Die Mercedes-Benz Group hat im letzten Jahr 2.491.600 Fahrzeuge verkauf; das entspricht einem mageren Plus von 1,5 Prozent. Zur Begründung verweist der Konzern auf Engpässe in der Lieferkette und darauf, dass man sich auf luxuriöse Fahrzeuge und die Elektrifizierung konzentriert habe.

Bei beiden Schwerpunkten kam Mercedes in der Tat voran. So stieg der Absatz von reinen Elektroautos (BEVs) stieg um 73 Prozent auf 222.600 Einheiten. Das entspricht einem BEV-Anteil von 11 Prozent. Zum Vergleich: Audi meldete 178.000 BEVs und einen BEV-Anteil von 8 Prozent, BMW inklusive Mini kam auf 394.000 Elektroautos und einen Anteil von stolzen 15 Prozent.

Beim zweiten Schwerpunkt, den Top-End-Fahrzeugen inklusive Maybach, G-Klasse und AMG, erzielte Mercedes im Jahr 2023 sogar das beste Absatzergebnis bisher. Im Jahr 2024 will Mercedes seine margenorientierte Produktpolitik mit der elektrischen G-Klasse (also dem Mercedes EQG), dem neuen eSprinter und dem Mercedes-AMG GT Coupé fortsetzen.

Mercedes EQG (Prototyp)

Soll schon bald vorgestellt werden: Der Mercedes EQG (hier als Prototyp) 

Mercedes-Benz Cars, also die Pkw-Sparte des Konzerns, verkaufte 2.043.800 Autos. Aber der Gesamtabsatz ist Mercedes-Chef Ola Källenius nicht so wichtig wie seinem Vorgänger Dieter Zetsche. Für Källenius zählen vor allem die margenstarken Top-Modelle. So erwähnt der Hersteller die US-Einführung des elektrischen Mercedes-Maybach EQS SUV (Titelbild) im vierten Quartal; in anderen Regionen soll das große Luxus-SUV erst 2024 starten.

Während der Absatz von Maybach (+19%), G-Klasse (+11%) und AMG (+4%) stieg, sanken die Verkäufe im "Core-Segment" um zwei Prozent auf 1.096.800 Autos. Als Core-Segment bezeichnet Mercedes C- und E-Klasse sowie deren Derivate, also auch EQE und EQE SUV. Im Entry-Segment (A- und B-Klasse und Derivate) verkaufte Mercedes 618.800 Autos (+4%), wobei der Mercedes EQA (+57%) und EQB (+109%) besonders stark zulegten.

Absatz der Pkw-Sparte "Mercedes-Benz Cars" im Jahr 2023

Der weltweite Absatz der Transportersparte Mercedes-Benz Vans stieg 2023 um 8% auf 447.800 Stück – das bislang beste Ergebnis überhaupt. Davon entfielen 237.400 Stück auf die großen Transporter (Sprinter), 178.900 auf die mittelgroßen (V-Klasse/Vito) und 31.500 auf die kleinen (Citan und EQT). Über alle Größen hinweg verkaufte Mercedes 22.700 Elektro-Transporter, was ein Plus von 51% bedeutete. 

Unterm Strich
Beim weltweiten Elektroauto-Absatz liegt Mercedes zwischen BMW und Audi: Sowohl bei den absoluten Zahlen als auch beim BEV-Anteil hinkt die Stern-Marke der Münchner Konkurrenz hinterher. Doch mit 11 Prozent hat sich die Stern-Marke deutlich verbessert – im Vorjahr waren es noch 6 Prozent.