Über die Rabatte von Nissan für seine Elektroautos haben wir bereits ansatzweise berichtet. So meldeten wir, dass es den Leaf derzeit schon für unter 28.000 Euro gibt, und in unserem Testbericht zum Ariya erwähnten wir, dass es die Basisversion derzeit schon ab 40.706 Euro gibt. Auf der Nissan-Website findet sich aber auch ein rabattierter Preis für den Ariya mit großer Batterie.

Der Nissan Ariya mit dem 178-kW-Frontantrieb und großer Batterie (87 kWh für bis zu 531 km) in der Basisausstattung für diese Motor-Akku-Kombination (Advance Pack) kostet normalerweise 53.490 Euro. Nach der Angebotsseite werden derzeit nur 50.206 Euro fällig. Damit werden hier 3.284 Euro Rabatt gewährt.

Der Einstiegs-Ariya kostet nach Liste 43.490 Euro. Dafür bekommt man die Version mit 160-kW-Frontantrieb und der 63-kWh-Batterie für bis zu 403 km Reichweite in der Basisausstattung. Laut Angebotsseite bekommt man das gleiche Auto derzeit für 40.706 Euro, also mit 2.784 Euro Rabatt. 

Auf der Nissan-Angebotsseite gibt es derzeit 2 Kaufofferten zum Ariya

Offerten für die beiden Allradversionen finden sich derzeit nicht. Die 290-kW-Allradversion ist ohnehin erst seit Kurzem verfügbar, wie wir bei der Testveranstaltung im Januar erfuhren – obwohl sie seit über einem halben Jahr in der Preisliste steht. Aber auch der 225-kW-Allradler wird offenbar nicht rabattiert.

  Nissan Ariya FWD
63 kWh
Nissan Ariya FWD
87 kWh
Nissan Ariya AWD
87 kWh
Nissan Ariya AWD
87 kWh
Leistung/Drehmoment 160 kW/300 Nm 178 kW/300 Nm 225 kW/600 Nm 290 kW/600 Nm
0-100 km/h 7,5 Sek. 7,6 Sek. 5,7 Sek. 5,1 Sek.
Höchstgeschwindigkeit 160 km/h 160 km/h 200 km/h 200 km/h
WLTP-Verbrauch 17,6-18,1 kWh 18,2-18,7 kWh 19,8-20,4 kWh 20,4 kWh
Akku (netto) 63 kWh 87 kWh 87 kWh 87 kWh
WLTP-Reichweite 393-403 km 516-531 km 498-513 km 498 km
Max. Ladeleistung AC/DC 22 / 130 kW 22 / 130 kW 22 / 130 kW 22 / 130 kW
Ladedauer DC 30 min (20-80%)
Ladegeschwindigk. DC 1,3 kWh/min 1,3 kWh/min 1,7 kWh/min 1,7 kWh/min
Basispreis 43.490 Euro 53.490 Euro 57.490 Euro 65.490 Euro
Rabatt 3.284 Euro 3.230 Euro - -
Rabattiert 40.206 Euro 50.206 Euro - -

Übrigens senkte Nissan vor Kurzem auch die Listenpreise: Mit dem 15. September sank der Basispreis von 47.490 auf die aktuell geltenden 43.490 Euro, also um schlappe 4.000 Euro. Beim reichweitenstärkeren Fronttriebler sank der Preis von 58.990 auf die jetzigen 53.490 Euro. Rechnet man die Rabatte und die Preissenkung vom Herbst zusammen, ist der Ariya um 6.784 Euro bzw. 8.784 Euro günstiger geworden. Allerdings entfiel in der Zwischenzeit auch die Förderung in Höhe von 7.178 Euro (4.500 Euro vom Staat plus 2.250 Euro plus Mehrwertsteuer vom Hersteller).

Der Nissan Ariya tritt gegen den VW ID.4/ID.5 und das Tesla Model Y an. Den ID.4 Pure gibt es mit 210 kW und 363 km Reichweite (mit Infotainmentpaket und Rabatt) ab 36.160 Euro. Diese Version bietet mehr Power, aber rund 40 km weniger Reichweite als die Ariya-Basisversion, ist dafür aber auch etwa 4.000 Euro günstiger.

Den wegen der coupéhaften Karosserie besser vergleichbaren ID.5 gibt es nur in der Pro-Version, das heißt mit der größeren Batterie. Für diesen zahlt man derzeit 43.535 Euro. Hier ist die Reichweite des VW etwas größer (556 statt 531 km) als beim Ariya 2WD mit 87-kWh-Akku, außerdem gibt es bei VW mehr Power und vor allem zahlt man fast 7.000 Euro weniger. Dabei bleibt allerdings die Ausstattung unberücksichtigt. So kostet bei VW die Wärmepumpe knapp 1.000 Euro Aufpreis, während sie beim Ariya serienmäßig ist.

Das Tesla Model Y in der Basisversion hat einen überlegenen 220-kW-Heckmotor, bei der Reichweite (455 km mit den kleinen Felgen) liegt das Modell zwischen den beiden Ariya-Fronttrieblern. Das gleiche gilt für den Preis von 45.970 Euro.

Unter dem Strich

Auf die derzeit weit verbreiteten Rabatte der Elektroauto-Hersteller weisen wir hier immer wieder hin. Man sollte sie kennen, wenn man zum Händler geht, denn nicht der Listenpreis, sondern der vom Hersteller rabattierte Preis sollte die Verhandlungsbasis sein. Wir sind gespannt, ob es mit den Rabatten im zweiten Quartal so weiter geht, wenn die "Umweltprämie" von VW ausläuft. Aber uns fällt kein Grund ein, warum nicht.