Seit Juni wird in den ID. Buzz nicht mehr der alte 150-kW-Motor eingebaut, sondern die neue 210-kW-Maschine. Dazu gibt es bei der Normalversion den neuen 79-kWh-Akku, bei der Variante mit langem Radstand eine 86-kWh-Batterie. Doch bald soll es offenbar noch eine neue Einstiegsversion mit 62-kWh-Batterie geben.

Die neue Version soll helfen, die Nachfrage nach dem Elektro-Bus anzukurbeln, sagte nun Lars Krause, der Marketingvorstand von VW Nutzfahrzeuge (VWN) gegenüber der Automobilwoche. Nachdem letztes Jahr nur 35.000 Stück vom VW ID. Buzz gebaut wurden, soll die Produktion im zweiten Halbjahr gegenüber dem Vorjahreszeitraum verdoppelt werden. "Mittelfristig", also wohl in den nächsten drei oder vier Jahren, sollen sogar sechsstellige Produktionszahlen drin sein, so der Manager.

Bei den Verkäufen werden neben der Einstiegsversion auch der neue ID. Buzz GTX und die Langversion mit bis zu sieben Sitzen helfen. Zudem soll der batterieelektrische Anteil an den Verkäufen schnell wachsen: Lag er im ersten Quartal 2024 noch bei knapp sieben Prozent, so soll er bis 2030 auf 55 Prozent steigen. An diesem Ziel halte VWN "ganz eindeutig" fest, so Krause. Bisher seien so viele Verbrenner verkauft worden, weil man die hohe Nachfrage nach dem Ende Juni auslaufenden Transporter 6.1 befriedigen wollte.

VW Transporter (2025)

Getarnt im Konfigurator: Der neue VW Transporter kann als Verbrenner und PHEV schon geordert werden 

Der Nachfolger des T 6.1 wird bereits angeboten, allerdings zunächst nur als Verbrenner und als Plug-in-Hybrid-Antrieb. Ab Herbst sollen reine Elektroversionen hinzukommen, heißt es in dem Artikel. Für diese wurden Ende 2023 Heckantriebe mit 85, 100, 160 und 210 kW angekündigt. Dazu kommt bei der 85-kW-Basisversion eine 54-kWh-Batterie (brutto), bei den übrigen Motorisierungen ein Akku mit 83 kWh brutto. Außerdem soll es verschiedene Karosserievarianten geben. Für einen ID. Buzz California fehle jedoch derzeit noch die Ladeinfrastruktur auf den Campingplätzen, sagte Krause. Die Campingversion werde man erst offerieren, wenn der Markt reif dafür sei. 

Die neuen Versionen von Caddy, Amarok und der neue Transporter wurden nach dem Bericht zusammen mit Ford entwickelt. Den Nachfolger des 2024 ausgelaufenen eCrafter entwickelt VWN aber selbst, so Krause. Der neue eCrafter soll 2028 starten und als erstes Fahrzeug einer neuen Space-Familie auf einer rein elektrischen Plattform aufsetzen. In den vier Jahren bis 2028 werde man keinen großen Elektrotransporter anbieten können.

Unter dem Strich
Nachfrageschwäche bei Elektroautos hin oder her: VWN glaubt an einen steilen Hochlauf der Elektromobilität bei seinen Bussen. Vom ID. Buzz sollen in der zweiten Hälfte des Jahres doppelt so viele gebaut werden wie im Vorjahreszeitraum. Hier kommen neue Varianten wie der GTX, die Langversion und eine neue Basisvariante mit 62 kWh hinzu. Günstiger als der bisherige ID. Buzz (ab rund 61.000 Euro) dürfte auch der elektrische Transporter werden.