuten ist es, aber wir müssen es abwarten. Wenn ja, dann bleibt noch die Frage, ob VW die Systemleistung wie beim ID.4 Pro 4Motion auf 210 kW beschränkt (statt auf 250 kW wie beim ID.4 GTX). Als Batterie wird jedenfalls der 77-kWh-Akku eingebaut.

Wann startet der VW ID.3 GTX? Angesichts der sich häufenden Erlkönig-Sichtungen ist es durchaus möglich, dass das Topmodell 2024 auf den Markt kommt. Da VW eine weitere Produktaufwertung für den ID.3 im Jahr 2024 versprochen hat, läge es nahe, beide Neuerungen zusammenzulegen. Dabei soll der bürgerliche ID.3 eine verbesserte Bedienung (durch einen größeren Touchscreen mit beleuchteten Slidern) erhalten. Gut möglich, dass bei der Gelegenheit auch die 150-kW-Maschine gegen den neuen 210-kW-Motor ausgetauscht wird.  

Bleibt noch die Preisfrage. Die derzeitige Topversion des ID.3, der Pro S mit 150 kW und 77-kWh-Akku kostet (mit Infotainment-Paket) 47.595 Euro. Beim ID.4 liegt die Preisdifferenz zwischen dem 210-kW-Hecktriebler und der 250 kW starken GTX-Version bei satten 7.000 Euro. Für einen 250 kW starken Allrad-ID.3 wird man also rund 55.000 Euro hinlegen müssen.