Mazda EZ-6: Neue Elektrolimousine dürfte 2025 zu uns kommen
Mit knapp 5 Meter Länge und 190-kW-Motor tritt der Wagen gegen den VW ID.7 Pro an
Mazda hat bisher nur ein einziges Elektroauto auf dem deutschen Markt, den MX-30, und der ist mit 200 km Reichweite so weit von der elektromobilen Gegenwart entfernt wie die Andromeda-Galaxie von der unsrigen. Aber Ende November will Mazda eine neue Elektrolimousine enthüllen, bei der es sich um die deutsche Version des Mazda EZ-6 handeln dürfte. Grund genug, die China-Version vorzustellen, die schon seit September bestellbar ist.
Mit dem Verbrennermodell Mazda 6 hat der Stromer technisch nichts zu tun, er basiert auf einer Plattform von Changan, dem China-Partner von Mazda. Mit knapp fünf Meter Länge tritt der Wagen in der gleichen Klasse wie der VW ID.7 an; im Premiumbereich gibt es hier etliche Modelle, vor allem den Audi A6 e-tron, den Mercedes EQE und den Porsche Taycan.
Mazda EZ-6: Mit knapp fünf Meter Länge ein Konkurrent des VW ID.7
Trotz der chinesischen Verwandtschaft ist der EZ-6 klar als Mazda erkennbar. Dafür sorgen schon der markentypisch gestaltete Grill sowie das illuminierte und deswegen auch bei Nacht erkennbare Mazda-Logo. Die Seitenansicht wirkt harmonisch und elegant, das Heck hinter der langen Dachlinie ist so kurz, dass der Wagen etwas Coupéartiges besitzt. Bei Geschwindigkeiten über 90 km/h fährt ein Entenbürzel-Spoiler aus. Die zwei runden Rückleuchten links und rechts erinnern an den Mazda 3, doch zwischen ihnen gibt es eine durchgehende Lichtlinie, die als Bremslicht dienen soll.
Das Heck des EZ-6 mit durchgehender Lichtlinie
Innen hat der EZ-6 neben einem Instrumentendisplay und einem 14,6-Zoll-Touchscreen im Querformat noch ein Head-up-Display mit Augmented-Reality-Funktion. Physische Knöpfe scheinen sich auf das Lenkrad und die Armlehnen in den Türen zu beschränken; ansonsten wirkt das Cockpit sehr "clean".
Das Cockpit des Mazda EZ-6: In China hat schon die Basisversion Ledersitze
Die Fahrmodi P, N, R und D werden über einen Lenkstockhebel aktiviert, was Platz in der Mittelkonsole schafft. Dort befinden sich neben Becherhaltern und einem geschlossenen Fach auch Ablagemöglichkeiten für zwei Handys, wobei aber wohl nur die linke auch das kabellose Laden ermöglicht.
Angetrieben wird die Limousine von einem 190 kW Heckmotor, der sich den Strom aus einer wahlweise 56 oder 69 kWh großen Batterie holt. Die Reichweite nach chinesischer Norm beträgt damit 480 bzw. 600 km, nach WLTP-Norm dürfte der große Akku eher um die 500 km ermöglichen. Die Akkus haben eine Lithium-Eisenphosphat-Chemie und sollen sich in 15 Minuten von 30 auf 80 % aufladen lassen. Geht man davon aus, dass die angegebenen Speicherkapazitäten Nettowerte sind, entspricht das einer Ladegeschwindigkeit von 2,3 kWh/min.
Im August schrieb Mazda auf PRNewsWire, der EZ-6 würde im Herbst 2024 als globales Modell gelauncht, und würde zunächst in China und Europa erhältlich sein. Ob das Auto auch bei uns EZ-6 heißen wird, ist noch unklar, zumal sich Mazda das Kürzel 6e hat schützen lassen.
Bildergalerie: Mazda EZ-6 (2025)
Unter dem Strich
Wenn es nach uns geht, dürfte Mazda den rein elektrischen MX-30 beerdigen. Im ganzen letzten Jahr wurden davon nicht mal 100 Stück in Deutschland verkauft. Ob die nun geplante große Elektrolimousine erfolgreicher wird? Das wird vor allem von Reichweite, Schnellladefähigkeit und Preis abhängen.
Ein WLTP-Wert von 500 km wären für eine große Reiselimousine etwas dürftig, der VW ID.7 bietet rund 600 bis 700 km. Mit der von uns errechneten Ladegeschwindigkeit von 2,3 kWh/min liegt der EZ-6 dagegen besser als der ID.7, denn der schafft maximal 2,3 kWh/min. Der Preis schließlich müsste um die 50.000 Euro liegen, um mit dem Basis-ID.7 konkurrieren zu können.
Quelle: CarNewsChina, PRNewsWire
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