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VW e-Transporter und e-Caravelle: Erste Bilder ohne Tarnung

Den T7 wird es auch mit Elektroantrieb geben – mit Technik von Ford

VW Transporter (2024)
Bild von: Volkswagen

Im Dezember 2023 überraschte VW Nutzfahrzeuge uns mit der Mitteilung, dass es neben dem stets elektrischen ID. Buzz und ID. Buzz Cargo künftig auch noch eine Elektroversion des neuen Verbrenner-Bullis T7 geben wird.

Dazu zeigte VW aber nur Bilder einer getarnten Version. Nun gibt es erste Fotos ohne Tarnung, und zwar vom verblechten Nutzfahrzeug (Kastenwagen) sowie von der Pkw-Variante Caravelle. Die Autos haben keine E-Nummernschilder, es handelt ich also um Verbrenner. Aber die Elektroversionen werden wohl kaum anders aussehen.

Bildergalerie: VW Transporter und Caravelle (2024/2025)

Maße und Karosserievarianten

Die siebte Generation der Baureihe – inoffiziell T7 genannt – ist 5.050 mm lang, der Radstand misst 3.100 mm, bei der Langversion sind es 5.450 bzw. 3.500 mm. Die Laderaumlänge beträgt beim Normalradstand 2,60 Meter, das Ladevolumen beträgt 5,8 Kubikmeter. Die Version mit Normaldach passt mit zwei Meter Höhe noch in alle gängigen Parkhäuser. Beim Hochdach dürfte das nicht mehr klappen; dafür wächst der Laderaum hier in Kombination mit dem langen Radstand auf bis zu 9 m3.

Das Auto wird es in drei Nutzfahrzeug-Varianten geben: als Kastenwagen (verblecht mit vermutlich zwei Sitzen), Kastenwagen Plus (verblecht mit zwei Sitzreihen), Kombi (für den Personentransport) und als Doppelkabine (Pritschenaufbau mit langem Radstand).

Daneben wird noch die luxuriösere Pkw-Variante Caravelle mit neun Sitzplätzen angeboten, die als kommerzielles Shuttle oder Großraumtaxi gedacht ist. Den Caravelle (VW schreibt wirklich "der" Caravelle) wird es auch mit verlängertem Radstand geben. Und schließlich kündigt VW auch noch PanAmericana-Varianten mit Offroad-Elementen an. Ob es alle diese Varianten auch mit Elektroantrieb gibt, müssen wir abwarten. Zumindest starten diese später: Die Verbrenner sind schon konfigurierbar, doch die Stromer sollen bald folgen.

Antriebe und Akkus

VW verrät auch schon die Leistungsdaten zu den Elektroversionen. Danach wird es vier Elektroantriebe für den 2025 startenden T7 geben. Diese bieten 85, 100, 160 und 210 kW, wie es im Dezember hieß. Während die Verbrenner Frontantrieb und optional Allradantrieb haben, besitzen die Elektromodelle Heckantrieb. Auch bei den E-Modellen soll später ein Allradmodell folgen.

Die Basisversion erhält eine Batterie mit 54 kWh brutto, wie es im Dezember hieß. Alle anderen bekommen einen Akku mit 64 kWh netto; die Bruttokapazität wurde im Dezember mit 83 kWh angegeben. Seltsam hier: Die Differenz zwischen Brutto- und Nettokapazität ist mit fast 20 kWh außergewöhnlich groß. VW beharrte auf unsere Nachfrage auf den 64 kWh Nettokapazität und verwies ansonsten auf seinen Technologiepartner Ford. 

Denn während ID. Buzz und ID. Buzz Cargo auf dem Modularen Elektrobaukasten (MEB) basieren, handelt es sich bei e-Transporter und e-Caravelle offenbar um Badge-Engineering-Varianten des Ford Transit Custom bzw. Tourneo Custom. Den Ford-Transporter gibt es mit 100 sowie 160 kW starken Elektroantrieben sowie einer 64 kWh netto (83 kWh brutto) großen Batterie, wie aus der aktuellen Preisliste hervorgeht.

VW Caravelle in der Topausstattung

VW Caravelle in der Topausstattung "Style" (2024)

Ford E-Tourneo Custom (2023): Das Exterieur

Ford E-Tourneo Custom

Interieur und Ausstattung

Im Cockpit bieten Transporter wie Caravelle serienmäßig ein 12-Zoll-Instrumentendisplay und einen 13-Zoll-Touchscreen.  Bei den Automatikversionen und damit vermutlich auch bei den Elektrovarianten wird der Fahrmodus (P, N, R und D) per Lenkstockhebel aktiviert. Dafür wird in der Mittelkonsole Platz für große Cupholder. Insgesamt ähnelt das Cockpit dem des E-Tourneo/E-Transit Custom:

Ford E-Tourneo Custom (2023): Das Interieur

Ford E-Tourneo Custom (2023): Das Interieur

VW Caravelle in der Topausstattung

VW Caravelle: Das Cockpit

Der Transporter kann mit bis zu sechs Sitzplätzen im Fahrgastraum und verschiedenen Trennwänden ausgestattet werden. Die Elektroversion kann optional bis zu 2,3 kW elektrische Leistung abgeben – an den Laptop oder an die Kreissäge. Serienmäßig sind LED-Licht, Regensensor, Spurhalteassistent, Antikollisionssystem und Verkehrszeichenerkennung. Der Kastenwagen ist nun zudem serienmäßig mit Trennwand ausgestattet. Der Kombi hat Scheiben im Fond und drei Einzelsitze in der zweiten Sitzreihe.

Der Caravelle bietet serienmäßig eine herausnehmbare Dreiersitzbank in der dritten Reihe und damit neun Sitzplätze. Die Bezüge sind nobler als beim Transporter, außerdem gibt es mehr Airbags und ein besseres Audiosystem. Die Topausstattung Style ist außen an einer eigenständigen Front mit dunkel abgesetzter Querspange und Chromspange erkennbar. Hinten gibt es hier Rückleuchten mit individualisierter Lichtsignatur, zudem dunkle Scheiben und 17-Zoll-Aluräder und mehr.

Unter dem Strich

VW bietet künftig neben dem ID. Buzz noch einen zweiten Elektro-Transporter an, der offenbar auf dem Ford E-Tourneo/E-Transit Custom aufsetzt. Worin sich der Neuling vom ID. Buzz unterscheiden soll, bleibt bisher unklar. Hoffen wir, dass es günstigere Preise sind, denn den ID. Buzz gibt es erst ab rund 60.000 Euro.