Diesen interessanten Autocar-Artikel hätten wir beinahe übersehen: Nach dem Bericht von Anfang Dezember wird MG im kommenden Jahr ein neues SUV-Flaggschiff auf den Markt bringen. Außerdem werden der MG5 Electric und der MG ZS EV in ihren neuen Generationen auf eine andere Plattform gestellt und mehr. 

Während die meisten China-Marken in Europa ausschließlich Elektroautos anbieten, offeriert MG daneben auch Verbrenner. Auf die will die britische Tochter des chinesischen SAIC-Konzerns auch künftig nicht verzichten, selbst wenn in Deutschland die allermeisten MGs reinen Elektroantrieb haben: In den ersten elf Monaten 2023 hatten von knapp 19.000 verkauften MG-Modellen über 16.000 Elektroantrieb. Kein Wunder, dass so wenig Verbrenner abgesetzt werden, denn von den fünf MG-Modellen in Deutschland ist nur der HS ein Benziner; den ZS gibt es als Verbrenner und als Elektroauto.

MG4 Electric (2023) Comfort mit 51 kWh im Test

MG4 Electric: Mit über 11.000 verkauften Exemplaren klar der Bestseller von MG in Deutschland

Im ersten Halbjahr 2024 will MG nun erstmal seine Verbrenner aktualisieren, während es im zweiten Halbjahr um die E-Autos gehen wird, sagte General Manager Lu Jiajun bei einer Veranstaltung.

In Großbritannien sollen im Jahr 2024 der Nachfolger des Kleinwagens MG3 (der bei uns nicht oder noch nicht angeboten wird) und der Nachfolger des ZS mit Verbrenner starten, so Lu. Nach dem Bericht soll auch der HS eine neue Generation erhalten, die angeblich auf dem chinesischen Roewe RX5 basieren wird.

MG Marvel R Electric: Elektro-SUV im Format des VW ID.4

MG Marvel R: Das 4,67 m lange Elektro-SUV soll durch ein Modell auf Basis von MSP abgelöst werden

Der VW-ID.3-Konkurrent MG4 Electric soll ein neues Cockpit erhalten. Größer sind die Änderungen beim MG5 Electric und beim ZS: Der elektrische Kombi und das kleine SUV sollen in der zweiten Generation auf die Modular Scalable Platform (MSP) umgestellt werden, die auch der MG4 Electric nutzt.

Außerdem soll ein neues Elektro-SUV enthüllt werden, das den Marvel R als Flaggschiff ablöst. Auch dieses Auto soll auf MSP basieren. Die Plattform ermögliche Batteriekapazitäten bis zu 150 kWh und unterstütze auch den Batterietausch. Wie das neue Modell heißen wird, geht aus dem Artikel nicht hervor. Lu sagte dazu nur, dass es "großartig" aussehen werde und einen wettbewerbsfähigen Preis haben werde.

Den MG Marvel R gibt es ab 46.990 Euro. Dafür erhält man die Version Luxury mit einem 132 kW starken Heckantrieb. Ungewöhnlich ist, dass das Auto gleich zwei Motoren hinten hat. Die 70-kWh-Batterie soll 402 km am Stück ermöglichen. Für den Nachfolger nannte Guy Pigounakis von MG UK einen britischen Preis von etwa 45.000 Pfund (rund 52.000 Euro). Der Manager sagte, es handele sich um "ein völlig anderes Auto". Seltsamerweise gar nicht erwähnt wird in dem Artikel der neue Roadster MG Cyberster. Auch dieser soll im Jahr 2024 starten.


Unterm Strich

MG plant eine durchgängige Verbesserung seiner Elektroauto-Palette im zweiten Halbjahr 2024. Während der Bestseller MG4 ein neues Cockpit erhält, werden MG5 und ZS auf eine andere Plattform gestellt und der Marvel R durch ein neues Modell ersetzt.